{"id":8065,"date":"2025-08-05T22:24:00","date_gmt":"2025-08-05T20:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8065"},"modified":"2025-08-05T22:24:00","modified_gmt":"2025-08-05T20:24:00","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-9\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (05.08.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung. Und siehe da, seit der letzten Kolumne sind f\u00fcnf Monate vergangen und es hat sich einiges angesammelt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Noch fr\u00fch im Jahr, im Januar (hey, das reimt sich!) war ich im <strong>\u201eHaus der L\u00fcgen\u201c<\/strong> (F 2022) und beobachtete, wie eine Frau in finanziellen Schwierigkeiten sich als die uneheliche Tochter eines reichen Immobilienhaies ausgab (oder ist sie es wirklich?), um an Geld zu kommen. Dabei mu\u00df sie versuchen, mit der dysfunktionalen Familie des Reichen klarzukommen. Da dies alles wendungsreich inszeniert ist, kann ich \u201eHaus der L\u00fcgen\u201c fast empfehlen. Fast deswegen, weil zwei Zutaten nicht in ausreichender Menge vorhanden waren: Bissigkeit und Tempo. Wenn es um das Verarschen von Reichen geht, darf es m.E. gar nicht b\u00f6se genug sein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Maxxxine\u201c <\/strong>von 2024 ist der letzte Teil der sog. \u201eX-Trilogie\u201c des Drehbuchautors und Regisseurs T. West. Ihm gingen \u201eX\u201c und \u201ePearl\u201c voraus, wobei \u201ePearl\u201c die Vorgeschichte zu \u201eX\u201c erz\u00e4hlt. In allen drei Teilen stehen M. Goth und ihre Versuche, unbedingt ein Star zu werden, im Mittelpunkt. \u201eMaxxxine\u201c nun spielt in den 80ern und die Titelheldin versucht, ein gro\u00dfer Name im Pornogesch\u00e4ft zu werden. Erfahrungen in der Branche sammelte sie ja schon im ersten Teil. Gleichzeitig meuchelt ein Serienkiller mehrere junge Starlets in Hollywood, viele Kolleginnen von Maxxxine haben Angst, au\u00dferdem ist noch ein mysteri\u00f6ser Privatdetektiv hinter ihr her. Ein Kritiker schrieb dar\u00fcber: \u201eSex, Drogen und Gewalt durchdringen diese Scheinwelt, die Ti West in ihrer ganzen anr\u00fcchigen, faszinierenden Schmierigkeit auf die Leinwand bringt.\u201c Dem kann ich nur zustimmen und empfehle, die X-Trilogie von Anfang bis Ende durchzuschauen. Vielleicht nicht gerade an einem Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter geht\u2019s mit Horror! (Ja, ich gebe zu, da\u00df Romcoms nicht meine Lieblingsfilme sind!) <strong>\u201e<\/strong><strong>Smile 2\u201c<\/strong> (2024) schafft mal etwas ganz Seltenes in der Welt der Sequels: Er ist tats\u00e4chlich noch etwas besser als sein schon gar nicht mal schlechter Vorg\u00e4nger von 2022. Der zweite Teil setzt nur wenige Stunden nach den Geschehnissen des ersten ein, weshalb man dessen Ende noch gut im Ged\u00e4chtnis haben sollte. \u201eSmile 2\u201c f\u00fchrt uns \u2013 wie schon \u201eMaxxxine\u201c \u2013 in eine Schein- und Glitzerwelt, diesmal in die der Pop-Superstars. Gezeigt wird das Leben der S\u00e4ngerin Skye Riley kurz vor Beginn einer Welttournee, und dies durchaus realistisch, mit mehr Schatten- als Sonnenseiten. Besagte S\u00e4ngerin nun erlebt mehr und mehr bizarre (und verst\u00f6rende) Ereignisse, die von den Menschen um sie herum ausgehen. Zu sehr ins Detail m\u00f6chte ich gar nicht gehen, nur so viel: Viele Wendungen sah ich nicht kommen, und ich sah schon einiges. Dazu kommt, da\u00df die mir bis dahin unbekannte Hauptdarstellerin N. Scott (\u201eAladdin\u201c, \u201ePower Rangers\u201c) eine sensationelle Leistung liefert, Respekt! \u201eSmile 2\u201c: Eine Empfehlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht so <strong>\u201eRaus aus