{"id":8180,"date":"2025-09-12T13:38:08","date_gmt":"2025-09-12T11:38:08","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8180"},"modified":"2025-09-12T13:38:08","modified_gmt":"2025-09-12T11:38:08","slug":"bingo-crowd-manners-crispin-glover-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/bingo-crowd-manners-crispin-glover-records-2025\/","title":{"rendered":"Bingo Crowd \u2013 Manners \u2013 Crispin Glover Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Bingo-Crowd-Manners.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Bingo-Crowd-Manners.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8181\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (12.09.2025)<br><br>Kuriose Band: Drei Leute aus Sn\u00e5sa in Norwegens Einsamkeit, die das musikalische Equipment der Achtziger irgendwo im Wald verstecken, es gelegentlich herausholen und dunkle Synthiepopperlen mit etwas dronigem Gitarrenbeitrag generieren. Das Album \u201eManners\u201c l\u00e4sst sich sowohl in den Wave-Goth- als auch in den Pop-Kontext angenehm einbinden. Laut Info ist es das zweite Album nach dem vor 17 Jahren ver\u00f6ffentlichten \u201eSinecure\u201c, seinerzeit noch unter dem Namen Bitch Cassidy herausgebracht. W\u00e4lder und Norwegen, da gibt\u2019s doch eher den Black Metal, oder? Bingo Crowd: \u201eJa.\u201c<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Auch wenn der Klang der Achtziger hier omnipr\u00e4sent ist, wissen die drei Musiker doch die Ger\u00e4tschaften zu portionieren. Zudem tragen die Songs lediglich einen Achtziger-Anschein, wenn man genauer hinh\u00f6rt, denn die Art der Strukturierung, Produktion und Komposition gab es so vor 40 Jahren noch nicht, da dringen modernere Einfl\u00fcsse ein. Auch solche, die es vor, sagen wir, 20 Jahren in die Charts schafften, wie Interpol oder die Editors. Dazu passt auch der klare, dunkle Gesang, der stets unaufgeregt die Sounds begleitet und deren dunkle Ernsthaftigkeit unterstreicht.<br><br>Ja, den Geist der Achtziger kann man auf \u201eManners\u201c nicht verleugnen. Vornehmlich sind die zehn Songs synthielastig, doch hat das Trio auch eine E-Gitarre in der Holzh\u00fctte zu stehen und setzt sie wohldosiert ein. \u201eVoloop\u201c etwa hat ein angenehm noisiges Outro, nachdem die in den orgel\u00e4hnlichen Sound eingebetteten Gitarren dem St\u00fcck W\u00e4rme verliehen. Das Beatlose \u201eLitjatalj\u201c bekommt im Verlauf einen sch\u00f6nen Drone, \u201ePyramide\u201c setzt ganz auf entr\u00fcckte Reflexion. Und es gibt \u201ePortamento Mori\u201c zum Schluss, das mit einem Black-Metal-Einspieler \u00fcberrascht \u2013 eine gelungene Pointe.<br><br>\u00c0 propos Beats: Bisweilen stechen moderne, leicht technoid gehaltene Drums aus dem Achtziger-Bild heraus, was dem Gesamteindruck zutr\u00e4glich ist. Andererseits setzen Bingo Crowd in \u201eNature Guy\u201c explizite Fr\u00fch-Achtziger-Drumsounds ein, ebenso im genannten \u201ePortamento Mori\u201c, das auch mit den Synthiefl\u00e4chen und -sounds an die Musik von vor 40 Jahren erinnert. W\u00e4re da nicht der grandiose Refrain.<br><br>Der offenbar auf die Vergangenheit des Trios zur\u00fcckgreift, denn das gr\u00fcndete sich offenbar als Rockband, sagt die Info. Andreas Kjerkol Elvenes (auch bei NSB), Svein Segtnan und Eivind Br\u00f8nstad sind diese drei Musiker, das 2008 ver\u00f6ffentlichte Deb\u00fct \u201eSinecure\u201c muss offenbar noch in h\u00e4rterer Musik kombiniert mit EBM verhaftet gewesen sein. Die drei gr\u00fcndeten die Band als Bitch Cassidy, die Umbenennung in Bingo Crowd mag noch nicht allzulang zur\u00fcckliegen \u2013 auf Discogs ist auch \u201eManners\u201c noch unter dem alten Namen aufgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (12.09.2025) Kuriose Band: Drei Leute aus Sn\u00e5sa in Norwegens Einsamkeit, die das musikalische Equipment der Achtziger irgendwo im Wald verstecken, es gelegentlich herausholen und dunkle Synthiepopperlen mit etwas dronigem Gitarrenbeitrag generieren. 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