{"id":7719,"date":"2025-05-19T21:24:03","date_gmt":"2025-05-19T19:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7719"},"modified":"2025-05-20T21:24:47","modified_gmt":"2025-05-20T19:24:47","slug":"mudfinger-amentia-mudfinger-broken-music-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/mudfinger-amentia-mudfinger-broken-music-2025\/","title":{"rendered":"Mudfinger \u2013 Amentia \u2013 Mudfinger\/Broken Music 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Mudfinger-Amentia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Mudfinger-Amentia.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7720\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (19.05.2025)<br><br>Auf ihrem zweiten Album \u201eAmentia\u201c zeichnet die zwischenzeitig zum Quartett angewachsene Band Mudfinger aus dem Westerwald eine Entwicklung nach: Beginnt der Reigen noch mit an Kyuss geschultem Stoner Rock, wechselt die Stimmungslage im Verlauf \u00fcber Prog-Punk, Doom und Sludge zu etwas Rockendem, dem eine geh\u00f6rige Portion Pop zugrundeliegt \u2013 und alles hat einen schl\u00fcssigen Ablauf. Und kein Bisschen Verwirrtheit.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die \u201eTrinity\u201c er\u00f6ffnet die Reise mit beinahe teppichartig ausgelegten Riffs, einem Hi-Hat in Dauernutzung und loopartigen Melodien, dazu einem Gesang zwischen inbr\u00fcnstig gepresst und klar tief gesungen. Erstmal f\u00fchlt man sich also willkommen im Stoner Rock klassischer Art, irgendwo aus der kalifornischen W\u00fcste, enorm fett gespielt, druckvoll, und nach Art von Kyuss in Tonlagen gehalten, die H\u00f6hen vermeidet. Au\u00dfer in Solos, etwa in der Vorab-Single \u201eTBABTO\u201c, in der die Gitarre das Frequenzspektrum erweitert. So f\u00fchlt man sich gut aufgehoben in einem Stoner-Album, pflegt Erinnerungen an das leider kurzlebige nieders\u00e4chsische Projekt Earthtone aus dem Neunzigern, dessen S\u00e4nger eine sehr \u00e4hnliche Stimmf\u00e4rbung hatte, und stellt ab dem dritten Song fest, dass Mudfinger ja gar keinen Bock auf Grenzen haben, zum Gl\u00fcck.<br><br>\u201eHobo\u201c l\u00e4sst n\u00e4mlich aufblicken: Das Tempo ist rasant angezogen, man k\u00f6nnte beinahe von Punk sprechen, und dann beginnt der Song, sich komplexer zu verschachteln, mit einem Kopfnicker-Mittelteil und weiteren Tempowechseln, l\u00e4sst also die Idee von Progressivit\u00e4t zu. Sofort auf die Bremse geht dann \u201eBumper\u201c, das Doom und Sludge in den Stoner Rock integriert. Mit einem brutalen Riff \u00fcberrascht \u201eFlying Whales\u201c, ein St\u00fcck, das dem Oldschool-Thrash-Metal zunickt. \u201eReefer\u201c wiederum ist Bluesrock mit Mot\u00f6rhead-Attit\u00fcde. Zuletzt mildert sich die Stimmung: \u201ePsychotron\u201c ist in tiefer Stimme gesungen, irgendwie Indie-Grunge-Rock mit heruntergedimmten Gitarren und einer beinahe poppigen Melodie. Und es passt alles zusammen!<br><br>Das ist genau das Gute an \u201eAmentia\u201c, dass eben nicht alle sieben Songs aus einem Guss sind. Vom Habitus her sind sie das, man kann sie einander zuordnen, doch gerade diese Variabilit\u00e4t macht Mudfinger so bemerkenswert. 2018 erschien mit \u201ePsychonaut\u201c das Deb\u00fct, seinerzeit noch als Trio aus Bassist und S\u00e4nger Marcus, Schlagzeuger Oli und Gitarrist Timo. Der zweite Gitarrist Jeff trat erst sp\u00e4ter hinzu. Existent ist die Band seit 2014, \u00fcberraschenderweise erwachsen aus den Ruinen einer Technical-Metal-Band.<\/p>\n\n\n\n<p>[Edit 20.05.2025] Die Band bat mich um zwei Korrekturen: Herkunftsort von Mudfinger ist nicht, wie ich dem Internet entnahm, Alpenrod im Westerwald, sondern ein noch kleinerer Ort, weshalb die Musiker vom &#8222;Raum Koblenz&#8220; sprechen. Und: Sie baten mich, ihre Nachnamen unter Verschluss zu halten, das sei nun geschehen. Danke!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (19.05.2025) Auf ihrem zweiten Album \u201eAmentia\u201c zeichnet die zwischenzeitig zum Quartett angewachsene Band Mudfinger aus dem Westerwald eine Entwicklung nach: Beginnt der Reigen noch mit an Kyuss geschultem Stoner Rock, wechselt die Stimmungslage im Verlauf \u00fcber Prog-Punk, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/mudfinger-amentia-mudfinger-broken-music-2025\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-7719","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7719"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7730,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7719\/revisions\/7730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}