{"id":8701,"date":"2026-02-03T20:57:58","date_gmt":"2026-02-03T19:57:58","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8701"},"modified":"2026-02-03T20:57:58","modified_gmt":"2026-02-03T19:57:58","slug":"hidas-a-sense-of-impending-doom-tonzonen-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hidas-a-sense-of-impending-doom-tonzonen-records-2026\/","title":{"rendered":"Hidas \u2013 A Sense Of Impending Doom \u2013 Tonzonen Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hidas-A-Sense-Of-Impending-Doom.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hidas-A-Sense-Of-Impending-Doom.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8702\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (03.02.2026)<br><br>Doom ist nicht tot, der kriecht nur komisch. Komisch riechen indes tut er nicht, auch wenn der Opener auf Hidas\u2018 j\u00fcngstem Album \u201eA Sense Of Impending Doom\u201c den missverst\u00e4ndlichen Titel \u201eDynger\u201c tr\u00e4gt. Riffs doominieren dieses zweite Album der M\u00fcnchener, die indes nicht ausschlie\u00dflich gebremst und instrumental vor sich hin m\u00f6rteln, sondern auch wissen, wo der Hammer h\u00e4ngt, und den schwingen sie dann beh\u00e4nde. Und wenn sie grummeln, dann mit metallischer H\u00e4rte. Merkt man gar nicht, dass da keiner singt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich meint man sogar, eine Stimme zu ahnen, die sich da in den Kreis der S\u00e4gen einbringt, m\u00f6glicherweise aus der eigenen H\u00f6rerfahrung heraus, denn andere Doombands w\u00fcrden vielleicht so verfahren. Nicht Hidas, und sobald man erst erfasst, dass die Begleitstimme ausbleibt, beginnt man zu begreifen, wie geil die M\u00fcnchener ihren Doom aufbauen. Das Schleppende des Doom reichern Hidas an, mit Breaks in den Drums, mit Riffs und anderen lebendigen Gitarrenfiguren, also mit Elementen, die den Lavastrom zur Richtungs\u00e4nderung veranlassen.<br><br>Um dann pl\u00f6tzlich mit Genreanleihen durchzubrechen, die man nicht erwartet h\u00e4tte, weil man sich auf den Doom, den schleppend voranmalmenden Metal, gew\u00f6hnt und eingelassen hat: Die Vorab-Single \u201eSplint\u201c etwa hat eine Speed-Passage, die den Doom pl\u00f6tzlich nach Mot\u00f6rhead klingen l\u00e4sst. Ist das noch Punkrock? Mitten im unendlichen \u201eASOID\u201c erklingen ein Vogelzwitschern und dann ein Post-Black-Metal-Flirren auf der Gitarre. Den Black Metal testen Hidas anschlie\u00dfend im \u201eVakuum\u201c aus: Das St\u00fcck beginnt speedy wie jenes Genre, dann verf\u00e4llt die Band in ein deprimiertes leeres Gniedeln auf der Gitarre, um dann kurzzeitig den Black Metal wieder von der Leine zu lassen und in den voll ausgestatteten Doom zur\u00fcckzukehren.<br><br>Das mit dem Black Metal kommt dabei gar nicht mal so \u00fcberraschend, guckt man sich das Cover des vorangehenden Albums \u201eLive At El Ritual 2024\u201c an: Da hat der Bandname einen typischen Schriftzug wie im Black oder Death Metal. Jener Mitschnitt war \u00fcberdies erst die zweite Ver\u00f6ffentlichung der Band \u00fcberhaupt, der bisher lediglich 2023 das selbstbetitelte Deb\u00fct voranging. Und auf der mit \u201eDopedynger\u201c bereits ein Vorgeschmack auf das vorliegende Album enthalten war, mit einem Titel, der den Stoner-Anteil jenes Tracks deutlicher hervorhebt.<br><br>So fett, wie der Sound auf \u201eA Sense Of Impending Doom\u201c ist, mag man wieder kaum glauben, dass lediglich drei Leute ihn generieren. Richard Noyn am Bass, eigentlich Richard Vukorep und zuvor Gitarrist bei Kemwer und Taste Bitter Ashes. Christoph M\u00fchlbauer am Schlagzeug, zuvor bei Lee Harvey &amp; The Oswalds. Florian B\u00e4tz an der Gitarre, ebenfalls bei Kemwer und Lee Harvey &amp; The Oswalds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.02.2026) Doom ist nicht tot, der kriecht nur komisch. Komisch riechen indes tut er nicht, auch wenn der Opener auf Hidas\u2018 j\u00fcngstem Album \u201eA Sense Of Impending Doom\u201c den missverst\u00e4ndlichen Titel \u201eDynger\u201c tr\u00e4gt. 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