{"id":8357,"date":"2025-10-29T20:03:01","date_gmt":"2025-10-29T19:03:01","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8357"},"modified":"2025-10-29T20:03:01","modified_gmt":"2025-10-29T19:03:01","slug":"afsky-faellesskab-eisenwald-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/afsky-faellesskab-eisenwald-2025\/","title":{"rendered":"Afsky \u2013 F\u00e6llesskab \u2013 Eisenwald 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Afsky-Faellesskab.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Afsky-Faellesskab.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8358\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (29.10.2025)<br><br>\u201eF\u00e6llesskab\u201c, \u201eGemeinschaft\u201c, ist ein eisiger Black-Metal-Brocken, den Ole Luk als Afsky aus Kopenhagen hier vorsetzt. Die Kuscheligkeit, die der postmoderne Atmospheric Black Metal ansonsten so wunderbar vermittelt, tritt hier zugunsten der eher klassischen K\u00e4lte des Genres in den Hintergrund. So ganz ohne kann er indes nicht, und besonders nicht ohne Harmonie und Sch\u00f6nheit: Sein keifendes Wehklagen begleitet ein wundersch\u00f6nes Zusammenspiel der Instrumente. Na, und ansonsten nat\u00fcrlich das kn\u00fcppelnde Get\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Ein freundlicher Schlager er\u00f6ffnet \u201eVekommen til livet\u201c, die vermutlich eher zynische Empfangsbest\u00e4tigung im Dasein. Nach Sekundenbruchteilen springt die gesampelte Platte, das St\u00fcck w\u00fcrgt ab und geht in das \u00fcber, was man eigentlich erwartet: Black Metal. Zun\u00e4chst \u00fcbernimmt Ole das Schlageresk-Schunkelige des Intros und brettert gem\u00fctlich im Dreivierteltakt los, aber das Blatt wendet sich und das hohe Wehklagen bekommt ein aggressiveres Bett. L\u00e4sst man \u00fcbrigens das Sample durch die Online-Liedersuche laufen, bekommt man ausschlie\u00dflich Afsky als Ergebnis.<br><br>Der Dreivierteltakt zieht sich durch alle sechs Tracks dieses dreiviertelst\u00fcndigen Albums, immer wieder tritt er in den St\u00fccken in Erscheinung. Doch nicht ausschlie\u00dflich, Ole hat viel mehr im K\u00f6cher: Seinen kalten Black Metal klassischer Art spielt er zwar zuvorderst in h\u00f6heren Tonlagen, doch kann seine Gitarre auch tiefer, und das setzt er fragmentarisch inmitten der Gewitterst\u00fcrme ein. Da tritt dann das Atmosph\u00e4rische zutage, das als Etikett auf der Genrebezeichnung klebt. Bis auf das Schlagzeug, das er wechselnd Martin Haumann und Simon Sonne Andersen \u00fcberl\u00e4sst, spielt er alles selbst, und es fordert Respekt ein, wie gut das Zusammenspiel von Gitarre, Bass, Schlagzeug hier erscheint, wie virtuos jedes Instrument auftritt, wie die Schlagzeuger sich selbst inmitten der Blastbeats noch Zeit daf\u00fcr nehmen, munter auf den Hihats zu klimpern, wie sie miteinander inmitten der K\u00e4lte auch Melodien, Harmonien und Sch\u00f6nheit erzeugen.<br><br>\u201eDen der ingenting ved tvivler aldrig\u201c, \u201eWer nichts wei\u00df, bezweifelt nichts\u201c, mithin also \u201eSelig sind die geistig Armen\u201c, nimmt die Gemengelage auf, und so atmosph\u00e4rische Momente gibt es immer wieder in den Songs, zumeist jedoch nur kurz, etwa die warme Gitarre mit Regen in \u201eNatmaskinen\u201c, \u201eDie Nachtmaschine\u201c, die kurze Riffpassage in \u201eArveskam\u201c, \u201eErbscham\u201c, das zum Ende sch\u00f6n warm auschillt, oder \u201eFlaggelaternes Sang\u201c, \u201eDas Lied der Fahnenlaternen\u201c, das mit Hells Bells startet und sowieso eine wechselhafte Struktur hat, in der atmosph\u00e4rische Sequenzen mit einer Solo-Gitarre, die Ole entr\u00fcckt vor sich hin spielt, und Gebretter einander abl\u00f6sen. So richtig durchgehend atmosph\u00e4risch ist dann der letzte Song \u201eSvanesang\u201c, bei dem es sich hoffentlich nicht um einen solchen handelt. Dieses St\u00fcck endet dann sogar mit einem spacigen Synthie und Regen, ganz unerwartet und doch passend.<br><br>Dem wahlweise bunten oder gar marmorierten Vinyl liegt ein Download-K\u00e4rtchen bei sowie ein Poster und, wie bei Afsky gewohnt, ein illustriertes Textheft. \u201eF\u00e6llesskab\u201c ist Afskys viertes Studioalbum, erg\u00e4nzt um eine Deb\u00fct-EP und eine kurze Akustik-LP. Die Auftakt-EP erschien vor zehn Jahren, damit feiert Ole den runden Geburtstag dieses Solo-Projektes. Dieses hob er nach dem zweiten Album seiner fr\u00fcheren Hauptband Solbrud aus der Taufe, au\u00dferdem k\u00fcrzlich noch zus\u00e4tzlich noch die Mittelalter-Black-Metal-Band Heltekvad.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (29.10.2025) \u201eF\u00e6llesskab\u201c, \u201eGemeinschaft\u201c, ist ein eisiger Black-Metal-Brocken, den Ole Luk als Afsky aus Kopenhagen hier vorsetzt. 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