{"id":798,"date":"2014-02-21T13:44:25","date_gmt":"2014-02-21T12:44:25","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=798"},"modified":"2014-02-21T13:44:25","modified_gmt":"2014-02-21T12:44:25","slug":"alcest-shelter-prophecy-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/alcest-shelter-prophecy-2014\/","title":{"rendered":"Alcest \u2013 Shelter \u2013 Prophecy 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-799\" title=\"Alcest - Shelter\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Alcest-Shelter.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (21.02.2014)<\/p>\n<p>Da gleitet er dahin: Was einst im Black Metal startete, flie\u00dft nun tr\u00e4umerisch ins Licht. Angesichts der ansonsten allerorts drohenden Apokalypse ist dies wom\u00f6glich eine abwechslungsreich positive Wendung, angesichts ausbleibender Originalit\u00e4t ist \u201eShelter\u201c allerdings ann\u00e4hernd entbehrlich. \u201eShelter\u201c tut nicht weh, aber ein bisschen Schmerz h\u00e4tte dem Werk gutgetan.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Alcest-Kopf Neige schliff f\u00fcr \u201eShelter\u201c s\u00e4mtliche Ecken und Kanten seines dem Black Metal entsprungenen Sounds ab. Dem Black Metal an sich tat die Entwicklung hin zum Ambient eigentlich ganz gut, damit wurde diese Richtung auch f\u00fcr nicht ganz so extrem geschulte H\u00f6rer genie\u00dfbar. Auch mit Blastbeats, Keifen und irrwitzigem Tempo kann Musik entspannend sein, und mit Alcest wusste Neige solche Sounds zu erzeugen.<\/p>\n<p>Auf diese Sounds fu\u00dft nun \u201eShelter\u201c zwar in seiner Grundstruktur, aber ohne die Black-Metal-Elemente, daf\u00fcr mit Streichern. Das hei\u00dft, dass man das einstige Grundrauschen jetzt als eine dem Shoegaze, Post Rock oder Dream Pop entlehnte Musik erh\u00e4lt. Neiges Stimme erinnert an die von Etienne Daho, was aber auch lediglich an der gesungenen Sprache, Franz\u00f6sisch n\u00e4mlich, liegen kann; sie passt gut zu der Musik. Die wiederum erinnert an My Bloody Valentine, Sigur R\u00f3s und 4AD-Bands der 80er \u2013 und Alben all dieser Bands hat man schon im Schrank. Die N\u00e4he zu Sigur R\u00f3s erkl\u00e4rt sich ganz einfach damit, dass deren Produzent Birgir J\u00f3n Birgisson das Album mit Neige und Sidekick Winterhalter in seinem Studio in Island aufnahm.<\/p>\n<p>So bleibt die Kombination aus Sound und Stimme das Besondere, gepaart mit der Anomalie, dass Neige eine positive Stimmung verbreiten will. Okay, die Songs sind toll, man ger\u00e4t ins Schw\u00e4rmen, Schwelgen, Tr\u00e4umen, lehnt sich enstpannt zur\u00fcck und f\u00fchlt sich \u2013 titelgem\u00e4\u00df \u2013 geborgen. Nur umfassend neu ist die Musik nicht.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr rotiert die Gelddruckmaschine. Wer nur die CD haben will, bekommt zum gewohnten Preis acht Lieder. Doch gibt es einen sechseinhalbmin\u00fctigen Bonussong, f\u00fcr den man als n\u00e4chstgeringeren Preis schon zwischen 30 und 40 Euro bezahlt: Daf\u00fcr bekommt man ein Buich mit zwei CDs, die allerdings so labberig in die Seiten geklemmt sind, dass die Zerst\u00f6rung des Produktes mit eingebaut ist. Wer auf Vinyl steht, scheitert an der vergriffenen normalen LP ohne Bonus \u2013 oder legt f\u00fcr Doppel-LP, 7\u201c, CDs, DVD, zwei B\u00fccher und wei\u00df der Geier was noch um die 80 bis 100 Euro hin. Das allerdings ist das Produkt beim besten Willen nicht wert.<\/p>\n<p>Okay, ein h\u00fcbsches Album also, st\u00f6rt nicht weiter. Aber es bahnt sich seit einiger Zeit aus W\u00fcrzburg die Band Der Weg einer Freiheit in die aufgeschlossene Black-Metal-H\u00f6rerschaft. Die klingen entfernt wie Alcest vor dem Sonnenaufgang, da k\u00f6nnte man mal den Geldbeutel f\u00fcr leeren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.02.2014) Da gleitet er dahin: Was einst im Black Metal startete, flie\u00dft nun tr\u00e4umerisch ins Licht. 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