{"id":8229,"date":"2025-09-24T20:59:13","date_gmt":"2025-09-24T18:59:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8229"},"modified":"2025-09-24T20:59:13","modified_gmt":"2025-09-24T18:59:13","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-10\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (24.09.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung. Denn schlechte Filme = Zeitklau.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Heavier Trip<\/strong>\u201c ist die Fortsetzung von \u201eHeavy Trip\u201c von 2018. In diesem ging es um die finnische Death-Metal-Band Impaled Rectum und ihrem Trip zu einem norwegischen Metal-Festival. Und nein, den habe ich nicht gesehen. H\u00e4tte ich aber tun sollen, denn die Fortsetzung von 2024 setzt einiges an Vorwissen voraus. Und so verstand ich einige Gags nicht in diesem Film, in dem sich besagte Band auf den Weg macht, in Wacken zu spielen. Roadtrips mit Bands sind ja ein ganz eigenes Filmgenre und die besten sind die, in denen Gags f\u00fcr Musiker und solche f\u00fcr Nichtmusiker in ausgewogener Mischung koexistieren. \u201eHeavier Trip\u201c hat zu wenig f\u00fcr Musiker und auch das Timing ist nicht gut. Fazit: Eine nicht wirklich gelungene Fortsetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Habe ich in dieser Kolumne schon mal erw\u00e4hnt, da\u00df ich ganz gerne mal einen Kriegsfilm schaue? Und da\u00df ich K. Winslet f\u00fcr eine gute Schauspielerin halte? Und auch Biopics gegen\u00fcber nicht abgeneigt bin? Tja, dann habe ich mich jetzt geoutet. \u201e<strong>Die <\/strong><strong>F<\/strong><strong>otografin<\/strong>\u201c vereint alles drei, war daher von mir mit Spannung erwartet \u2013 und hat mich nicht entt\u00e4uscht. Winslet spielt Lee Miller, die das amerikanische Milit\u00e4r auf seinem Weg der Befreiung Nazideutschlands in den letzten Kriegsmonaten 1945 als Fotografin im Auftrag der \u201eVogue\u201c begleitet. Dabei mu\u00df sie sich unsagbarem Grauen stellen, als die US Army die KZ Buchenwald und Dachau befreit. Nervenstark schie\u00dft sie mit die ersten Bilder aus deutschen Vernichtungslagern, die die Welt\u00f6ffentlichkeit zu sehen bekommt. Auf ihrem weiteren Weg ger\u00e4t Miller\/Winslet wiederholt unter Beschuss, weil sie direkt an die Front geht. Schlie\u00dflich gelingt ihr der Coup: Die Amis haben in M\u00fcnchen Hitlers Stadtvilla besetzt und Lee Miller ist die blonde Frau, die sich in des F\u00fchrers Badewanne ablichten l\u00e4sst, ein Jahrhundertbild. Dieser Film beeindruckt auf mehreren Ebenen, filmisch, dramaturgisch und darstellerisch. Ein gro\u00dfes Werk mit einer gro\u00dfen Schauspielerin. Absolute Empfehlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wirklich ganz, ganz anderes Thema behandelt \u201e<strong>Red Rooms<\/strong>\u201c (F 2023). Eine junge Frau arbeitet als Model, nebenbei zockt sie online beim Poker \u2013 und wird Groupie eines Serienm\u00f6rders. Dieser ist gl\u00fccklicherweise schon gefa\u00dft und steht vor Gericht. Die Protagonistin \u201ebesucht\u201c ihn an jedem Verhandlungstag. Au\u00dferdem spielen Videos, die der M\u00f6rder von den Morden gedreht hat, eine wichtige Rolle. Mehr m\u00f6chte ich gar nicht verraten, denn \u201eRed Rooms\u201c ist eine weitere Empfehlung, jedenfalls f\u00fcr alle, die auf verst\u00f6rende Psychothriller stehen, und wer tut das nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der n\u00e4chste Film stellt eine Frau in den Mittelpunkt. Naja, \u201eFrau\u201c. Die Hauptfigur in \u201e<strong>Companion<\/strong>\u201c ist ein weiblicher Android. Im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen ist hier die Maschine nicht die Bedrohung, sondern das Opfer. Und zwar das eines ausgekl\u00fcgelten Komplotts ihres Freundes. Auch hier kann ich nicht mehr verraten, ohne das Vergn\u00fcgen zu schm\u00e4lern. \u201eCompanion\u201c ist eine