{"id":7969,"date":"2025-07-07T20:43:32","date_gmt":"2025-07-07T18:43:32","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7969"},"modified":"2025-07-07T20:43:32","modified_gmt":"2025-07-07T18:43:32","slug":"maps-and-foils-nulle-part-maps-and-foils-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/maps-and-foils-nulle-part-maps-and-foils-2025\/","title":{"rendered":"Maps And Foils \u2013 Nulle Part \u2013 Maps And Foils 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Maps-And-Foils-Nulle-Part.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Maps-And-Foils-Nulle-Part.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7970\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (07.07.2025)<br><br>Vom Opener sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn einem H\u00e4rte und Melodien als Kombi nicht so sehr behagen: Maps And Foils aus Paris machen mitnichten Metalcore, daf\u00fcr aber einen Hardcore, den sie so variantenreich darbieten, wie sie es vor 30 Jahren bei Refused lernten. \u201eNulle Part\u201c ist das dritte Album der zum Trio ver\u00e4nderten Band, die sogar nach noch weit mehr Leuten klingt. Hier gibt\u2019s Tupfer von Industrial, Folk und Groovemetal inmitten des Gebr\u00fclls, und das kommt gut so.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Der etwas merkw\u00fcrdige Popgesang im Einstieg \u201eApr\u00e8s l\u2019\u00e9clipse\u201c l\u00e4sst bef\u00fcrchten, es hier mit Metalcore zu tun zu bekommen. Das Brett, in das Maps And Foils indes ihren Pop einbetten, ist geil: verfrickelt, auf die Zw\u00f6lf, knackig. \u201eL\u2019or dans les autres\u201c fegt die Furcht vor zu viel Kitsch wieder weg, hier bleibt das Gebr\u00fcll. Und weil auch diese Band wei\u00df, dass niemand die Volllast durchhalten mag, beginnt bereits \u201eDies Irae\u201c, der Titeltrack der Vorab-EP, mit einem schleichenden Intro, in das sich schwerf\u00e4llige Riffs schieben. Bis das Gebr\u00fcll wieder losbricht. Was dann an Melodien hinzukommt, verfeinert vielmehr die Atmosph\u00e4re, zum Gl\u00fcck. Eines der Saiteninstrumente legt zudem ein permanentes Knurren unter diesen und andere Tracks des Albums, das sorgt zus\u00e4tzlich f\u00fcr ein aufregendes Unwohlsein. Das St\u00fcck wird noch richtig opulent, hier gelingt die Kombination aus Most und Harmonie schon mal so richtig gut. Ebenso in \u201eVacarne\u201c, das balladesk beginnt, um doch wieder in noisigen L\u00e4rm \u00fcberzugehen, jedoch ohne Tempoerh\u00f6hung, dies geschieht alles via Instrumenteneinsatz und Geschrei.<br><br>Man h\u00f6rt heraus, dass sich Maps And Foils bei \u201eThe Shape Of Punk To Come\u201c von Refused abguckten, den Hardcore variantenreich darzubieten. Es gibt etwa hier einen manipulierten Drumsound, dort ein nicht zu erwartendes Break, anderswo einen Strukturwechsel, der nicht traditionell in den Hardcore geh\u00f6rt, oder auch mal Elemente vom Groovemetal. So macht das Dranbleiben Spa\u00df. Auf f\u00e4llt, dass die Musik insgesamt recht hocht\u00f6nend produziert ist, was den Effekt des Kreischens noch verst\u00e4rkt.<br><br>Was noch fehlte in der Aufz\u00e4hlung, kommt in der zweiten H\u00e4lfte: Das Interludium mit dem kryptischen Titel \u201eDeath Of The Fly (1968-1955)\u201c ist eine Electro-Spielerei, die direkt zum n\u00e4chsten Punkrocker \u201eLa m\u00e9moire\u201c \u00fcberleitet. Danach folgt mit \u201eSoudain, le n\u00e9ant\u201c abermals ein einmin\u00fctiges Zwischenspiel, hier schon fast als Industrial angelegt. Weitere Abweichungen vom Hardcore beinhaltet der Hardcore-Brecher \u201eInfernal\u201c: Er beginnt wie ein franz\u00f6sischer Folklore-Schunkler, der keinen Bock auf sein Genre hat und r\u00e4udig wird; der Song beinhaltet dann streckenweise ein Flirren wie im Postrock, nur als Hardcore umgesetzt. Und dann kommt der epische Rauswerfer: Das achtmin\u00fctige \u201eCr\u00e9puscule\u201c beginnt mit Tribal-Drums, der einsetzende mehrstimmige Klargesang danach komm gut und geht nat\u00fcrlich in Gebr\u00fcll \u00fcber. Eine kurze Folklore-Anmutung kehrt zur\u00fcck, wie ein besoffener Seemannsgesang, und nach dem finalen Brett folgt ein harmonisch klimpernder Ausklang. Auf der CD-Version bekommt man mit \u201eInnervision\u201c den einzigen Song, den es lediglich auf der Vorab-EP gibt, als Bonus: Es handelt sich um ein Cover von System Of A Down, das sich unauff\u00e4llig passend in den Sound einf\u00fcgt.<br><br>Wieder so eine Band, die nicht so klingt, als best\u00fcnde sie aus nur drei Leuten: Bassist Ewen Brunet, Schlagzeuger Lucas Lagravette sowie S\u00e4nger und Gitarrist Tristan Renet. Das war zu Beginn 2016 noch anders, da waren sie nur zu zweit, neben Tristan alias 33 nur Thomas Viveret alias TH. Die beiden starteten ihre Ver\u00f6ffentlichungen 2017 mit dem Deb\u00fctalbum \u201e#1\u201c. Auf folgenden Releases waren sie dann zu viert, so auch auf dem zweiten Album \u201eLess Is Mort\u201c. Thomas ist nun nicht mehr dabei, umso mehr Luft zum Br\u00fcllen holen sich die verbliebenen drei Musiker hier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.07.2025) Vom Opener sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn einem H\u00e4rte und Melodien als Kombi nicht so sehr behagen: Maps And Foils aus Paris machen mitnichten Metalcore, daf\u00fcr aber einen Hardcore, den sie so variantenreich darbieten, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/maps-and-foils-nulle-part-maps-and-foils-2025\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-7969","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7969"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7971,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7969\/revisions\/7971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}