{"id":7692,"date":"2025-05-13T21:08:07","date_gmt":"2025-05-13T19:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7692"},"modified":"2025-05-13T21:08:07","modified_gmt":"2025-05-13T19:08:07","slug":"d-a-d-live-from-the-arena-warner-music-denmark-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/d-a-d-live-from-the-arena-warner-music-denmark-2025\/","title":{"rendered":"D-A-D \u2013 Live From The Arena \u2013 Warner Music Denmark 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/D-A-D-Live-From-The-Arena.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/D-A-D-Live-From-The-Arena.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7693\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (13.05.2025)<br><br>40 Jahre D-A-D, 40 Jahre von den humorigen Cowpunks, die urspr\u00fcnglich Disneyland After Dark hie\u00dfen, zu den altgedienten Country-Blues-Boogierockern, die ihren Humor beibehielten und \u2013 zumindest in D\u00e4nemark \u2013 noch immer die gr\u00f6\u00dften Hallen ausverkaufen. Zum Beispiel am 1. November 2024 die Royal Arena in Kopenhagen, in die sich 15.000 Fans stopften, um den 40. Geburtstag ihrer Helden zu zelebrieren. Zum j\u00fcngsten Record Store Day erschien nun in D\u00e4nemark der komplette Mitschnitt mit 25 Songs in fast zweieinhalb Stunden, wahlweise als Doppel-CD oder als Vierfach-Vinyl. Wer beharrlich den Werdegang verfolgte, freut sich \u00fcber diesen explosiven Kessel an beinahe die gesamte Karriere \u00fcberspannenden Hits, und wer nicht, staunt, dass die Jungs nach \u201eSleeping My Day Away\u201c flei\u00dfig und beharrlich Rockhymnen nachreichten. Und spielen k\u00f6nnen sie auch noch wie junge Cowpunks!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Boogie-Rock, der AC\/DC und Status Quo vereint. Dazu Balladen. Und sowieso beinahe ausschlie\u00dflich Hits, Hits, Hits. Zumindest in D\u00e4nemark waren sie das, au\u00dferhalb des K\u00f6nigreiches verloren D-A-D nach \u201eHelpyourselfish\u201c an Aufmerksamkeit, und das auch schon 30 Jahre her. Im eigenen Lande blieben sie Riesen, und so ist es kein Wunder, dass die Meute die Band feiert. Als Export-Kunde muss man sich damit abfinden, dass die Ansagen auf D\u00e4nisch erfolgen, und von denen gibt es einige. Das erh\u00f6ht den Faktor des Dabeiseins beim Konservenh\u00f6ren: Man f\u00fchlt sich als Mitglied der Menge, obwohl man nicht dabei war. Vielleicht lernt man ja auch etwas: \u201eN\u00e6ste sang\u201c hei\u00dft \u201en\u00e4chstes Lied\u201c, so weit kommt man noch mit.<br><br>Zum Wiegenfest mischen D-A-D ihre Discographie ordentlich durch, das Quartett arbeitet nicht chronologisch, aber auch nicht vollst\u00e4ndig. Trotzdem kann es sich g\u00f6nnen, mit einem Hit zu starten und mit einem Hit zu enden, und hat trotzdem noch ausreichend Hits f\u00fcr den Rest der Setlist \u00fcbrig. Und die spielt die Band nicht einfach runter, wie man sie kennt, sondern g\u00f6nnt sich hie und da einige Gniedeleien, bis hin zu exzessiv ausgedehnten Marathonversionen von \u201eI Won\u2019t Cut My Hair\u201c, \u201eReconstrucdead\u201c, \u201eEverything Glows\u201c, \u201eMarlboro Man\u201c und \u201eSleeping My Day Away\u201c, die ersten drei \u00fcber acht, die letzten beiden fast elf Minuten lang. Zur Zerstreuung gibt\u2019s auch immer wieder einige Balladen aus dem Oeuvre, etwa \u201eSomething Good\u201c, hier dargeboten mit Gastgesang: Jesper Binzer duettiert mit Jada \u2013 bei der es sich um Julieanne Tulley handelt, die S\u00e4ngerin der Eurotrash-Combo Rednex aus dem Nachbarland Schweden, bei denen sie indes noch Scarlet hie\u00df.<br><br>Als Kontrast dazu ist eine weitere S\u00e4ngerin im Set zu h\u00f6ren: Bei der nachhaltig g\u00fcltigen Hymne \u201eI Won\u2019t Cut My Hair\u201c tritt Rikke Emlilie List growlend ans Mikro, ansonsten bei der d\u00e4nischen Death-Doom-Metal-Band Konvent zu Hause. Ein weiterer Gast sorgt im sp\u00e4teren Teil des Sets f\u00fcr Tr\u00e4nen der R\u00fchrung: Der zum Jahrtausendwechsel ausgestiegene Schlagzeuger Peter Lundholm Jensen \u00fcbernimmt f\u00fcr \u201eIsn\u2019t That Wild\u201c, \u201eMarlboro Man\u201c und \u201eBad Craziness\u201c seinen alten Schemel von seinem Nachfolger.