{"id":8049,"date":"2025-08-01T15:30:05","date_gmt":"2025-08-01T13:30:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8049"},"modified":"2025-08-01T15:30:05","modified_gmt":"2025-08-01T13:30:05","slug":"we-lost-the-sea-a-single-flower-birds-robe-records-dunkrecords-translation-loss-records-new-noise-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/we-lost-the-sea-a-single-flower-birds-robe-records-dunkrecords-translation-loss-records-new-noise-2025\/","title":{"rendered":"We Lost The Sea \u2013 A Single Flower \u2013 Bird\u2019s Robe Records\/dunk!records\/Translation Loss Records\/New Noise 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/We-Lost-The-Sea-A-Single-Flower.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/We-Lost-The-Sea-A-Single-Flower.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8050\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (01.08.2025)<br><br>Mittlerweile ist der Post-Rock ja auch eine Art alter Kumpel geworden, reichlich ausformuliert und ausdefiniert. Das stellt man auch beim H\u00f6ren von \u201eA Single Flower\u201c fest, dem f\u00fcnften Studioalbum des Sextetts We Lost The Sea aus Sydney: Die Parameter sind vertraut, die Strukturen, Harmonien, Emotionen, da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um besonders zu bleiben. Festzustellen ist, dass es der Band bestens gelingt, ihre Musik genregem\u00e4\u00df zu spielen; es ist eine Freude, \u201eA Single Flower\u201c zu h\u00f6ren. F\u00fcr die gr\u00f6\u00dfere Unterscheidbarkeit m\u00fcssten aber mehr Abweichungen her.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Post-Rock, das bedeutet, geachtelte flirrende Gitarren, die sich auf Wiederholung fu\u00dfend harmonisch emporschrauben und die H\u00f6rerschaft auf dunkelgrauen Schwingen in die H\u00f6he rei\u00dfen, die eine Emotionalit\u00e4t triggern, die ganz ohne Texte auskommt. Und das, obwohl We Lost The Sea zu sechst sind, aber die sechs sind mit anderen Aktivit\u00e4ten befasst als mit dem Singen, zur H\u00e4lfte mit Gitarrespielen n\u00e4mlich. Gem\u00e4chlich errichten die Australier ihre Tracks, lassen sie sich aus dem Staub der Welt erheben, t\u00fcrmen sie euphorisch auf und verleihen ihnen alsbald sogar eine gewisse H\u00e4rte, an der alle Instrumente beteiligt sind, indem sie ihre Spielweise intensivieren, wirbeln die Sounds umher, verorten die H\u00f6rerschaft in der Mitte dieses Orkans und lassen den Rocktsunami dann wieder auslaufen. Eine dem Ambient nahe Stille wechselt sich mit der intensiven Seite dieser Musik ab.<br><br>Eine Eigenst\u00e4ndigkeit ist, dass We Lost The Sea diese Ambientpassagen am Schluss des Openers \u201eIf They Had Hearts\u201c so weit ausdehnen, dass von Rock schon gar keine Rede mehr sein kann; eine leichte Ahnung von Sigur R\u00f3s macht sich breit, die sich mit den fr\u00fchen Toundra abklatschen. Diesen Effekt, das Stille, Kontemplative auszuwalzen und sich den euphorisierenden Post-Rock daraus entwickeln zu lassen, wenden die sechs h\u00e4ufiger an. Im letzten Track \u201eBlood Will Have Blood\u201c lassen sie sich daf\u00fcr sogar satte 27 Minuten Zeit, vollf\u00fchren diesen Trick dann aber auch gleich zweimal.<br><br>Es gibt noch weitere Exklusivit\u00e4ten, etwa den manipulierten Snaresound am Anfang sowie die fuzzy Orgel am Ende von \u201eEverything Here Is Black And Blinding\u201c. Den unerwartet heftigen Schlag inmitten der Ruhe zu Beginn von \u201eBloom (Murmurations At First Light)\u201c, der also von dem ansonsten behutsamen Wechsel der Gezeiten abweicht. Der Track entwickelt sich zudem noch zwischenzeitig ganz chillig in so eine Siebziger-Psychedelik-Softrock-Richtung. Wenn dann \u201eThe Gloaming\u201c als soundtrackartige traurige Piano-Streicher-Ballade beginnt, ist man reichlich verwundert.<br><br>Ihr Deb\u00fct \u201eCrimea\u201c ver\u00f6ffentlichten We Lost The Sea 2010, mit dem dritten Album \u201eDeparture Songs\u201c weckten die Australier 2015 international einige Aufmerksamkeit. Das bis dato letzte Album \u201eTriumph &amp; Disaster\u201c hat mittlerweile satte sechs Jahre auf dem Buckel, mit \u201eA Single Flower\u201c reagiert das am Schlagzeug neu besetzte Sextett auf die Coronapandemie. Auf dem Schemel folgte n\u00e4mlich Alasdair Belling auf Nathaniel D&#8217;Ugo, der Rest blieb wie beim Vorg\u00e4nger: Synthies und Piano spielte Mathew Kelly, Bass Kieran Elliott und die drei Gitarren Matt Harvey, Mark Owen und Carl Whitbread. F\u00fcrs n\u00e4chste Album sei zu w\u00fcnschen, dass We Lost The Sea das inzwischen doch recht starre Korsett des instrumentalen Post-Rock aufbrechen und um mehr unerwartbare, eigene Elemente erweitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (01.08.2025) Mittlerweile ist der Post-Rock ja auch eine Art alter Kumpel geworden, reichlich ausformuliert und ausdefiniert. 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