{"id":8707,"date":"2026-02-03T20:59:46","date_gmt":"2026-02-03T19:59:46","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8707"},"modified":"2026-02-03T20:59:46","modified_gmt":"2026-02-03T19:59:46","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-15\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (03.02.2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung, denn Lebenszeit ist kostbar. Und da ich in letzter Zeit irgendwie einen Lauf habe, geht\u2019s hier schon weiter mit den Fails&amp;Strikes der Filmindustrie.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hat sich schon mal jemand gefragt, wie viel so ein US-amerikanischer Rettungssanit\u00e4ter eigentlich im Jahr verdient? Die \u2013 nat\u00fcrlich erschreckende \u2013 Antwort liefert \u201e<strong>Code 3<\/strong>\u201c von 2025. Hier geht es um einen solchen, der seinen Job schon zu lange gemacht hat und jetzt nicht mehr kann. Gespielt wird er von R. Wilson, der mir zuerst in der genialen Serie \u201e<strong>Six Feet Under<\/strong>\u201c aufgefallen war. In \u201e<strong>Code 3<\/strong>\u201c ist er entschlossen, das Handtuch zu werfen. Ein Bewerbungsgespr\u00e4ch bei einer Versicherung hat sogar Erfolg. Nun mu\u00df er zusammen mit seinem Kollegen noch eine letzte 24-Stunden-Schicht abrei\u00dfen \u2013 und auch noch eine unerfahrene Sanit\u00e4teranf\u00e4ngerin unter seine Fittiche nehmen. Zum Gl\u00fcck ist der Film mit viel schwarzem Humor erz\u00e4hlt, sonst w\u00e4re er nur schwer zu ertragen. Die Situationen, in die die drei geraten, sind zumeist nervenzerr\u00fcttend bis ersch\u00fctternd und man fragt sich st\u00e4ndig, wer so einen Job eigentlich immer noch freiwillig macht. \u201e<strong>Code 3<\/strong>\u201c: Empfehlung!<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas v\u00f6llig anderes waren die \u201e<strong>Memoiren einer Schnecke<\/strong>\u201c. Ein Film mit handanimierten Puppen, der das Leben einer Au\u00dfenseiterin\/Einzelg\u00e4ngerin zeigt \u2013 und das ziemlich schonungslos. Erz\u00e4hlt werden die wenigen Hochs und vielen Tiefs der Haupt\u201edarstellerin\u201c Grace, die sich Schnecken als Haustiere h\u00e4lt und sich auch selbst zunehmend in ihr, wenn man so will, Schneckenhaus zur\u00fcckzieht bis&#8230; Ja, bis das Leben ihr auch mal eine Sonnenseite zuwendet. Das Sch\u00f6ne an diesem Film ist, neben den handwerklich liebevoll und detailreich gestalteten Sets und Figuren, da\u00df er zwar melancholisch und sentimental, aber niemals kitschig oder r\u00fchrselig daherkommt. Aber Achtung, Eltern: F\u00fcr Kinder sind die Memoiren noch nicht geeignet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch gar nix f\u00fcr Kinder ist \u201e<strong>The Other<\/strong>\u201c, obwohl solche tragende Rollen spielen. Hier geht es um ein kinderloses Paar, das ein M\u00e4dchen adoptiert, das nicht spricht. Und das eine trostlose Vergangenheit hat. Als Zuschauer soll man also annehmen, da\u00df mit ihr etwas nicht stimmt. Nun wird die Adoptivmutter aber doch noch schwanger und merkw\u00fcrdige Dinge passieren&#8230; Ich habe auf jeden Fall schon deutlich schlechtere Horrorfilme gesehen, auch wenn dieser nicht besonders gut ist. Immerhin schafft er es aber, einige der wohlerwarteten Wendungen zu umgehen und auch einige beliebte Klischees, was z.B. die Darstellung von V\u00e4tern in Horrorfilmen angeht, werden sorgf\u00e4ltig vermieden. Alles in allem ist \u201e<strong>The Other<\/strong>\u201c besser als sein Ruf, wenn auch nur etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>J.J. Liefers schaue ich mir normalerweise nicht an. \u201e<strong>Alter wei\u00dfer Mann<\/strong>\u201c mit ihm in der Titelrolle bekam ich allerdings empfohlen von jemand, der Filme genau so gerne beobachtet wie ich. So nahm ich diese deutsche \u201eschrullige Kom\u00f6die\u201c, wie es im Internet hei\u00dft, mal mit. Liefers spielt einen deutschen Spie\u00dfer, der bef\u00f6rdert werden m\u00f6chte und bef\u00fcrchtet, als zu toxisch f\u00fcr eine F\u00fchrungsposition angesehen werden zu k\u00f6nnen. Also beschlie\u00dft er, von nun an politisch korrekt zu sein und dies seinem Chef, seiner Kollegin und einer kritischen Gutachterin bei einem Abendessen mit seiner selbstverst\u00e4ndlich bunten Familie und seinem Vater zu beweisen. Klar, was passiert. Die Fettn\u00e4pfchen, in die getreten wird, sind metergro\u00df, wenn alle