{"id":8045,"date":"2025-07-31T20:33:05","date_gmt":"2025-07-31T18:33:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8045"},"modified":"2025-07-31T20:54:50","modified_gmt":"2025-07-31T18:54:50","slug":"anna-never-serpi-in-seno-les-longs-adieux-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/anna-never-serpi-in-seno-les-longs-adieux-2025\/","title":{"rendered":"Anna Never \u2013 Serpi In Seno \u2013 Les Longs Adieux 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Anna-Never-Serpi-In-Seno.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Anna-Never-Serpi-In-Seno.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8046\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (31.07.2025)<br><br>Man h\u00f6rt, dass das Duo Les Longs Adieux aus Rom Bock hatte, seinen Sound aufzubrechen und in eine gitarrenlastige Richtung zu dr\u00e4ngen. Mit zwei bis drei Gastmusikern hoben Federica Garenna und Frank Marelli das Projekt Anna Never aus der Taufe und pr\u00e4sentieren nun das Album mit dem \u00c4sop-Titel \u201eSerpi In Seno\u201c, und das hat\u2019s in sich: Oldschooliger Achtziger-Punk-Wave, garniert mit Gitarrenelementen aus ebenfalls oldschooliogen Metal- und Rock-Richtungen, dazu Federicas durchdringender Gesang und der Bock, irgendwas anzuz\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gleich mit dem bereits zwei Jahre alten Opener \u201eMi Prendo l\u2019Eternit\u00e0\u201c legt das Quintett los, \u00fcberschl\u00e4gt sich beinahe selbst. Dieses Tempo ist nicht mehr nur Post-Punk, das ist Punk, trotz der Wave-Gitarre und der dezenten Synthies. Kraftvoll, energetisch, impulsiv prescht die Band los, und sobald Federica Garenna zu singen beginnt, ist der Eindruck, es mit einem oldschooligen Achtziger-Album zu tun zu haben, noch runder, denn ihr Gesang erinnert angenehm an Gianna Nannini. Klingt nach einer wilden Kombi? Wird noch wilder, denn die Gitarrensoli, die auf diesem Album zwischenzeitig zum Einsatz kommen, passen oberfl\u00e4chlich gar nicht ins Bild \u2013 sie sind n\u00e4mlich dem Hardrock, dem Glamrock, dem Haispray-Metal oder der NWoBHM entnommen, f\u00fcgen sich aber so perfekt ins Gef\u00fcge, als seien Wave und Metal traditionell auf so eine Weise verschwistert. Die Krone darauf ist, dass alles zusammen harmonische, mitrei\u00dfende Songs ergibt, die m\u00e4chtig Spa\u00df machen.<br><br>Dabei war das immer noch nicht alles, die Songs stecken voller ansprechender Details. Ein waviger Flanger zwischendurch unterstreicht die N\u00e4he zum Goth-Rock, die Saxophon-Soli erscheinen nur denen als artfremd, die Theatre Of Hate nicht kennen. Wenn wir schon bei Vergleichen sind: Britische Achtziger sind auszumachen, etwa Siouxsie And The Banshees oder Big Country. Die eingewebten Synthiefl\u00e4chen erinnern an die ersten drei Alben von Flash And The Pan. \u201eDomani\u201c beginnt sogar mit einem Rockabilly-Rhythmus nach Art der Stray Cats, bevor es in den Punk zur\u00fcckkehrt. F\u00fcr die Gitarrensoli hingegen gibt es so viele Analogien zu Britischen oder Kalifornischen Hardrock-Metal-Figuren, dass sie sich nicht konkret greifen lassen.<br><br>F\u00e4llt zun\u00e4chst auf, wie intensiv Power-Gitarre und Gesang miteinander den Planeten zum Gl\u00fchen bringen, erkennt man bald, dass das extrem lebendige Schlagzeug seinen eigenen gro\u00dfen Anteil daran hat. Auch der Bass bekommt nicht nur die Aufgabe, als Triebfeder zu agieren, sondern auch Raum f\u00fcr eigene Figuren. Verantwortlich daf\u00fcr sind Bassist Daniele Papale von der Hardrock-Band Heavy Star und Schlagzeuger Alex Giuliani von den Hardrockern Helligators nebst Gast-Saxophonist Carlo Monaco. Hoffen wir mal, dass die sich nicht als Schlange am Busen entpuppen, sondern dass diese Zusammenarbeit eine Fortsetzung findet.<br><br>Denn Anna Never belegen, dass Wave-Rock nicht dunkel und d\u00fcster sein muss, erstrecht nicht j\u00e4mmerlich oder gar kitschig. Die vier bis f\u00fcnf Musizierenden punkrocken sich den Wolf, und erst an vorletzter Stelle, zum Titellied, l\u00e4sst es auch mal eine zur\u00fcckgenommene Power zu, wird entspannter, legt einen Boogie-Rhythmus aus und setzt mehrere Gniedelsoli ein, Federica singt sogar mal ansatzweise ruhig, zumindest anf\u00e4nglich, und da l\u00e4sst die Band sogar durchschimmern, dass ihr auch Humor nicht fremd ist, denn diese Form von Cheesyness ist kalkulierte Absicht inmitten dieser Powertracks. \u201eSerpi In Seno\u201c ist eine erfrischende Zeitreise in Genres, die es so zusammen damals gar nicht gab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (31.07.2025) Man h\u00f6rt, dass das Duo Les Longs Adieux aus Rom Bock hatte, seinen Sound aufzubrechen und in eine gitarrenlastige Richtung zu dr\u00e4ngen. 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