{"id":8614,"date":"2026-01-08T20:49:38","date_gmt":"2026-01-08T19:49:38","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8614"},"modified":"2026-01-08T20:49:38","modified_gmt":"2026-01-08T19:49:38","slug":"green-eyes-of-darkness-fire-waves-loud-rage-music-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/green-eyes-of-darkness-fire-waves-loud-rage-music-2025\/","title":{"rendered":"Green Eyes Of Darkness \u2013 Fire Waves \u2013 Loud Rage Music 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Green-Eyes-Of-Darkness-Fire-Waves.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Green-Eyes-Of-Darkness-Fire-Waves.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8615\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (08.12.2026)<br><br>\u201eSymphonic Gothic Doom Metal\u201c steht auf der Schublade, in die Green Eyes Of Darkness ihr Deb\u00fct-Album \u201eFire Waves\u201c stecken. Reicht eigentlich schon, weiterskippen. Aber nee: Das Etikett verschweigt den Death Metal, der hier die Oberhand zu gewinnen sucht \u2013 zumindest eingangs. \u00dcber diverse weitere Metal- und andere Spielarten landet die personell offene Band aus Bukarest dann irgendwann doch beim Kitsch \u2013 und am Ende ist man froh, dasselbe erreicht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eDoomsday\u201c lautet der nicht eben einfallsreiche Titel des Openers, da m\u00f6chte man schon wegklicken, aber der Track startet im Death Metal, und schon bleibt man dran. Brutal, aggressiv, m\u00e4chtig kommt der Metal daher, dessen dunkle F\u00e4rbung das Etikett Gothic durchaus rechtfertigt. Auch das folgende Titelst\u00fcck schlie\u00dft sich daran noch an. Tr\u00e4gt das erste St\u00fcck noch weiblicher Gesang, der gottlob nicht die N\u00e4he zu Nightwish sucht, \u00fcbernimmt eine m\u00e4nnliche Stimme den zweiten, klar intoniert, beinahe pastoral. Kommt gut. Zudem bringt die Band zwischenzeitig zwar einige dem Kitsch nahe Elemente aus der genannten Schublade dar, biegt aber stets vor Erreichen des Unertr\u00e4glichen in die richtige Richtung ab. Sobald dann auch mal Growls zu h\u00f6ren sind, ist der Eindruck von Opeth-Progressivit\u00e4t wie beim \u00dcbergang von \u201eWatershed\u201c zu \u201eHeritage\u201c gelungen.<br><br>Fast 80 Minuten lang sind die 13 Tracks insgesamt. Da hat die Band ordentlich Zeit, auch noch in anderen Schubladen zu st\u00f6bern. Und dann beginnt das Album allm\u00e4hlich zu zerbr\u00f6seln. So Shanty-Piraten-Passagen h\u00f6rt man pl\u00f6tzlich, und nicht nur einmal. Der Synthie \u00fcbernimmt viele Anteile. Einmal dominiert tats\u00e4chlich der Doom ganz kurz. Drama-Chants verwirren den Geist. Und da sind wir erst bei Track 5: \u201eTwilight\u201c setzt die erste schwergewichtige Krone auf das Sahnet\u00f6rtchen, mit Walzer-Kitsch, Folk-Fl\u00f6te und Rondo-Veneziano-Streichern.<br><br>\u201eAnd Dark Was The Sight Of The Thinking Man\u201c, behaupten Green Eyes Of Darkness an Stelle 9 und klingen pl\u00f6tzlich nach Moonspell, die ja auch schon den Kitsch im Goth Metal feiern. Au\u00dferdem kommt Mittelalter-Kitsch dazu. Und ein Slap-Bass wie bei Faith No More auf \u201eThe Real Thing\u201c. Und \u2013 Abba, im zweistimmigen Gesang. Irgendwie wow. Bis zum Schluss des Albums folgen noch Bl\u00e4ser, eine Kirchenorgel und ganz am Ende mit \u201ePolyphonic Construction &amp; Fugue In A Minor\u201c ein au\u00dfer Rand und Band geratener Synthesizer. Und immer wieder Kitsch.<br><br>Bei \u201eGreen Eyes Of Darkness\u201c handelt es sich laut KI-Suchergebnis um ein Buch \u00fcber Okkultismus und Hexerei von jemandem namens T.J. Green, in diesem Falle aber um ein Projekt, das Multiinstrumentalist Drago\u0219 Grigorescu vor einiger Zeit ins Leben rief und mit S\u00e4ngerin Georgiana Bogdana Stoian und Bassist C\u0103t\u0103lin Cornel Sc\u00e2nteie 2022 zu einer festen Band formierte. Die sich allerdings f\u00fcr \u201eFire Waves\u201c ordentlich Beistand holte: Alex Igor (Gesang), Claudia Deleanu (Gesang), \u0218tefania Ionescu (Fl\u00f6te und Gesang), Alina Rotaru (Kirchenorgel), Alex Gomez (Schlagzeug), Nunu R\u0103cri\u0219 (Schlagzeug) sowie ungenannte weitere. Da s\u00e4mtliche Beteiligten, allen voran der Bandkopf, bereits seit Jahrzehnten in der rum\u00e4nischen Szene aktiv sind und diverse Bands in ihren Lebensl\u00e4ufen stehen haben, entstand zwar der Gro\u00dfteil des Albums innerhalb der zur\u00fcckliegenden f\u00fcnf Jahre, waren aber einzelne Skizzen bereits in den Neunzigern live zu h\u00f6ren. Krasse Geschichte eigentlich. Na, vielleicht doch nochmal h\u00f6ren, das Album.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.12.2026) \u201eSymphonic Gothic Doom Metal\u201c steht auf der Schublade, in die Green Eyes Of Darkness ihr Deb\u00fct-Album \u201eFire Waves\u201c stecken. Reicht eigentlich schon, weiterskippen. 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