<br><br>Der Rest d\u00fcrfte beinahe als Routine durchgehen: Spielfreudig country-, blues- und boogierockt sich das Quartett durch seine Discographie, wobei der Schwerpunkt trotz allem auf den Alben der ersten zehn Jahre liegt, obschon die sp\u00e4teren ebenfalls einige Ber\u00fccksichtigung finden, insbesondere das zu dem Zeitpunkt noch druckfrische \u201eSpeed Of Darkness\u201c. Auf denen brachte die Band auch immer wieder in Ohr und Herzen bleibende Hymnen unter, die sich im Set gut machen. Was man hier indes nicht sieht, sind die B\u00fchnensp\u00e4\u00dfe, f\u00fcr die D-A-D ja auch bekannt sind, sowie die vermutlich erneut aberwitzig gestaltete Form des wie \u00fcblich zweisaitigen Basses, der hier den groovenden Unterbau besorgt. Das hier ist klassischer Hardrock, eigentlich l\u00e4ngst outdated, aber enorm mitrei\u00dfend \u2013 was man auch am Mitgr\u00f6len der Gemeinde h\u00f6ren kann \u2013 und so sympathisch, wie man die D\u00e4nen eben kennt. Immerhin gab\u2019s mit \u201eEverything Glows\u201c auch mal einige synthetische Elemente und mit \u201eMonster Philosophy\u201c einen Disco-Rhythmus, da ist schon was passiert \u00fcber die Jahrzehnte.<br><br>Nicht ber\u00fccksichtigt sind hier \u201eSimpatico\u201c aus dem Jahr 1997, obschon \u201eHome Alone 4\u201c damals ein Hit war, \u201eScare Yourself\u201c aus dem Jahr 2005, f\u00fcr dessen Titellied dasselbe gilt, \u201eDic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark\u201c aus dem Jahr 2011 sowie das vorletzte Studioalbum \u201eA Prayer For The Loud\u201c aus dem Jahr 2019. Ganz abgesehen von \u201eBehind The Seen\u201c, der 2009 erschienenen Rarit\u00e4ten-Compilation. Live-Alben hingegen gibt\u2019s von D-A-D inzwischen auch schon was mehr: \u201eOsaka After Dark\u201c war 1990 das erste, dann kamen \u201ePsychopatico\u201c, \u201eScare Yourself Alive\u201c und \u201eLive Shots\u201c. Best-Ofs au\u00dferdem st\u00e4ndig. Egal. 40 Jahre D-A-D, D.A.D, D:A:D, D A D, Disneyland After Dark \u2013 bleibt nur zu sagen: Mange tak!<br><br>Die Setlist:<br>01 Jihad (von \u201eNo Fuel Left For The Pilgrims\u201c, 1989)<br>02 Evil Twin (von \u201eEverything Glows\u201c, 2000)<br>03 1st, 2nd &amp; 3rd (von \u201eSpeed Of Darkness\u201c, 2024)<br>04 Rim Of Hell (von \u201eNo Fuel Left For The Pilgrims\u201c, 1989)<br>05 Point Of View (von \u201eNo Fuel Left For The Pilgrims\u201c, 1989)<br>06 The Ghost (von \u201eSpeed Of Darkness\u201c, 2024)<br>07 Soft Dogs (von \u201eSoft Dogs\u201c, 2002)<br>08 Grow Or Pay (von \u201eRiskin\u2018 It All\u201c, 1991)<br>09 Something Good (von \u201eEverything Glows\u201c, 2000)<br>10 Jonnie (von \u201eCall Of The Wild\u201c, 1986)<br>11 Call Of The Wild (von \u201eCall Of The Wild\u201c, 1986)<br>12 Ridin&#8216; With Sue (von \u201eCall Of The Wild\u201c, 1986)<br>13 Speed Of Darkness (von \u201eSpeed Of Darkness\u201c, 2024)<br>14 Keep That Motherfucker Down (von \u201eSpeed Of Darkness\u201c, 2024)<br>15 I Won&#8217;t Cut My Hair (von \u201eD.A.D Draws A Circle\u201c, 1987)<br>16 Reconstrutdead (von \u201eHelpyourselfish\u201c, 1995)<br>17 Everything Glows (von \u201eEverything Glows\u201c, 2000)<br>18 Monster Philosophy (von \u201eMonster Philosophy\u201c, 2008)<br>19 Isn&#8217;t That Wild (von \u201eD.A.D Draws A Circle\u201c, 1987)<br>20 Marlboro Man (von \u201eCall Of The Wild\u201c, 1986)<br>21 Bad Craziness (von \u201eRiskin\u2018 It All\u201c, 1991)<br>22 God Prays To Man (von \u201eSpeed Of Darkness\u201c, 2024)<br>23 Sleeping My Day Away (von \u201eNo Fuel Left For The Pilgrims\u201c, 1989)<br>24 Laugh &#8217;n&#8216; A \u00bd (von \u201eRiskin\u2018 It All\u201c, 1991)<br>25 It&#8217;s After Dark (von \u201eCall Of The Wild\u201c, 1986)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (13.05.2025) 40 Jahre D-A-D, 40 Jahre von den humorigen Cowpunks, die urspr\u00fcnglich Disneyland After Dark hie\u00dfen, zu den altgedienten Country-Blues-Boogierockern, die ihren Humor beibehielten und \u2013 zumindest in D\u00e4nemark \u2013 noch immer die gr\u00f6\u00dften Hallen ausverkaufen. 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