{"id":8738,"date":"2026-02-12T23:07:15","date_gmt":"2026-02-12T22:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8738"},"modified":"2026-02-12T23:07:15","modified_gmt":"2026-02-12T22:07:15","slug":"daniele-brusaschetto-dichotomous-wormholedeath-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/daniele-brusaschetto-dichotomous-wormholedeath-2026\/","title":{"rendered":"Daniele Brusaschetto \u2013 Dichotomous \u2013 WormHoleDeath 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Daniele-Brusaschetto-Dichotomous.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"113\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Daniele-Brusaschetto-Dichotomous.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8739\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (12.02.2026)<br><br>Auf sein neues, sein irgendetwas zwischen 13. und 18. Solo-Album \u201eDichotomous\u201c klebt der italienische Gitarrist Daniele Brusaschetto die Etiketten Metal und Industrial. Ja, leicht weht der Geist von Rob Zombie durch das Album, aber vornehmlich hat man es mit geh\u00e4rtetem, r\u00e4udigem Rock zu tun, eingespielt als Power-Trio. Das sich nichts zu beweisen hat und seine Kunstfertigkeit dennoch einbringt. Power hat dieses Turiner Trio definitiv! Und weit mehr als nur zwei Teile im Repertoire.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Treibend, dreckig, r\u00e4udig, w\u00fcst ist dieser dem Metal nahe harte Rock. Mit den ersten vier von acht Songs mostet das Trio los, und da wird klar, dass kompositorische Konventionen etwas f\u00fcr Anf\u00e4nger sind. Die Songs folgen keinen klassischen Strukturen, sie m\u00f6rteln mit Riffs und Breaks vor sich hin, begleitet von einer Stimme, die auf weiten Strecken der Ein-Ton-Politik von, sagen wir, Plastic Bertrand in \u201e\u00c7a plane pour moi\u201c, Adriano Celentano in \u201ePrisencolinensinainciusol\u201c oder dem rauhen Grollen von Rob Zombie folgt, an manchen Stellen gar dem Rap nahe sprechsingend zum Einsatz kommt. Man k\u00f6nnte diese r\u00e4udige, w\u00fcste Bratzgitarrenmusik und die unangepasste Struktur eher dem Noiserock zuordnen als dem Metal und noch weniger dem Industrial, auch wenn Brusaschetto dem zum Ende hin Rechnung tr\u00e4gt.<br><br>Wie er in diese acht Songs \u00fcberhaupt so ziemlich alles einbaut, was nicht bei one two three four auf den B\u00e4umen ist. Insbesondere in der zweiten H\u00e4lfte durchbricht er die eher geradlinigen Rockbrocken mit Ideen von Bluesrock, Punk, Hairspray Metal, Neunziger-Indierock-Rhythmen, Polyrhythmik, Disco, Ska, stampfendem Classic Rock, sogar Doom. Teil der unangepassten Strukturen ist auch, dass der Gesang nicht zwingend im Vordergrund steht, sondern dass man lange instrumentale Passagen zu h\u00f6ren bekommt. Was wiederum nicht bedeutet, dass Brusaschetto zum kackenhauerischen Gitarrengewichse \u00fcbergeht \u2013 er kann etwas, das bringt er auch sachdienlich ein, aber er stellt es nicht zur Schau. Gegniedel and no damage done.<br><br>Brusaschetto ist seit den Achtzigern aktiv, zun\u00e4chst als teil von Thrash- und Death-Metal-Bands. Solo trat er erstmals Mitte der Neunziger in Erscheinung, nicht indes, ohne sich hernach noch in weiteren Nebenprojekten auszutoben, angesiedelt zwischen Noiserock, Industrial Rock und sogar Impro-Avantgarde. Zwischenzeitig legte er sich noch das blasphemische Alias Diononesiste zu. F\u00fcr \u201eDichotomous\u201c suchte er sich zwei Mitspieler zusammen: Alberto \u201eMono\u201c Marietta als Schlagzeuger und Daniele Pagliero mit Bass und Synthies, beide jedoch vorrangig in der ersten H\u00e4lfte zu h\u00f6ren. Denn Brusaschetto \u00fcbernahm neben Gesang und Gitarre auch Programmierungen, Bass und Percussion, insbesondere in der zweiten H\u00e4lfte. Kein Wunder, dass die einen so anderen Geist tr\u00e4gt als die erste. Insofern tr\u00e4gt diese Spaltung dem Titel durchaus Rechnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (12.02.2026) Auf sein neues, sein irgendetwas zwischen 13. und 18. Solo-Album \u201eDichotomous\u201c klebt der italienische Gitarrist Daniele Brusaschetto die Etiketten Metal und Industrial. 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