{"id":836,"date":"2014-04-03T16:49:35","date_gmt":"2014-04-03T14:49:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=836"},"modified":"2014-04-03T16:49:35","modified_gmt":"2014-04-03T14:49:35","slug":"die-drei-fragezeichen-phonophobia-live-in-der-vw-halle-in-braunschweig-am-2-april-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/die-drei-fragezeichen-phonophobia-live-in-der-vw-halle-in-braunschweig-am-2-april-2014\/","title":{"rendered":"Die drei Fragezeichen: Phonophobia \u2013 Live in der VW-Halle in Braunschweig am 2. April 2014"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1188.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-837\" title=\"Phonophobia-Publikum\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1188-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1190.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-838\" title=\"Phonophobia-B\u00fchne\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1190-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1193.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-839\" title=\"Phonophobia-Pause\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1193-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1194.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-840\" title=\"Phonophobia-B\u00fchnenabbau\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/IMAG1194-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Von Matthias Bosenick (03.04.2014)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aus \u201eDer Seltsame Wecker \u2013 Live And Ticking\u201c haben sie gelernt: Die vorherige Live-Tour der Drei-Fragezeichen-Sprecher pl\u00e4ttete den Zuschauer mit ihrem Technik-Overkill. Die neue, nunmehr dritte Show \u201ePhonophobia\u201c stellt quasi das Bindegleid zwischen dem Deb\u00fct \u201eMaster Of Chess\u201c und dem Wecker dar: Technik gibt es noch, aber im Mittelpunkt der eigens verfassten (und fast unmerklich d\u00fcnnen) Geschichte stehen die drei Charaktere mit ihren schlagfertigen Dialogen. Man kann fast sagen: Im Rahmen der M\u00f6glichkeiten hat das Team alles richtig gemacht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Darbietung konzentriert sich in der ersten H\u00e4lfte voll auf den Fall, erst in der zweiten H\u00e4lfte wird es mehrschichtig. Justus, Peter und Bob stranden nach einem Hei\u00dfluftballon-Absturz auf einem Plateau nahe Rocky Beach. Dort geraten sie in das obskure Institut einer Herrn Yamada, der syn\u00e4sthetisch veranlagte Musiker f\u00fcr seine Zwecke missbrauchen will: Mit \u201ePhonophobia \u2013 Sinfonie des Grauens\u201c will er an seinem Vater, seinen Kritikern und seinen Sp\u00f6ttern t\u00f6dliche Rache nehmen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die drei Detektive haben dabei weniger zu ermitteln, als Abenteuer zu bestehen. Sie sehen sich mit einer Armbrust-Sch\u00fctzin konfrontiert, fliehen aus einer Schrottpresse und gleiten eine stillgelegte Seilbahn herab. Dazwischen diskutieren sie auf Basis ihrer uralten Charaktere und erzeugen damit unterhaltsame Dialoge und humorvollen Wortwitz. Die ganze Handlung ist auf die Interaktion der drei Fragezeichen ausgelegt. Zwar birgt die Geschichte damit zun\u00e4chst weniger Gags, punktet aber in Sachen Zusammenspiel. Nat\u00fcrlich sind Sequenzen wie \u201emittleres Schieferblau\u201c und der Kuss von Justus an Peter fantastische Schenkelklopfer, aber nicht Zentrum des Ganzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In der ersten H\u00e4lfte ist auch der Nostalgie-Faktor angenehm reduziert. Nur zwei alte Folgen werden genannt: das \u201eBergmonster\u201c \u2013 und Computerstimme \u201eMund\u201c outet sich als ???-Fan, mit einer Einschr\u00e4nkung: \u201e&#8217;Angriff der Computerviren&#8216; war grauenhaft.\u201c Der Fall kommt zwar im Grunde ohne die inwzischen nervigen R\u00e4tseltexte aus, aber nicht ganz: \u201eMund\u201c stellt ihnen ein R\u00e4tsel, mit der selbsterf\u00fcllenden Begr\u00fcndung \u201eWeil ihr die drei Fragezeichen seid\u201c, und gibt ihnen f\u00fcr die L\u00f6sung lediglich eine Minute Zeit.