{"id":8714,"date":"2026-02-05T20:52:15","date_gmt":"2026-02-05T19:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8714"},"modified":"2026-02-05T20:52:15","modified_gmt":"2026-02-05T19:52:15","slug":"the-morning-stars-a-hymn-without-a-sound-the-morning-stars-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-morning-stars-a-hymn-without-a-sound-the-morning-stars-2026\/","title":{"rendered":"The Morning Stars \u2013 A Hymn Without A Sound \u2013 The Morning Stars 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-Stars-A-Hymn-Without-A-Sound.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/The-Morning-Stars-A-Hymn-Without-A-Sound.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8715\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.02.2026)<br><br>The Morning Stars ist ein lustiger Name f\u00fcr eine zuf\u00e4llig zusammengetrommelte Band, deren wohl ber\u00fchmtestes unter ber\u00fchmten Mitgliedern Barbara Morgenstern hei\u00dft. Die anderen drei hei\u00dfen Sebastian Vogel, Alex Paulick und Felix M\u00fcller-Wrobel, da werden Fans von Kreidler, Kante und Britta hellh\u00f6rig. \u201eA Hymn Without A Sound\u201c, das Deb\u00fct der Berliner, versetzt Krautrock mit W\u00e4rme, Melodiosit\u00e4t und Synthiefl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Rockmusik darf auch ohne Verzerrung auskommen, zumindest im Falle von The Morning Stars: Die Gitarre ordnet sich zumeist trocken den Synthies, dem Schlagzeug, dem Bass und den Ges\u00e4ngen unter. Sie ist nur selten ein Instrument f\u00fcr Fuzz, vorrangig eines f\u00fcr Atmosph\u00e4ren, bisweilen f\u00fcr Melodien, f\u00fcr rhythmische Erg\u00e4nzungen. Die das Schlagzeug eigentlich gar nicht br\u00e4uchte, so uferlos, wie es wirbelt, also pr\u00e4senter, als es im Krautrock \u00fcblich w\u00e4re. Und der Bass neigt dazu, seinerseits den Groove mit einer fragmentarischen Melodie voranzubringen. \u00dcber allem liegen Synthies und Stimmen: Erstere kleistern, als w\u00e4re es nicht peinlich, mit Synthies zu kleistern, und schaffen es dabei, tats\u00e4chlich unpeinlich zu sein, und zweitere strahlen eine warme Gemeinschaft aus, so miteinander, wie sich die Ges\u00e4nge hier um die dergestalt gestaltete Musik kuscheln.<br><br>Das mit dem Hymnischen im Albumtitel bekommen die gewaltbefreiten Morgensterne ebenfalls gut hin. Grunds\u00e4tzlich ist die Musik eher unaufgeregt, man muss sich ihr schon bewusst aussetzen, um ihre Sch\u00f6nheit, Verzierungen und Details zu erfassen, und derer hat sie reichlich. Insbesondere der mehrstimmige Gesang \u00fcber den mit dem genannten Instrumentarium generierten Melodien, mit denen das Album seine H\u00f6rerschaft umpl\u00fcscht. Ausrei\u00dfer sind selten, in \u201eScars\u201c bricht sich etwas Energie Bahn, da findet die Band auch mal den Regler am Gitarrenverzerrer und singt \u2013 als Lead nicht Barbara Morgenstern ausnahmsweise \u2013 mit mehr Inbrunst. Die \u201eChainsaw Fiddle\u201c hat eine Neunziger-Laut-Leise-Dynamik, indes nicht die Brutalit\u00e4t etwa der Pixies, daf\u00fcr in den leiseren Passagen einen angedeuteten Afrobeat.<br><br>Man kann diese Sorte Krautrock durchaus als Popmusik auffassen, die lediglich mit wenig radiotauglichen Strukturen und Arrangements generiert ist. Daf\u00fcr ist sie eben einfallsreicher als kontempor\u00e4re Popmusik und bindet mehr Elemente ein, ist mithin experimenteller und im Endergebnis musikalisch mitteilsamer, weil hier viel nicht nur m\u00f6glich ist, sondern es die Band auch umsetzt. Funk, Ambient, Jazz, Electro, Dub: alles drin, aber eingebettet in die Tracks, vermengt mit den Grundideen der vier Musizierenden, die es somit schwer machen, \u201eA Hymn Without A Sound\u201c einer festen Schublade zuzuordnen. Den Albumtitel macht das Quartett \u00fcbrigens zum Ende des letzten St\u00fccks \u201eThe Everything\u201c zum Mantra: Im sich steigernden Noiserock rotieren die Singenden hypnotisch um diese Phrase.<br><br>Eine konkrete Genre-Zuordnung macht ja auch die Zusammensetzung der Band kaum m\u00f6glich. The Morning Stars gr\u00fcndeten sich im Rahmen einer Geburtstagsfeier quasi nebenbei, hei\u00dft es. Ein Gl\u00fcck f\u00fcr den Rest der Welt, wenn dabei etwas so Schickes herauskommt. Barbara Morgenstern nun ist ja eher bekannt als Electro-Musikerin, dieser Anteil findet hier wohl am ehesten im Synthieeinsatz Widerhall, nicht unbedingt in Clubtauglichkeit. Schlagzeuger Sebastian Vogel kennt man von Britta und Kante, und insbesondere letztere lassen sich bei The Morning Stars k\u00fcnstlerisch noch am ehesten heraush\u00f6ren. Vorrangig von Kante kannte man auch Gitarrist Felix M\u00fcller-Wrobel. Auch mit Kreidler setzt Bassist Alex Paulick einen Link zu Musik, die der von The Morning Stars n\u00e4her kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.02.2026) The Morning Stars ist ein lustiger Name f\u00fcr eine zuf\u00e4llig zusammengetrommelte Band, deren wohl ber\u00fchmtestes unter ber\u00fchmten Mitgliedern Barbara Morgenstern hei\u00dft. Die anderen drei hei\u00dfen Sebastian Vogel, Alex Paulick und Felix M\u00fcller-Wrobel, da werden Fans von &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-morning-stars-a-hymn-without-a-sound-the-morning-stars-2026\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-8714","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8714"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8714\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8716,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8714\/revisions\/8716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}