{"id":8258,"date":"2025-10-02T20:21:46","date_gmt":"2025-10-02T18:21:46","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8258"},"modified":"2025-10-02T20:21:46","modified_gmt":"2025-10-02T18:21:46","slug":"the-frenz-experiment-anxious-composed-glorious-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-frenz-experiment-anxious-composed-glorious-records-2025\/","title":{"rendered":"The Frenz Experiment \u2013 Anxious\/Composed \u2013 Glorious Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/The-Frenz-Experiment-Anxious-Composed.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/The-Frenz-Experiment-Anxious-Composed.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8259\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (02.10.2025)<br><br>The Frenz Experiment ist das angenommene Ein-Personen-Projekt von Frank Trimager Andersen aus \u00c5rhus, der auf seinem Deb\u00fct \u201eAnxious\/Composed\u201c komplett im Downbeat gehaltene und reichlich abgedunkelte hypnotische Instrumentaltracks zusammentr\u00e4gt. Und wie es sich f\u00fcr Musik geh\u00f6rt, die im Projektnamen einen Bezug zu The Fall herstellt: repetition, repetition, repetition. Ankl\u00e4nge an Wave und Gothic spielen hier ebenso mit hinein wie psychedelische Elemente.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Alle acht St\u00fccke dieses Albums schleppen sich heruntergebremst und eher d\u00fcster voran, es gibt in Sachen Tempo keinen Ausrei\u00dfer. Dennoch wei\u00df Trimager Andersen jeden Track mit einer anderen Herangehensweise individuell auszugestalten, sowohl in der Intensit\u00e4t als auch in der instrumentalen Grundausstattung. Damit f\u00e4llt es auch schwer, diesem Album \u00fcberhaupt eine Schublade zuzuweisen, und das spricht f\u00fcr die Musik. Was die Tracks au\u00dfer dem Tempo und der Dunkelheit eint, ist das, was der D\u00e4ne bei The Fall mitnimmt: repetitive Muster, die sich beinahe unauff\u00e4llig unter die Musik mogeln.<br><br>Mit einem deepen Bass beginnt das Album, \u201eHollow\u201c legt mit elektronisch erzeugten Drums zur Schrammelgitarre und zu spooky weiblichem Gesang eine falsche F\u00e4hrte aus, denn \u201eTomorrow\u201c hat schon wieder eine andere Ausrichtung: Die Beats fehlen, das Schlagzeug klackert eher vor sich hin, verspielte Achtziger-Synthie-Effekte begleiten die Drone-Gitarre und das m\u00e4nnliche Fl\u00fcstern. Hier tritt erstmals die Neigung zu Gothic und Wave deutlicher zutage.<br><br>Wieder anders ist dann \u201ePrecious\u201c mit der Kirchenorgel, den fetten organischen Schlagzeugsounds und dem Offbeat zur Bratzgitarre. Dieser Track belegt erstmals, dass Trimager Andersen auch im Downbeat grooven kann. F\u00fcr \u201eMona Lisa\u201c indes verf\u00e4llt er in den Ambient und addiert einen wavigen Bass und ein reduziertes percussives Schlagzeug ohne Beats. Eine Deep-Purple-Orgel schmei\u00dft er f\u00fcr \u201eAway\u201c an, in dem mit weiblicher Stimme vorgetragene kryptische Ges\u00e4nge Fragen aufwerfen und einmal kurz ein Flanger auf der Gitarre liegt.<br><br>Deep Purple also, und an der Stelle bemerkt man, dass man im Verlaufe des Albums h\u00e4ufiger den Gedanken an Assoziationen hat, irgendetwas, das einem bekannt vorkommt, das man aber nicht greifen kann, weil man es aus einem v\u00f6llig anderen Kontext kennt. Nun, The Cure als Vergleich dr\u00e4ngt sich indes bei den zusammenh\u00e4ngenden St\u00fccken \u201eNo Man\u2019s Land\u201c und \u201eA Silent Day\u201c auf: Ersterer ist ein warmer Waverock, abermals mit Frauenstimme, der zusehends an percussiven Elementen gewinnt, Shaker, Handclaps, und erneut einen unerwarteten Groove entwickelt. Das zweite St\u00fcck f\u00e4hrt die Wucht herunter und verweist karg auf die deprimierende Seite von The Cure. Im abschlie\u00dfenden Titelst\u00fcck reaktiviert Trimager Andersen die Deep-Purple-Orgel und die Gitarre und entl\u00e4sst die H\u00f6rerschaft in wohliger Hoffnungslosigkeit.<br><br>Eigentlich scheint Frank Trimager Andersen aus \u00c5rhus sein Projekt The Frenz Experiment anonym betreiben zu wollen, doch verr\u00e4t Discogs seine Urheberschaft. Dort ist zudem vermerkt, dass er Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger, seinerzeit noch unverheiratet als Frank Andersen, bei der Rockband Corps Diplomatique mitspielte, also nicht der Coldwave-Band aus Marseille. Die d\u00e4nische Band war seinerzeit aus der Punkband Funerals hervorgegangen, in die sie anschlie\u00dfend auch wieder \u00fcberging, jetzt unter Andersens Beteiligung. Hernach ist noch die Band Warehouse aufgef\u00fchrt, zu der sich indes nichts finden l\u00e4sst. Ebenso wenig gibt er preis, wer an der Entstehung von \u201eAnxious\/Composed\u201c noch beteiligt war. Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Fortsetzung scheint er indes zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (02.10.2025) The Frenz Experiment ist das angenommene Ein-Personen-Projekt von Frank Trimager Andersen aus \u00c5rhus, der auf seinem Deb\u00fct \u201eAnxious\/Composed\u201c komplett im Downbeat gehaltene und reichlich abgedunkelte hypnotische Instrumentaltracks zusammentr\u00e4gt. 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