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In der zweiten H\u00e4lfte \u00e4ndert sich der Tenor. Die Story f\u00fchrt die drei Detektive an den Schauplatz ihres in den USA ersten und in Deutschland elften Abenteuers zur\u00fcck: das Gespensterschloss. Als die eigentlichen Jugendlichen einen Verfolger mit dem Stein zerquetschen, insistiert Peter: \u201eBei den drei Fragezeichen gibt es keine Toten\u201c, woraufhin Justus s\u00e4mtliche Folgentitel mit \u201eTod\u201c aufz\u00e4hlt \u2013 es sind nicht wenige. Peters Einwand, \u201ewie soll man denn dabei einschlafen\u201c, bekommt tosenden Applaus. Justus spult das Band zur\u00fcck, der T\u00e4ter kommt milder davon.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Danach begeben sich die Sprecher auf die Meta-Ebene. \u201eWie viele Jahre waren wir nicht mehr hier?\u201c, fragt einer der drei Jungdetektive. Bobs Antwort: \u201e34.\u201c An einer besonders gruseligen Stelle sagt Bob: \u201eDa sitzt&#8217;n Ger\u00e4uschemacher.\u201c In der Echo-Kammer ert\u00f6nen die kindlichen Stimmen aus fr\u00fchen Folgen als Echo. Besonders gelungen ist die Meta-Sache, wenn sie als Teil der Geschichte stattfindet: \u201eWir sind auf einer B\u00fchne\u201c, stellt Justus handlungsbedingt korrekt fest. \u201eUnd da ist noch Publikum.\u201c Auf das geht Bob einmal ein, als er Peter und Justus fragt, was denn im Gespensterschloss das Besondere sei, und jemand Peters Antwort \u201eDie Orgel\u201c vorwegnimmt: \u201eDa hat wer vorgesagt.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstaunlich ist wie immer, dass albernes Herumhampeln immer f\u00fcr die gr\u00f6\u00dften Lacher sorgt. Wie auch beim Vollplaybacktheater, gibt es die gr\u00f6\u00dfte Resonanz, wenn die Akteure zu einem stumpfen Beat tanzen. Auch der uralte Gag mit der Fischaugenkamera ist nicht totzukriegen; da ist das Verhalten der Sprecher aber in der Tat sehr kom\u00f6diantisch. Daf\u00fcr \u00fcberh\u00f6ren viele der 6000 Zuschauer die zugegebenerma\u00dfen sehr subtile Anspielung auf \u201e2001: Odyssee im Weltraum\u201c, als man Computergehirn \u201eMund\u201c herunterfahren will, \u201ebis er nur noch &#8218;H\u00e4nschen klein&#8216; singen kann\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Schluss wirkt sehr \u00fcberkandidelt, ist aber mit Justus&#8216; Ma\u00dfnahme witzig und plausibel. In der Zentrale gibt es anschlie\u00dfend nicht nur Tante Mathildas Kirschmuffins, sondern auch das typische Kreiss\u00e4genger\u00e4usch, live gespielt von J\u00f6rg Klinkenberg. Dessen Ger\u00e4uschemacherqualit\u00e4ten bekommen sogar eigene Passagen, und das mit allergr\u00f6\u00dftem Recht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcbrigens f\u00e4llt gar nicht auf, dass die Folge komplett ohne Erz\u00e4hler auskommt. Im Gegenteil, dadurch hat sie mehr Dynamik. Die Musik kommt zudem nicht vom Band, sondern von einer Band, und Saxophonist Tilman Erhorn stellt sich als geb\u00fcrtiger Braunschweiger heraus. In Sachen Technik trumpft die Show zwar mit einer beweglichen LED-Wand auf, setzt die aber so sp\u00e4rlich ein, dass sie nicht zum Zentrum des Geschehens wird. Sie untermalt, sie lenkt nicht ab. So muss es sein, denn ganz ohne kommt man wohl nicht mehr aus. Gut gel\u00f6st!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Grundidee der Geschichte stammt von Kari Erlhoff, ihr Buch \u201eSinfonie der Angst\u201c ist bereits erh\u00e4ltlich. Regisseur Kai Schwind wandelte die Geschichte f\u00fcr die B\u00fchne etwas ab. Nun ist davon auszugehen, dass Sony die Show bald auf DVD kommerziell ausschlachtet. Macht nix, wird gekauft \u2013 im Gegensatz zum USB-Stick zur Show: Der ist zwar gro\u00dfartigerweise im Stile einer Kassette verpackt, kostet aber 25 Euro.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Phonophobia\u201c ist in Sachen Live-Umsetzung ein Schritt in die richtige Richtung. Als Fan f\u00fchlt man sich belohnt; man schlie\u00dft die drei Fragezeichen nur noch fester ins Herz.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.04.2014) Aus \u201eDer Seltsame Wecker \u2013 Live And Ticking\u201c haben sie gelernt: Die vorherige Live-Tour der Drei-Fragezeichen-Sprecher pl\u00e4ttete den Zuschauer mit ihrem Technik-Overkill. 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