{"id":8470,"date":"2025-11-24T20:58:24","date_gmt":"2025-11-24T19:58:24","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8470"},"modified":"2025-11-24T20:58:24","modified_gmt":"2025-11-24T19:58:24","slug":"oslo-tapes-last-comet-grazil-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/oslo-tapes-last-comet-grazil-records-2025\/","title":{"rendered":"Oslo Tapes \u2013 L\u00e5st Comet \u2013 Grazil Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Oslo-Tapes-Last-Comet.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Oslo-Tapes-Last-Comet.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8471\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (24.11.2025)<br><br>Mit \u201eL\u00e5st Comet\u201c setzt Marco Campitelli sein Projekt Oslo Tapes fort, wieder mit variierter Besetzung, wieder mit Krautrock als angenommener Basis, dieses Mal indes vornehmlich in Richtung Dreampop orientiert, der in der Mitte in der psychedelischen Disco landet. Dieser \u201eeingesperrte Komet\u201c will unbedingt raus, man sp\u00fcrt, dass er sich nur schwer b\u00e4ndigen l\u00e4sst. Loslassen hilft! Dieses Mal bekommt das italienische Projekt \u00fcbrigens wahrhaftig norwegische Unterst\u00fctzung, unter anderem von Motorpsycho-Schlagzeuger H\u00e5kon Gebhardt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Beinahe ergibt die Intensit\u00e4t dieser zehn Songs \u2013 der \u201eJSK Remix\u201c vom \u201ePyramid Shape\u201c ist nicht in allen Versionen von \u201eL\u00e5st Comet\u201c enthalten \u2013 eine Gau\u00dfkurve, sch\u00f6be Campitelli nicht kurz vor Schluss noch einen Ausbruch in den Ablauf ein. Diese Kurve nun startet mit halligem Dreampop, enorm verhuscht, mit dennoch leicht noisy Sounds im Hintergrund. Erst ab dem dritten Song, dem genannten \u201ePyramid Shape\u201c in der regul\u00e4ren Version, steigert sich das Schlagzeug, der Rhythmus wird experimentell, dadurch der gesamte Track hypnotisch, nerv\u00f6s, und endet mit einem genervten \u201eah, fuck!\u201c. Dem Groove ergibt man sich gern, und man stellt fest, dass der eigentlich bereits seit den ersten T\u00f6nen vorliegt.<br><br>Von hier an steigert sich das Album, es bekommt mehr Noise, mehr Psychedelik, mehr Shaker, und in \u201eTribe Telepathy\u201c stellt man pl\u00f6tzlich fest, dass man hier sogar Gesang zu h\u00f6ren bekommt, in diesem Song n\u00e4mlich erstmals etwas klarer, wenn auch nach wie vor zur\u00fcckhaltend, aber nicht mehr zu scheu wie zuvor. Die Stimme geh\u00f6rt Emilie Lium Vordal von der Band Closing Eyes, die hier den Hauptteil des Gesangs liefert. Die Musik dazu unterstreicht, wie sch\u00f6n die Songs auf \u201eL\u00e5st Comet\u201c sind: Die Arrangements sind sehr reichhaltig, dicht, aber nicht \u00fcberfrachtet, und bieten trotz der Soundscapes viel Raum f\u00fcr weitere Elemente, in diesem Falle etwa eine Akustikgitarre und eine Fl\u00f6te.<br><br>Ja, es geht aufw\u00e4rts, und zwar mit \u201eTranspace\u201c in die psychedelische Disco. Dichte Synthies verst\u00e4rken das repetitive Pulsieren, man dreht sich um sich selbst, und dann wird \u201eBizarr\u00e5\u201c sogar nicht intensiver, kraftvoller, es geht ab in die Indie-Disco. An diesem Punkt des Albums h\u00e4tte man mit einer solchen Entwicklung nicht gerechnet. Und weil Campitelli das ahnt, f\u00e4hrt er mit \u201eQuasistar\u201c den Schub zur\u00fcck zum sph\u00e4risch-spacigen Hauchen. Ha, ha: Um direkt danach in den \u201eAstral Path\u201c einzuschwenken, und anstatt das Album so gau\u00dfm\u00e4\u00dfig weiter ausfaden zu lassen, wird es krass, bekommt eine Bratzgitarre und ein Bratzschlagzeug sowie weiblich-m\u00e4nnlichen Duettgesang, der indes gehaucht bleibt. Mit \u201eLazarus Awaking\u201c aber verhuscht das Album endg\u00fcltig.<br><br>Mit diesem Album will Campitelli Esoterik und Europ\u00e4ische Avantgarde kombinieren, schreibt er in der Info. Gottlob funktioniert diese Musik auch ohne Bock auf Eso, obschon ihr etwas Hypnotisches inneliegt, aber das ist ja ansonsten auch einfach so ein typischer Bestandteil des Krautrock, der hier ja als Haupteinfluss herangezogen wird. Mit \u201eL\u00e5st Comet\u201c ist ein \u201eeingesperrter Komet\u201c gemeint, das nur auf Englisch funktionierende phonetische Wortspiel mit dem \u201everlorenen Kometen\u201c k\u00f6nnte man bei Verzicht auf den Ringakzent als \u201eletzten Kometen\u201c auffassen, l\u00e4ge damit aber daneben.<br><br>F\u00fcr dieses Mal stockte Campitelli sein fluides Ensemble auf, nicht nur um den Motorpsycho-Schlagzeuger H\u00e5kon Gebhardt, der hier einen Gastauftritt hat, und S\u00e4ngerin Emilie Lium Vordal. Weitere Mitmusiker sind: Lucio Piccirilli, Emil Nikolaisen, Mauro Spada, Davide Di Virgilio, Lorenzo Di Lorenzo, Matteo Giancristofaro, Andrea Angelucci sowie Kaouenn alias Nicola Amici. \u201eL\u00e5st Comet\u201c ist das f\u00fcnfte Album von \u201eOslo Tapes seit 2013.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.11.2025) Mit \u201eL\u00e5st Comet\u201c setzt Marco Campitelli sein Projekt Oslo Tapes fort, wieder mit variierter Besetzung, wieder mit Krautrock als angenommener Basis, dieses Mal indes vornehmlich in Richtung Dreampop orientiert, der in der Mitte in der psychedelischen &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/oslo-tapes-last-comet-grazil-records-2025\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-8470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8470"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8472,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8470\/revisions\/8472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}