ziemlich abgedrehte schwarze Sci-Fi-Kom\u00f6die mit zwar nicht sehr bekannten, daf\u00fcr aber ziemlich guten jungen Schauspielern und -innen, die dann wohl demn\u00e4chst die n\u00e4chsten Topstars von Tinseltown werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, Zeit f\u00fcr eine Warnung. Eine Sturmwarnung. Allerdings nur f\u00fcr alle, die \u201eTwister\u201c von 1996 nicht nur vom H\u00f6rensagen kennen. \u201e<strong>Twisters<\/strong>\u201c von 2024 ist praktisch nochmal das Gleiche. Also Tornados, deren J\u00e4ger, Warnungen, die in den Wind geschrieben werden (der musste sein), umherfliegende Sachen, Zerst\u00f6rung, Freundschaft, Feindschaft usw. usf. Kann man gucken, mu\u00df man aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Genausowenig wie \u201e<strong>Riff Raff<\/strong>\u201c (2024) bzw. sollte dieser noch viel weniger angeschaut werden, denn er ist \u00e4rgerlich. Angepriesen als schwarze Kom\u00f6die mit Gangstern, ist dieses Machwerk ein Nichts. Nicht lustig, nicht spannend, nichts. Hin und wieder ist er \u00e4u\u00dferst ordin\u00e4r, was dann wohl lustig sein soll. F\u00fcr \u201eRiff Raff\u201c gilt das, was ich letztens \u00fcber \u201eGreedy People\u201c geschrieben habe, n\u00e4mlich, da\u00df sich die Wahrnehmung \u00fcber schwarze Kom\u00f6dien m\u00f6glicherweise ge\u00e4ndert hat, nat\u00fcrlich nicht zum Besseren. Dieser Film weist in die gleiche Richtung. Schlimm.<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Beobachtungschronologie sind wir jetzt im Sommer angekommen. Da dieser in diesem Jahr zum Gl\u00fcck \u00fcberwiegend nicht besonders hei\u00df war, konnte man ihn auch mal mit einem dreieinhalbst\u00fcndigem Werk verbringen. Gemeint ist nat\u00fcrlich \u201e<strong>Der Brutalist<\/strong>\u201c mit A. Brody, F. Jones und G. Pearce in den Hauptrollen. Um es vorweg zu nehmen: Mir hat dieser Film sehr gut gefallen. Die vielen schlechten Kritiken, die er bekommen hat, stammen vermutlich von jungen Leuten bzw. Menschen, f\u00fcr die es die schlimmste Folter sein mu\u00df, sich dreieinhalb Stunden lang auf eine, und nur eine Geschichte zu konzentrieren. Wer das kann, wird belohnt. Belohnt mit einer ungew\u00f6hnlichen Story um einen Architekten, der etwas wirklich Gro\u00dfes erschaffen soll und der aufgrund seiner Biographie seine dunklen Seiten hat. Nat\u00fcrlich nimmt der Film sich Zeit, um das zu erz\u00e4hlen. Langweilig wird er dabei aber niemals, weder inhaltlich noch visuell. Dazu sind auch die Mitwirkenden viel zu gut. Empfohlen f\u00fcr Leute mit Aufmerksamkeitsspanne.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Rubrik \u201ewieder gesehen \u2013 gern gesehen\u201c stammt \u201e<strong>The <\/strong><strong>M<\/strong><strong>any Saints <\/strong><strong>O<\/strong><strong>f Newark<\/strong>\u201c. Dieser Spielfilm von 2021 erz\u00e4hlt die Vorgeschichte zu den \u201eSopranos\u201c, dieser legend\u00e4ren TV-Serie um einen Mafiaboss aus New Jersey. Diese Serie ist absolutes Pflichtprogramm, ein must see. Der Spielfilm setzt ca. 30 Jahre vorher ein; hier sieht man den jungen Tony Soprano, der gerade damit anf\u00e4ngt, kriminell zu werden. Gespielt wird er von dem echten Sohn des 2007 verstorbenen James Gandolfini, dem Hauptdarsteller der Serie. Es ist ganz klar und einfach: Wer die Sopranos nicht komplett gesehen hat, kann mit diesem Film nicht viel anfangen. Wer sich allerdings auskennt, bekommt hier viele kleine Geschenke. F\u00fcr Fans.<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, soviel f\u00fcr heute! In der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um eine ziemlich mi\u00dflungene Kapitalismuskritik aus Deutschland. Und jetzt raus aus dem Internet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (24.09.2025) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung. 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