{"id":7932,"date":"2025-06-26T21:51:20","date_gmt":"2025-06-26T19:51:20","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7932"},"modified":"2025-06-26T21:51:20","modified_gmt":"2025-06-26T19:51:20","slug":"austere-the-stillness-of-dissolution-prophecy-productions-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/austere-the-stillness-of-dissolution-prophecy-productions-2025\/","title":{"rendered":"Austere \u2013 The Stillness Of Dissolution \u2013 Prophecy Productions 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Austere-The-Stillness-Of-Dissolution.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Austere-The-Stillness-Of-Dissolution.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7933\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (25.06.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Ja wow \u2013 nur ein Jahr nach \u201eBeneath The Treshold\u201c ver\u00f6ffentlichen Austere aus New South Wales, Australien, ihre n\u00e4chste Langspielplatte. Ihre f\u00fcnfte insgesamt. Ihre dritte seit dem 2023er Comeback \u201eCorrosion Of Hearts\u201c, davor war seit 2009 (\u201eTo Lay Like Old Ashes\u201c) sozusagen ein Hiatus, aber nun sind sie ja wieder da. Und wie!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Austere machen eine Art von gef\u00fchlvollem, atmosph\u00e4rischem Black Metal, den ich \u2013 den Gesang mal au\u00dfen vor gelassen \u2013 eher als Post Black Metal bezeichnen w\u00fcrde. W\u00e4re da nicht der Gesang \u2013 erw\u00e4hnte ich den? \u2013, denn der S\u00e4nger mit dem passenden Namen Desolate k\u00f6nnte auch bei sagen wir mal Darkthrone mitsingen \u2013 er kr\u00e4chzt und klagt auf das Vortrefflichste und dabei sogar Songdienlichste. Dazu klingen melodische gothiclastige Gitarren, die Songs sind ruhig und d\u00fcster, das Schlagzeug spielt schneller, als man bei dieser Art von Musik m\u00fcsste, und das steht den Songs gut zu Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim dritten Song, \u201eRedolent Foulness\u201c, verl\u00e4sst Desolate dann die typischen Black-Metal-Gesangspfade und singt klar \u2013 wenn auch nicht ohne Hall und andere Effekte \u2013, derweil die Gitarren und der Bass sich mit dem Schlagzeug duellieren und die Melodie an 90er Jahre-Indierock gemahnt \u2013 das ist toll und klingt dennoch nicht abgenudelt. Nach knapp \u00fcber drei Minuten wird dann wieder gekeift, aber auch dabei wahrt Desolate stets die Contenance, zu keiner Zeit schnappt die Stimme \u00fcber, obwohl er es sogar an manchen Stellen schafft, allein mit seiner Stimme eine Mauer des Klangs zu errichten, die zun\u00e4chst alles andere zum Schweigen bringt, um es dann umso wirkm\u00e4chtiger in Szene zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Desolate zeichnet neben dem Gesang f\u00fcr einige andere Instrumente verantwortlich, namentlich Gitarre, Bass und Keyboards, w\u00e4hrend der andere \u2013 Sorrow mit Namen \u2013 das Schlagzeug bedient und ebenfalls am Gesang und den Keyboards beteiligt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eThe Downfall\u201c sorgt ebenfalls wieder f\u00fcr schlechte Stimmung, die Gitarren kratzen, der Gesang n\u00f6lt, die Melodie leiert und dazu wird der Gesang mehr geschrien als gesungen. Das zu h\u00f6ren ist mir ein Fest, denn alles klingt toll zusammen, irgendwann gibt es sogar wieder Klargesang, der nichts kaputtmacht, sondern im Gegenteil eine weitere passende und tolle Nuance zum Austere-Gesamtsound beisteuert. Es folgt ein schrammeliges Zwischenspiel, abgel\u00f6st von wieder einmal mehr Krach, die Melodie bleibt, die Schwere nimmt zu, Desolate klagt kreischend und alle sind es zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRusted Veins\u201c beginnt mit einem gro\u00dfartigen Riff, darauf folgt eine schmissige Melodie, kratziger Gesang mit viel Hall, Gotik in den Gitarren und sch\u00f6nen, wenn auch beinahe nur angedeuteten Gitarrensoli. Das Ganze auf 7 Minuten ausgedehnt \u2013 die Herren Desolate und Sorrow lassen sich Zeit und das sollen sie auch. Die Zuh\u00f6renden sch\u00fctteln derweil ihre Haare und freuen sich des Lebens. Gegen Ende des Songs wird soliert, als gingen die 80er\/90er Jahre nie zu Ende, und das ist ein ewig sprudelnder Quell der Nostalgie und der guten Laune, wie ich finde.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Ende findet \u201eThe Stillness Of Desolation\u201c mit dem letzten St\u00fcck \u2013 \u201eStorm Within My Heart\u201c, das sich mit kitschigen Gitarrenideen, begleitet von schnellem Schlagzeuggedonner, seinen Weg aus den 3-Wege-Boxen bahnt, nach gut einer Minute bellt dann Desolate in die instrumentale Harmonie hinein, bar jeder Melodie, aber umso enthusiastischer. Die Gitarre sorgt hier f\u00fcr das notwendige Ma\u00df an Melodizit\u00e4t, derweil Desolate unbeirrt weiter keift. Unglaublich.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach gut 43 Minuten ist der Spuk dann vorbei, und ich habe das Gef\u00fchl, eine knappe Dreiviertelstunde sanftm\u00fctiger Melodik mit leichten Black-Metal-Anleihen genossen zu haben, obwohl es eigentlich in jeder Minute gut zur Sache ging. Dieses Gef\u00fchl in den H\u00f6renden zu erzeugen, daf\u00fcr geb\u00fchrt Austere tiefster Dank, und wenn auch dieser letzte Satz der Rezension so gut holpert, wie er kann, hoffe ich auf weitere, ebenso sch\u00f6ne Austere-Alben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (25.06.2025) Ja wow \u2013 nur ein Jahr nach \u201eBeneath The Treshold\u201c ver\u00f6ffentlichen Austere aus New South Wales, Australien, ihre n\u00e4chste Langspielplatte. Ihre f\u00fcnfte insgesamt. 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