{"id":8650,"date":"2026-01-21T21:18:01","date_gmt":"2026-01-21T20:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8650"},"modified":"2026-01-21T21:18:01","modified_gmt":"2026-01-21T20:18:01","slug":"dirk-serries-infinite-and-unbound-zonal-disturbances-iii-projekt-records-zoharum-records-2026-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/dirk-serries-infinite-and-unbound-zonal-disturbances-iii-projekt-records-zoharum-records-2026-2025\/","title":{"rendered":"Dirk Serries \u2013 Infinite And Unbound\/Zonal Disturbances III \u2013 Projekt Records\/Zoharum Records 2026\/2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Dirk-Serries-Infinite-And-Unbound.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Dirk-Serries-Infinite-And-Unbound.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8651\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Dirk-Serries-Zonal-Disturbances-III.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Dirk-Serries-Zonal-Disturbances-III.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8652\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (21.01.2026)<br><br>Wir mussten ja jetzt tats\u00e4chlich mal einige Momente ohne neue Musik des Antwerpener Gitarrenwunders Dirk Serries auskommen, daf\u00fcr tritt er zum Jahreswechsel mit gleich zwei neuen Alben auf den Plan. Die Versuchsanordnung auf beiden Alben ist \u00e4hnlich: Der Mann allein mit einer nicht als solche erkennbaren E-Gitarre und Effektger\u00e4ten, Ambient und Drones aufgenommen in Echtzeit. \u201eInfinite And Unbound\u201c ist ein exklusives Download-Album f\u00fcr Projekt Records, \u201eZonal Disturbances III\u201c ist das Filetst\u00fcck der auf f\u00fcnf Teile ausgelegten Reihe bei Zoharum Records und auch als CD erh\u00e4ltlich. Zum Abtauchen sch\u00f6n entspannend das erste, zus\u00e4tzlich herausfordernd brummig das zweite Album.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Serries kann ja alle Arten von Ambient, f\u00fcr \u201eInfinite And Unbound\u201c verlegt er sich auf den herzerw\u00e4rmend sch\u00f6nen. F\u00fcnf Tracks in 65 Minuten, die alle flie\u00dfend ineinander \u00fcbergehen und mit dieser technischen Betrachtung auch die Musik schon im Ansatz beschreiben: alles flie\u00dft. Dabei gar nicht so gem\u00e4chlich, wie man erwarten w\u00fcrde: Serries variiert die Tonh\u00f6hen recht z\u00fcgig, l\u00e4sst sie umeinander schweben, aber nicht etwa rhythmisch, eher wie verliebte Geistwesen aus einer anderen Dimension, mythische fern\u00f6stliche unendlich lange Drachen etwa, die im pastellstrahlenden Licht einander vorsichtig umgarnen, bezirzen, auf sich aufmerksam machen wollen, und deren transzendente, transparente K\u00f6rper kein sichtbares Ende haben, sondern einfach ausfaden, mit dem Hintergrund eins werden, also wahrhaftig unendlich und unbegrenzt sind.<br><br>Die T\u00f6ne, also die Farben, die Serries verwendet, sind hell, strahlend, nicht blendend, und sie verbreiten eine positive Stimmung, nicht hymnisch-jubilierend, vielmehr umarmend. Er h\u00e4lt diese sonischen Bilder zudem frei von St\u00f6rungen, Untiefen, Riffen, also Riffs, und konzentriert sich voll darauf, sich nicht zu konzentrieren, n\u00e4mlich alles auszuschalten und die Emotionen aus sich herausflie\u00dfen zu lassen. Passenderweise nennt Serries den dritten von f\u00fcnf Tracks \u201eOcean Became Light\u201c und umschreibt damit den Sound sehr treffend. Eine Gitarre \u00fcbrigens h\u00f6rt man hier nicht heraus, \u00fcberhaupt k\u00f6nnte man sich nur schwer festlegen, mit welchen Mitteln Serrries diese T\u00f6ne generierte, h\u00e4tte man nicht bereits einige Ambient-Drone-H\u00f6rerfahrungen gemacht und eine entsprechende Ahnung. Serries fasst dieses Album als Teil seiner Reihe \u201eStreams Of Consciousness\u201c auf.<br><br>Einer weiteren Reihe geh\u00f6rt \u201eZonal Disturbances III\u201c an. Hier ist die Grundanordnung \u00e4hnlich, also Serries allein mit E-Gitarre und Effektger\u00e4ten, aber das Ergebnis weicht sehr von \u201eInfinite And Unbound\u201c ab. Hier sind die Sounds harscher, noisiger, droniger, rauher, krasser. Und nicht nur das, hier errichtet Serries Untiefen im ohnehin eher unruhigen Fluss, es kratzt, knirscht, schabt, dr\u00f6hnt, bratzt, brummt, und da wird es noch unfassbarer, dass er auch diese Sounds auf der E-Gitarre erzeugte.<br><br>Hier ist die Stimmung aufgew\u00fchlt, aufgekratzt, wie in einer Erwartungshaltung, die sich \u00fcber eine Stunde lang aufbaut und vorsichtshalber doch nicht entl\u00e4dt. Rhythmen gibt es weiterhin keine, es bleibt eine rein atmosph\u00e4rische Erfahrung, nur dass diese Atmosph\u00e4re hier etwas herausfordernder ist. Dennoch bietet auch dieses Album zwischenzeitig Momente der Kontemplation, doch muss man darauf gefasst sein, dass noisigere Sounds diese schon bald unterbrechen. Oder besser: bereichern. Die vier Titel \u201e41PMX9SQ\u201c, \u201eTYJ45MP9\u201c, \u201eYFZ87PRN\u201c und \u201eKLQ89VX6\u201c lassen eher auf abstrakte Electromusik aus dem Hause Warp schlie\u00dfen, doch erf\u00fcllen die \u201eZonal Disturbances\u201c hier allenfalls den Aspekt abstrakt. Serries\u2018 Kunst erringt hier ein Kr\u00f6nchen dadurch, dass er auch diese vergleichsweise unbequemen Tracks grunds\u00e4tzlich harmonisch hinbekommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.01.2026) Wir mussten ja jetzt tats\u00e4chlich mal einige Momente ohne neue Musik des Antwerpener Gitarrenwunders Dirk Serries auskommen, daf\u00fcr tritt er zum Jahreswechsel mit gleich zwei neuen Alben auf den Plan. 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