dem Haus\u201c<\/strong>, was uns als \u201eschrullige Kom\u00f6die\u201c verkauft wird. Anhand der Besetzung \u2013 P. Dinklage, S. Maclaine \u2013 dachte ich, da\u00df das sogar funktionieren k\u00f6nnte. Die Handlung vereint die beiden unter einem Dach, jedoch unter irrigen Annahmen beiderseits. Der Film startet sogar ganz vielversprechend mit einigen b\u00f6sen Dialogen und recht lustigen Slapstickszenen, verflacht dann aber zusehends und kriecht dann auf ein langweiliges und nichtssagendes Ende zu. Nur f\u00fcr Die-hard-Fans der beiden Hauptdarsteller.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch keine Kom\u00f6die, und schon gar keine schwarze, war <strong>\u201eGreedy People\u201c<\/strong> (2024). Zwei US-Provinzbullen kommen pl\u00f6tzlich und unerwartet zu viel Geld \u2013 und einer Leiche. Desweiteren spielen ein Auftragskiller, sein Auftraggeber und weitere zwielichtige Gestalten ihre Rollen. Das k\u00f6nnte tats\u00e4chlich lustig werden, wenn, ja wenn die richtigen Leute das Drehbuch schreiben. Hier taten es die falschen. Oder aber, und das kann tats\u00e4chlich auch sein, die Definition von \u201eschwarzer Kom\u00f6die\u201c hat sich in den letzten Jahren komplett ver\u00e4ndert und jetzt gilt es als lustig, wenn Unbeteiligte v\u00f6llig unmotiviert und ohne Sinn erschossen werden und dramatische Momente ein Joke sind. Diese \u201eGreedy People\u201c waren einfach nur \u00e4rgerlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt zu etwas v\u00f6llig anderem: Schon etwas \u00e4lter, n\u00e4mlich von 2018, ist die Serie <strong>\u201eStrangers\u201c<\/strong>. J. Simm, bekannt aus \u201eLife On Mars\u201c, spielt hier einen Professor, dessen Frau bei einem Unfall in Hongkong, wo sie \u00f6fters beruflich zu tun hatte, ums Leben kommt. Als er hinfliegt, um die Formalit\u00e4ten zu erledigen und die Leiche nach England zu \u00fcberf\u00fchren, wird er mit der Tatsache konfrontiert, da\u00df seine Frau in Hongkong ebenfalls verheiratet war und mit ihrem dortigen Mann zusammen eine Tochter hatte. Zudem war sie anscheinend in unseri\u00f6se Gesch\u00e4fte verwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doppelidentit\u00e4ten sind jetzt nicht gerade der neueste hei\u00dfe Schei\u00df, in den acht Episoden der Miniserie wird dieses Thema aber gut umgesetzt. Das liegt ebenso an den Darstellern wie auch an der Kulisse: Genau wie der Protagonist stehen auch wir als Zuschauer inmitten dieser v\u00f6llig fremden asiatischen Welt und wissen nicht, wo hinten und vorne ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nochmal zur\u00fcck zum Horror. Als Freund gepflegten Grusels kam ich an <strong>\u201eHeretic\u201c<\/strong> nat\u00fcrlich nicht vorbei. Und tats\u00e4chlich war das erste Drittel des Films, indem zwei Mitglieder einer christlichen Sekte Seelenfang von Haust\u00fcr zu Haust\u00fcr betreiben und bei H. Grant landen, recht unterhaltsam. Denn in diesem ersten Drittel wird fundierte Religionskritik auf hohem Niveau betrieben, und das freute mich als gottfreien Mann. Danach allerdings geht der Film \u00fcber zu einem der \u00fcblichen Katz-und Maus-in-einem-unheimlichen-Haus-Filme (in dem Glauben nur noch vordergr\u00fcndig eine Rolle spielt) und das hohe Niveau sinkt auf Mittelma\u00df. Das soll jetzt aber keine Warnung sein; \u201eHeretic\u201c ist durchaus annehmbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, soviel f\u00fcr heute! In der n\u00e4chsten Folge landet K. Winslet in Hitlers Badewanne. Und jetzt raus aus dem Internet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (05.08.2025) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung. 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