{"id":8782,"date":"2026-02-26T21:45:37","date_gmt":"2026-02-26T20:45:37","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8782"},"modified":"2026-02-26T21:45:37","modified_gmt":"2026-02-26T20:45:37","slug":"glen-it-was-a-bright-cold-day-in-april-kapitaen-platte-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/glen-it-was-a-bright-cold-day-in-april-kapitaen-platte-2026\/","title":{"rendered":"Glen \u2013 It Was A Bright Cold Day In April, \u2026 \u2013 Kapit\u00e4n Platte 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Glen-It-Was-A-Bright-Cold-Day-In-April.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Glen-It-Was-A-Bright-Cold-Day-In-April.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8783\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (26.02.2026)<br><br>Jetzt schl\u00e4gt\u2019s 13! Wo spielt Achim F\u00e4rber denn eigentlich nicht mit? Hier bringt der Schlagzeuger nicht nur seinen Dub bei Glen ein, dem Berliner Projekt der beiden Gitarre Spielenden Eleni Ampelakiotou und Wilhelm Stegmeier plus Bassist Roland D. Fein\u00e4ugle. Trippigen instrumentalen Impro-Gniedel-Noise-Jazz-Dubrock gibt\u2019s auf dem vierten Album \u201eIt Was A Bright Cold Day In April, \u2026\u201c zu h\u00f6ren, erweitert von einigen G\u00e4sten, die unter anderem auch Keyboards und Saxophone im Gep\u00e4ck hatten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Angenehmerweise l\u00e4sst sich die Musik auf diesem Album gar nicht konkret kategorisieren, hier findet sehr viel gleichzeitig und nacheinander statt. Das zum Geleit Dubbig-Trippige der Rhythmiker bekommt zun\u00e4chst eine harmonische Gitarrenbegleitung, die im Verlauf der ersten Tracks auch an Sch\u00e4rfe zulegen kann. An mancher Stelle nickt man gechillt mit dem K\u00f6pfchen, an anderer w\u00e4hnt man sich im Jazz-Fusion-Rock; mal hat\u2019s etwas von einem verh\u00e4rteten Indierock, mal k\u00f6nnte man sich die Sequenz auch im Verbund mit der H\u00f6rspielmusik von Carsten Bohn eingesetzt vorstellen, mal saxophont der Free Jazz zum Rock, mal ergehen sich die Musizierenden in sublimem Noise und spielen sich in einen bet\u00f6renden Rausch, mal streifen sie behutsam durch einen vor Leben strotzenden Meditations-Ambient-Urwald.<br><br>F\u00fcnf Tracks auf Vinyl, sieben in den anderen Darreichungsformen, zwischen f\u00fcnf (einmal, im Bonus-Bereich) oder sieben (ansonsten das k\u00fcrzeste) und 14 Minuten lang, da ergibt sich jeweils ordentlich Zeit, um die Energien flie\u00dfen zu lassen. Daher bleibt keiner der Tracks dort, wo er beginnt, es ist ein Auf und Ab der Intensit\u00e4ten, ein Hin und Weg der Zutaten, ein Ein und Aus der Genrebezeichnungen. Auf unendliche, experimentelle Intros folgen hypnotische, meditative bis energetische, motivierende, kraftvolle Passagen, und selbst atonal-kakophonische Sequenzen versehen Glen mit einer kuriosen, mitrei\u00dfenden Art von Harmonie, dass man sich fortw\u00e4hrend in das Album hineinsenken mag, und nach jeder Wendung, nach jeder Entwicklung steigert sich die Begeisterung beim Zuh\u00f6ren.<br><br>Das eigentliche Album endet mit der Meditations-Klangschalen-Reise, die den bei George Orwells \u201e1984\u201c geborgten Titel des Albums mit ihrem Titel fortsetzt: \u201e\u2026 And The Clocks Were Striking Thirteen\u201c. Mehr als acht Minuten lang begleitet man die Band auf diesem im klassischen Sinne musiklosen Unterfangen. Der Bonus-Bereich beginnt mit einer Art Blues-Boogie, die sich zu einer Noise-Attacke ausweitet. Das Finale kombiniert Klassik-Kompositionen mit Spaghettiwestern-Stimmung auf einer verlangsamten Langstrecke.<br><br>Vor zehn Jahren starteten Ampelakiotou und Stegmeier ihre Band Glen, die ersten beiden Alben \u201eCrack\u201c und \u201ePull\u201c noch mit jeweils ver\u00e4nderter Bass-Schlagzeug-Besetzung. Erst seit dem dritten Album \u201eI Can See No Evil\u201c aus dem Jahr 2023 sind Fein\u00e4ugle und F\u00e4rber quasi fest mit dabei. \u201eDouble\u201c Fein\u00e4ugle kennen die beiden Projektk\u00f6pfe bereits von der gemeinsamen Band Four Star Five, die in den Neunzigern kurzzeitig existierte. F\u00e4rber wiederum steht und stand auf so vielen Lohnlisten, dass es jeden Wikipediaeintrag sprengt: Aktuell dubbt er pr\u00e4chtig mit Automat und hat oder hatte ansonsten noch einen Schemel bei Project Pitchfork, Tito &amp; Tarantula, Phillip Boa &amp; The Voodoo Club, Die Krupps und vielen mehr zu stehen. Als G\u00e4ste ins Studio kamen Norbert Stammberger und Kriton Beyer mit einem Saxophon-Arsenal und Elektronik sowie Ruby und Bettina Morlock als Stimmbeitragende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (26.02.2026) Jetzt schl\u00e4gt\u2019s 13! Wo spielt Achim F\u00e4rber denn eigentlich nicht mit? 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