g\u00e4ngigen Vorurteile, Diskriminierungen und Rassismen durchdekliniert werden. Als Satire wirkt dies deutlich zu bem\u00fcht, um wirklich treffend zu sein. F\u00fcr ein paar Lacher ist er aber gut und die grunds\u00e4tzliche Message stimmt nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Filme der Alien-Reihe habe ich alle verfolgt, auch \u201e<strong>Prometheus<\/strong>\u201c (2012) und \u201e<strong>Covenant<\/strong>\u201c (2017). Jetzt also \u201e<strong>Romulus<\/strong>\u201c. Dieser spielt 20 Jahre nach dem ersten, dem Original-Alien. Von daher haben die Macher den Look des mittlerweile siebten Teils der Reihe an den des 1979-Klassikers angelehnt, was ihnen auch ganz gut gelungen ist. Weniger gelungen ist ihnen das Drehbuch. Denn obwohl ich den Film vor weniger als drei Monaten sah, brauchte ich doch einige Ged\u00e4chtniskr\u00fccken, um rauszubekommen, um was es in ihm eigentlich ging. Jetzt wei\u00df ich es wieder so einigerma\u00dfen: Es ist der Versuch, die ganze Geschichte, die wir seit sechs Filmen kennen, von vorne zu erz\u00e4hlen. Etwas wirklich Neues kommt hier nicht dazu. Nur die Hauptdarsteller sind j\u00fcnger. Diese Zielgruppe k\u00f6nnte \u201e<strong>Romulus<\/strong>\u201c also nutzen, um ihre eigene \u201eAlien\u201c-Erinnerungen zu schaffen. Ich dagegen kann sagen, da\u00df ich einmal rum und damit raus bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie w\u00e4re es denn mal mit einer Musik-Doku? Obwohl, \u201eMusik\u201c ist in diesem Fall deutlich zu hoch gegriffen, handelt es sich doch um eine Doku \u00fcber Scooter. \u201e<strong>Fck<\/strong> <strong>2020<\/strong>\u201c beginnt punktgenau mit der letzten Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen f\u00fcr Livemusik. Gezeigt wird haupts\u00e4chlich H.P. Baxxter, der als Kopf der \u201eBand\u201c jetzt versuchen mu\u00df, weiterhin Geld zu generieren, denn die Haupteinnahmequelle, Livegigs, ist weggefallen. Und der Lebensstil des blondgef\u00e4rbten Hedonisten ist teuer, sauteuer. Was also tun, um an Geld zu kommen? Auch wenn die Songs von Scooter unertr\u00e4glich sind, so geht doch eine Faszination von ihnen und von Baxxter aus; das ist durchaus nicht uninteressant zu beobachten. Zudem bekommt man einen Einblick in das Gesch\u00e4ft, in dem mit Musik richtig Asche verdient wird. \u201e<strong>Fck<\/strong> <strong>2020<\/strong>\u201c ist eine Empfehlung, auch wenn man Ohrenst\u00f6psel braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier noch eine von diesen Hitman-versaut-Auftrag-und-mu\u00df-abhauen-Actionkom\u00f6dien, diesmal mit dem Titel \u201e<strong>London Calling<\/strong>\u201c (2025). Hier kommt als Handlungselement dazu, da\u00df dieser Hitman den Sohn desjenigen, der ihn nach seiner Flucht besch\u00fctzt, \u201ezum Mann machen\u201c soll. Was bei dem nerdigen Fattie, den er dann untergeschoben bekommt, gar nicht so einfach zu sein scheint. Jetzt haben wir also die Zwei-ungleiche-Buddies-Kom\u00f6die. Und das Fazit ist: Schnell gesehen, leicht am\u00fcsiert, schnell vergessen. Wenigstens der Humor stimmt hier und da.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem letzten Tip f\u00fcr heute wird es nochmal ernster. \u201e<strong>Sep Ruf \u2013 Architekt der <\/strong><strong>M<\/strong><strong>oderne<\/strong>\u201c erz\u00e4hlt schon im Titel die gesamte Handlung. In dieser Doku aus dem Jahr 2025 wird \u00fcber eineinhalb Stunden nichts anderes behandelt. Ruf war derjenige, der u.a. den ber\u00fchmten Kanzlerbungalow entworfen hat, in dem einige der BRD-Regierungschefs tats\u00e4chlich w\u00e4hrend ihrer Amtszeit gewohnt haben. Und ganz ehrlich: In dieses moderne, lichtdurchflutete und formsch\u00f6ne Haus der 60er Jahre w\u00fcrde ich sofort einziehen. Da mir dieser Bungalow schon bekannt war, war es interessant, mehr \u00fcber die andern Werke Rufs zu erfahren. Wer sich f\u00fcr moderne Architektur erw\u00e4rmen oder sogar begeistern kann, sollte hier gerne mal hinsehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, soviel f\u00fcr heute! In der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um Atomkraft forever! Und jetzt raus aus dem Internet! Steht nur Mist drin!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (03.02.2026) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung, denn Lebenszeit ist kostbar. 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