{"id":7740,"date":"2025-05-21T21:17:05","date_gmt":"2025-05-21T19:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7740"},"modified":"2025-05-21T21:17:05","modified_gmt":"2025-05-21T19:17:05","slug":"billy-nomates-metalhorse-invada-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/billy-nomates-metalhorse-invada-2025\/","title":{"rendered":"Billy Nomates \u2013 Metalhorse \u2013 Invada 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Billy-Nomates-Metalhorse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Billy-Nomates-Metalhorse.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7741\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.05.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Victoria Ann \u201eTor\u201c Maries hat es wieder getan: Nach \u201eBilly Nomates\u201c (2020) und \u201eCacti\u201c (2023) legt die britische Elektromusikunterhalterin mit \u201eMetalhorse\u201c jetzt ihr drittes Album vor. Wobei \u2013 trifft es \u201eElektromusikunterhalterin\u201c jetzt tats\u00e4chlich noch? Auf den ersten beiden Alben ganz sicher, aber \u201eMetalhorse\u201c vermittelt wesentlich mehr den Eindruck, dass Musik und Gesang zu einem wunderbaren Ganzen verschmelzen \u2013 das Album wurde mit einer Band (mit Liam Chapman am Schlagzeug und Mandy Clarke am Bass) aufgenommen und ist ein toller Schritt in eine gute Richtung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ich pers\u00f6nlich finde das aktuelle Album um einiges eing\u00e4ngiger und mehr als aus einem Guss wirkend als Nomates\u2019 bisherige Ver\u00f6ffentlichungen, bei denen mir die Musik \u00f6fter mehr als notwendige Untermalung f\u00fcr das, was Maries endlich mal loswerden musste, vorkam. Was nicht schlecht und auch apselut notwendig ist, aber die neue musikalische Ausrichtung gef\u00e4llt mir deutlich besser. Geht halt nix \u00fcber eine Band, wir bringen die Band wieder zusammen usw. usf. Und was f\u00fcr eine Ausrichtung ist das geworden: Auf dem f\u00fcnften St\u00fcck des Albums, \u201eDark Horse Friend\u201c, einem Song, der von einem Freund handelt, der immer da ist, obwohl er irgendwie seltsam ist, aber irgendwie wichtig und irgendwie toll \u2013 ein \u201eDark Horse Friend\u201c eben \u2013 da singt Hugh Cornwell mit. Jahaaa \u2013 richtig geh\u00f6rt: DER Hugh Cornwell von den Stranglers. Maries\u2019 Vater war ein gro\u00dfer Stranglers-Fan und auf seiner Beerdigung wurde \u201eGolden Brown\u201c gespielt, und jetzt singt Cornwell hier mit \u2013 manchmal schreibt das Leben Geschichten, die so sch\u00f6n sind wie das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Textlich und musikalisch gibt es \u00fcberhaupt wieder auch viel zu entdecken auf \u201eMetalhorse\u201c: Auf dem Titelst\u00fcck nimmt uns Billy Nomates mit auf einen Ritt auf dem Metallpferd des Karussells ihrer Kindheit \u2013 und wer sie nicht begleiten will oder kann, darf auch gerne abspringen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNothin\u2019 Worth Winnin\u2019\u201c ist einer meiner Favoriten auf dem Album \u2013 mit Schlagzeugcomputer, 80er-Jahre-Casio-Keyboard und \u00fcberhaupt dem ganzen Gesangsstil eine sch\u00f6ne Erinnerung an Nomates\u2019 erste Alben \u2013 es geht um den Tod eines guten Freundes und der Refrain (\u201eThere&#8217;s nothin&#8216; worth winnin&#8216;, I wanna lose\u201c) bringt es auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ist Nomates\u2019 Weltsicht immer noch so pessimistisch wie auf ihren bisherigen Ver\u00f6ffentlichungen, nur klingt es manchmal fr\u00f6hlicher, als es sich in den Texten liest. So zum Beispiel auf \u201eOverride\u201c, das musikalisch als nicht einmal ganz unfr\u00f6hlicher Country-Elektro-Pop daherkommt, wenn man aber mal hineinh\u00f6rt, stellt man schnell fest, dass hier ein Ex-Partner besungen wird, dem es immer gefallen hat, wenn alles den Bach herunter geht, der sich nie einen richtigen Job gesucht hat, keine eigenen Ideen eingebracht hat und der jetzt endlich mal verschwinden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt gibt es in den Texten von Billy Nomates viel zu entdecken \u2013 viel Poesie, viel Lebensweisheit, viel Traurigkeit, aber auch viel Sch\u00f6nheit und wundervolle Melodien. So zum Beispiel bei \u201eComedic Timing\u201c. Zu sch\u00f6nen, leicht dissonanten Synthesizern lautet der Refrain \u201eThe world has moved on and I&#8217;ve lost my comedic timing \/ I&#8217;m not holding on if the words, they don&#8217;t want to find me\u201c und gegen Ende ert\u00f6nt Gel\u00e4chter. Danach folgt \u201eStrange Gift\u201c, das sich oberfl\u00e4chlich nach einer zum Keyboard mal eben hingeworfenen Skizze anh\u00f6rt, in Wahrheit aber den Tod von Maries\u2019 Vater nach kurzer Parkinson-Erkrankung zum Inhalt hat. Und so bekommt das Skizzenhafte, Unvollkommene eine ziemliche Tiefe und nimmt die H\u00f6renden unter Umst\u00e4nden sehr mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wird dann gerockt \u2013 \u201eMoon Explodes\u201c beendet das Album mit Schmackes, Retro-Synth-Sounds und Maries\u2019 wunderbarem Gesang, und die H\u00f6renden bleiben zur\u00fcck voller G\u00e4nsehaut und Begeisterung, also zumindest, wenn ich von mir auf den Rest der H\u00f6rendenschaft schlie\u00dfen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (20.05.2025) Victoria Ann \u201eTor\u201c Maries hat es wieder getan: Nach \u201eBilly Nomates\u201c (2020) und \u201eCacti\u201c (2023) legt die britische Elektromusikunterhalterin mit \u201eMetalhorse\u201c jetzt ihr drittes Album vor. Wobei \u2013 trifft es \u201eElektromusikunterhalterin\u201c jetzt tats\u00e4chlich noch? 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