{"id":857,"date":"2014-04-21T15:20:30","date_gmt":"2014-04-21T13:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=857"},"modified":"2014-04-21T15:21:15","modified_gmt":"2014-04-21T13:21:15","slug":"no-hay-banda-deadly-songs-pigslide-records-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/no-hay-banda-deadly-songs-pigslide-records-2014\/","title":{"rendered":"No Hay Banda \u2013 Deadly Songs \u2013 Pigslide Records 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-858\" title=\"No Hay Banda - Deadly Songs\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/No-Hay-Banda-Deadly-Songs.jpg\" alt=\"\" width=\"103\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (21.04.2014)<\/p>\n<p>Die beiden Kopenhagener von No Hay Banda f\u00fcgen dem klassischen Konstrukt Synthie-Duo im Jahre 2014 tats\u00e4chlich eine neue Ebene hinzu. Als erstes haut einen die Stimme von Louise T\u00e6kker um: dunkel, kraftvoll, geradlinig, fordernd \u2013 und erfreulich frei von chartskompatiblem Tralala. Die Musik von Jonas Linnet bedient sich zwar bei den 80ern, kopiert sie aber nicht; weder ist der Synthie dominierend \u2013 Gitarre und andere Instrumente unterf\u00fcttern die Atmosph\u00e4re \u2013, noch ist die Produktion dergestalt auf komprimierte Fettheit angelegt, dass es einem die Ohren zudr\u00fcckt. Vielmehr wei\u00df das Duo filigran zu arrangieren und die Musik nicht zu \u00fcberfrachten: reduziert, aber nicht leer, und es gibt immer etwas zu entdecken. Das vorliegende zweite Album \u201eDeadly Songs\u201c nun ist zudem deutlich weniger tanzorientiert als noch das Deb\u00fct \u201eWow &amp; Flutter\u201c von 2011. Ad\u00e9 CD: Erh\u00e4ltlich ist das halbst\u00fcndige Werk als LP, Download \u2013 und Kassette.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>No Hay Banda, \u201eEs gibt keine Band\u201c, behauptete eine Figur in David Lynchs \u201eMulholland Drive\u201c, alles, was es zu h\u00f6ren gibt, k\u00e4me von einem Tape. Wie passend, dass es das neue Album der vermutlich nach dem Ausruf im Film benannten Band auch als Kassette gibt. Was nun den Namen betrifft, legen mindestens die Sparks ein Veto ein: Auch ein Duo ist eine Band. Und No Hay Banda best\u00e4tigen das h\u00f6chstselbst.<\/p>\n<p>Die 80er tauchen in der Musik nicht als Soundkopie auf, sondern in einzelnen Elementen, mal als Bontempiorgelton, mal als Drumsynthieeffekt. Und auch in der klassischen New-Wave-Attit\u00fcde, die Songs nicht zu \u00fcberfrachten, sondern die Ideen wirken zu lassen, und die Ideen sind gut. Manche Tracks sind sogar eher karg, mal h\u00f6rt man nur ein Piano oder nur ein Cello. Damit \u00fcberraschen die beiden den H\u00f6rer immer wieder und brechen mit den Erwartungen, die man wom\u00f6glich hat. No Hay Banda vermeiden es zudem, in verkaufstr\u00e4chtige Klischeefallen zu tappen; auch, wenn sich T\u00e6kkers Melodien mal in den Himmel schrauben, bleibt sie mit den F\u00fc\u00dfen am Boden und dreht keine schwindelerregenden Spiralen. Angenehm ist in diesem Zusammenhang, dass kein Track ernsthaft nach dem Tanzflur schielt. Nicht nur damit entziehen No Hay Banda ihre Musik eindeutig dem Formatradio. Vielmehr kann und sollte man ihr bewusst zuh\u00f6ren. Und eben nicht nur der Musik: T\u00e6kkers Stimme l\u00e4sst einen einfach nicht los. Von wegen \u201eDeadly Songs\u201c. Heimlicher Hit ist \u00fcbrigens das achtmin\u00fctige \u201eWhispering Condition\u201c, letzter Track des Albums, der im Verlaufe mit Ch\u00f6ren, Gitarren, Opulenz daherkommt.<\/p>\n<p>Abgesehen von der Kassette, ist auch das Vinyl eine Besonderheit: Die LP ist wei\u00df. Schon bei \u201eWow &amp; Flutter\u201c trumpfte das Duo mit einer Designspezialit\u00e4t auf: Ein gefaltetes Poster bildete die H\u00fclle der LP. Sch\u00f6ne Kunst immer, so alles in allem.<\/p>\n<p>Zu bestellen sind die Alben von No Hay Banda <a title=\"No Hay Banda\" href=\"http:\/\/www.nohaybanda.dk\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.04.2014) Die beiden Kopenhagener von No Hay Banda f\u00fcgen dem klassischen Konstrukt Synthie-Duo im Jahre 2014 tats\u00e4chlich eine neue Ebene hinzu. 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