{"id":8792,"date":"2026-02-27T15:41:27","date_gmt":"2026-02-27T14:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8792"},"modified":"2026-02-27T15:41:27","modified_gmt":"2026-02-27T14:41:27","slug":"cult-of-the-moon-lunar-eclipse-cult-of-the-moon-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/cult-of-the-moon-lunar-eclipse-cult-of-the-moon-2026\/","title":{"rendered":"Cult Of The Moon \u2013 Lunar Eclipse \u2013 Cult Of The Moon 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Cult-Of-The-Moon-Lunar-Eclipse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Cult-Of-The-Moon-Lunar-Eclipse.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8793\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (27.02.2026)<br><br>Dem alten Kumpel Black Metal kann man ja so einiges Neues angedeihen lassen, etwa Ambient, Post Rock, Screamo, und meistens kommt auch etwas Spannendes dabei heraus. Cult Of The Moon aus Washington D.C. verlegen sich auf ihrem Deb\u00fctalbum \u201eLunar Eclipse\u201c darauf, ihren Black Metal fett zu spielen \u2013 und ihn mit Melodien anzureichern. Damit r\u00fcckt er dem Gothic Metal n\u00e4her, ohne gottlob dessen Kitsch zu \u00fcbernehmen und ohne die Energie des Hardcore einzub\u00fc\u00dfen, die die Band ebenfalls einflie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Akkorde des Openers \u201eLunar Eclipse\u201c, der, wie Freund und Kollege Guido bemerken w\u00fcrde, mit seinem Titel den des Albums aufgreift, mithin das Titellied darstellt, wirken zun\u00e4chst wie eine Gothic-Version von \u201eZombie\u201c der Cranberries, tiefergelegt und mit mehr Attraktivit\u00e4t versehen, doch dann lassen Cult Of The Moon die ihnen innenliegende Wucht von der Leine. An diese klemmen sie sie zwischenzeitig auch immer mal wieder, um den atmosph\u00e4rischen Aspekt des modernen Black Metals auch zu ber\u00fccksichtigen, mit In- und Outros, die so spartanisch instrumentiert sind, dass sie abermals dem Gothic zunicken. Auch mal ein Piano oder Glockengel\u00e4ut erfahren ihren kontemplativen Einsatz.<br><br>Ansonsten gibt\u2019s Metal. Black Metal in der extrem beschleunigten Variante, nat\u00fcrlich, doch den ziehen Cult Of The Moon nicht plakativ und klischeehaft durch, sondern durchsetzen ihn mit Entschleunigung und Rhythmuswechseln. So bekommt man zwischendurch auch mal die Gelegenheit, seinen Nacken wie im Thrash Metal zu massieren. Zwischendurch, in \u201eCurse\u201c, verf\u00e4llt die Band in einen vom Death Metal infizierten Classic Rock, der mit seiner Riffigkeit beinahe einen Popappeal in den Song einbringt \u2013 der dann flugs und beinahe unbemerkt zur\u00fcck zum Black Metal schwenkt. Mit dem gelegentlich angewandten Dreivierteltakt dringen kurze Momente der Genreerf\u00fcllung ein, ebenso mit manchem heroisch-hymnischen Gitarrensolo. Kurze Momente der Lieblichkeit befeuern das Harmonische im Melodieeinsatz, mit dem Cult Of The Moon ihre St\u00fccke auflockern. Etwa in \u201eThe Dawn That Never Comes\u201c, das zwischendurch wie eine stark verdunkelte Version von Europe klingt. Zu allem shoutet der Gesang auf eine Weise, die dem Hardcore n\u00e4her ist als dem Black Metal.<br><br>Der Black Metal von Cult Of The Moon ist zudem mitnichten so kalt, wie es der aus Norwegen damals war, was allein \u00fcber den melodischen Anteil kaum m\u00f6glich ist. Dunkelheit, Aggressivit\u00e4t und Melancholie wechseln einander ab, Sch\u00f6nheit ist der Band nicht fremd, und so stellt man fest, dass im Grunde keiner der neun Songs so endet, wie er beginnt, geschweige denn, im Verlauf nicht noch mit \u00dcberraschungen punktet.<br><br>Die Band formierte sich 2022 in Haifa, Israel, und siedelte nach Washington D.C. \u00fcber, um im Juni 2024 die erste Single \u201eLunar Eclipse\u201c herauszubringen, auf deren Cover \u2013 wie auf dem dieses Albums \u2013 Titel und Bandname zus\u00e4tzlich auch auf Hebr\u00e4isch notiert sind. Nach drei weiteren Singles liegt nun das Deb\u00fct vor, das alle vier Vorabsongs enth\u00e4lt, wenn auch in leicht variierten Versionen. Drei Gr\u00fcndungsmitglieder sind noch dabei: S\u00e4nger und Gitarrist Andrey Kogan und Gitarrist Roman Klebanov, die sich bereits von der Band Katastrof aus Haifa kennen, sowie Schlagzeuger Morax Netz von Eternal Decay (Haifa), Romuvos (Litauen, Berlin) und Winterhorde (Haifa). Seit 2025 am Bass dabei ist Alfred Samuel, der f\u00fcr Bandmitgr\u00fcnder Artyom Agronov nachr\u00fcckte. Mit ihrem unbek\u00fcmmerten Umgang mit Genregrenzen erzeugen Cult Of The Moon einen Black Metal, der Spa\u00df macht, ohne die Basis aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (27.02.2026) Dem alten Kumpel Black Metal kann man ja so einiges Neues angedeihen lassen, etwa Ambient, Post Rock, Screamo, und meistens kommt auch etwas Spannendes dabei heraus. 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