{"id":7851,"date":"2025-06-16T21:11:58","date_gmt":"2025-06-16T19:11:58","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7851"},"modified":"2025-06-16T21:11:58","modified_gmt":"2025-06-16T19:11:58","slug":"agabas-hard-anger-agabas-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/agabas-hard-anger-agabas-2025\/","title":{"rendered":"Agabas \u2013 Hard Anger \u2013 Agabas 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Agabas-Hard-Anger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Agabas-Hard-Anger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7852\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (16.06.2025)<br><br>Der Titel passt wie die Faust aufs Butterbrot: \u201eHard Anger\u201c knallen einem Agabas aus Trondheim um die Ohren, als Amalgam aus irgendwie Hardcore, irgendwie Metal und irgendwas mit Saxophon. Ausgehend von Oldschool-Elementen, preschen und dreschen die sechs Norweger einem ihre eigene Vision dessen ins Antlitz, wie man sich k\u00fcnftig musikalisch die R\u00fcbe einkloppt. Jedes Break sitzt, das Screamo-Geschrei passt, das Saxophon f\u00fchrt sich auf wie ein nat\u00fcrlicher Bestandteil von allem, was brutalst das Gesicht eindr\u00fcckt. Zur\u00fcckhaltung, Wiedererkennbarkeit und Struktur sind Agabas dabei auch nicht fremd, damit runden sie dieses Album ab.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Es l\u00e4sst sich nicht so einfach zuordnen, aus welcher Schublade Agabas ihre H\u00e4rte ziehen: Steht zun\u00e4chst der Hardcore mit ruppiger Monotonie und Geschrei ganz vorn, wenden Agabas ihn indes mit Mitteln des Thrash- oder Groove-Metal an, mit den eingearbeiteten Breaks, dem fiebrigen Bass oder den rifforientierten Gitarren; den Rauswerfer \u201eP\u00e5 \u00e5pent hav\u201c k\u00f6nnte man kurz vor Schluss sogar als modernen Black Metal auffassen. W\u00e4hrend man noch nach Orientierung sucht, bringt einen das Saxophon ins Straucheln: Als w\u00e4re es das Normalste der Welt, f\u00fcgen Agabas dieses Instrument in den L\u00e4rm ein, mal melodisch, mal riffig, mal als Noise-Element.<br><br>Weil permanent auf die Fresse nach kurzer Zeit an Wucht verliert, bauen Agabas immer wieder Br\u00fcche in ihre Tracks ein. Selbst dabei halten sie sich nicht zwingend an Regeln, sondern setzen sie an Stellen, an denen man nicht mit ihnen rechnet, und kleiden sie zudem in ein Gewand, das man nicht vorherahnen kann. Ein Akustikgitarrenklimpern kann das sein, ein freundliches Jazzst\u00fcck mit dem Saxophon, ein chilliger Blues oder beinahe elektronisch generiert wirkende Stop-And-Go-Breaks mitten im Lauf. Dann wirken n\u00e4mlich die Nackenschl\u00e4ge umso wuchtiger.<br><br>Agabas bezeichnen ihre Musik selbst als Deathjazz. Kann man so stehen lassen. Um dieses Etikett zu bekr\u00e4ftigen, holten sich Agabas f\u00fcr zwei Tracks G\u00e4ste dazu: \u201eVis meg alt\u201c begleitet der US-Saxophonist Michael Wilbur, in \u201eJ\u00e6vla menneske\u201c verst\u00e4rkten Shining den Druck, also die norwegischen Avantgarde-Metaler, die n\u00e4mlich ihrerseits mit Saxophonen arbeiten, und nicht die schwedischen Black-Metaler.<br><br>\u201eHard Anger\u201c ist das dritte Album des Sextetts, Auftakt war 2023 \u201eA Hate Supreme\u201c, gefolgt im selben Jahr von \u201eVolusp\u00e5\u201c. Die Besetzung blieb dabei erhalten: Das Geschrei \u00fcbernimmt Sondre S\u00f8rensen Br\u00f8nstad, an den Gitarren h\u00f6rt man Oskar Myrseth und Jarand Aga Baas, das Saxophon spielt Alexander Dellerhagen, den Bass Johan Jamtfall und das Schlagzeug Bj\u00f8rn Syverinsen. Alle drei Alben rei\u00dfen die halbe Stunde Spielzeit gerade so an, und das ist gut so: Agabas komprimieren ihre Brutalit\u00e4t und empfehlen sich daf\u00fcr, die Platten gleich nochmal aufzulegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (16.06.2025) Der Titel passt wie die Faust aufs Butterbrot: \u201eHard Anger\u201c knallen einem Agabas aus Trondheim um die Ohren, als Amalgam aus irgendwie Hardcore, irgendwie Metal und irgendwas mit Saxophon. 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