{"id":8243,"date":"2025-09-29T21:14:23","date_gmt":"2025-09-29T19:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8243"},"modified":"2025-09-29T21:14:23","modified_gmt":"2025-09-29T19:14:23","slug":"yodok-iii-nidarsdomen-live-at-olavsfest-2023-consouling-sounds-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yodok-iii-nidarsdomen-live-at-olavsfest-2023-consouling-sounds-2025\/","title":{"rendered":"Yodok III \u2013 Nidarsdomen: Live At Olavsfest 2023 \u2013 Consouling Sounds 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Yodok-III-Nidarosdomen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Yodok-III-Nidarosdomen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8244\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (30.09.2025)<br><br>Mit Blechblasinstrumenten, E-Gitarre und Schlagzeug Avantgarde machen? Das kann Yodok III, das Schwedisch-Norwegisch-Belgische Experimental-Trio, bestehend aus Dirk Serries, Tomas J\u00e4rmyr und Kristoffer Lo. Vor zwei Jahren bespielten sie die Trondheimer Kathedrale Nidarsdomen und nutzten den Ort gleich mal daf\u00fcr, eine Organistin zu Wort kommen zu lassen. Der einst\u00fcndige Mitschnitt reicht vom \u00c4therischen bis zum Pand\u00e4monium und beeindruckt schon akustisch so sehr, wie es der Optik des Domes entspricht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Der Auftritt startet verdienterma\u00dfen mit einem Applaus \u2013 und dann mit Stille, in die sich ganz \u00fcberraschend eine Stimme mogelt, mit Ges\u00e4ngen, die wirken, als wolle jemand en Hallraum des Nidarsdomen zu Trondheim austesten, bevor die Musiker so richtig loslegen. Das Instrumentarium, das sich wie unbemerkt dazugesellt, macht aus dem Gesang etwas Sirenenhaftes, wie Walges\u00e4nge, ganz still und vertr\u00e4umt, zu einem geigen\u00e4hnlichen Sound, der den Hintergrund dezent beleuchtet, wie der Score zu einem melancholischen, anspruchsvollen Film oder wie die entr\u00fcckten alten Sachen von Sigur R\u00f3s.<br><br>Nach einer ganzen langen Weile erst ist ein Blasinstrument zu h\u00f6ren, also das, wof\u00fcr die H\u00e4lfte des Duos Yodok bekannt ist. Das Instrument verleiht dem eher klassischen Sound etwas latent Jazziges, indem es die Soundscapes zun\u00e4chst begleitet und dann auch immer mal abweichend, aber einf\u00fchlsam erg\u00e4nzt. Die zweite H\u00e4lfte des Duos Yodok darf im Hintergrund schon mal ihr Schlagzeug antasten, und sp\u00e4testens, sobald man dies wahrnimmt, wird einem klar, dass das fehlende Drittel des Trios Yodok III l\u00e4ngst zu h\u00f6ren ist: Das muss eine E-Gitarre sein, die da die ganze Zeit wellenf\u00f6rmig die atmosph\u00e4rischen hohen T\u00f6ne generiert.<br><br>Jetzt, da alle drei zu h\u00f6ren sind, darf die jeweilige Intensit\u00e4t auch mal steigen, also das Schlagzeug den freien Jazz mehr ausleben oder die Soundscapes anschwellen, und alles wieder davongeben, die Ruhe zur\u00fcckkehren lassen. Und wenn das Duo Yodok schon zu dritt sein kann, dann ist beim Trio Yodok III auch Platz f\u00fcr eine vierte Person: Nach gut drei F\u00fcnfteln des Konzertes nutzen die Musizierenden den Auftrittsort und dessen Interieur und f\u00fcgen die Kirchenorgel dem Sound hinzu. Erst so z\u00f6gerlich und zaghaft, wie bei allen Instrumenten die Einf\u00fchrung ausfiel, dann legen alle zu, jedes f\u00fcr sich, nacheinander wie miteinander, das Schlagzeug wird mal wuchtig, das Blasinstrument laut und bestimmend, die Orgel deutlich vernehmbar, lediglich die Gitarre verweilt im Hintergrund. Bis sich alle in ein wahres Pand\u00e4monium hineinsteigern, und das in einer Kirche. Nur, damit dann alles in eine Art entspannten Sakral-Freejazz \u00fcbergeht. Und ernsthaft: Kurz vor Ende l\u00e4uten die Kirchenglocken das n\u00e4chste, abschlie\u00dfende Pand\u00e4monium ein.<br><br>Bei Yodok III handelt es sich um die Erweiterung von Yodok um eins. Yodok sind Kristoffer Lo und Tomas J\u00e4rmyr, ersterer hier mit Tuba und Flugabone, einer Variante der Posaune, beides modifiziert, zweiterer mit dem Schlagzeug. Sobald Gitarrist Dirk Serries hinzutritt, was seit 2012 immer wieder vorkommt, nennen sie sich Yodok III (und sobald der Schlagzeuger den Raum verl\u00e4sst, hei\u00dfen sie The Void Of Expansion). Als viertes setzte sich bei diesem Auftritt Petra Bj\u00f8rkhaug an die Kirchenorgel. Dieser Auftritt nun fand vor zwei Jahren im Rahmen des Olavsfestes in Trondheim im Nidarosdomen statt, einer gigantischen Kathedrale, die sicherlich eine eindrucksvolle Kulisse f\u00fcr dieses eindrucksvolle Konzert bot.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (30.09.2025) Mit Blechblasinstrumenten, E-Gitarre und Schlagzeug Avantgarde machen? Das kann Yodok III, das Schwedisch-Norwegisch-Belgische Experimental-Trio, bestehend aus Dirk Serries, Tomas J\u00e4rmyr und Kristoffer Lo. 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