{"id":7624,"date":"2025-04-28T21:06:56","date_gmt":"2025-04-28T19:06:56","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7624"},"modified":"2025-04-28T21:06:56","modified_gmt":"2025-04-28T19:06:56","slug":"oak-the-third-sleep-karisma-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/oak-the-third-sleep-karisma-records-2025\/","title":{"rendered":"Oak \u2013 The Third Sleep \u2013 Karisma Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oak-The-Third-Sleep.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oak-The-Third-Sleep.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7625\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (28.04.2025)<br><br>Da w\u00e4ren Oak aus Oslo gern nahe an Opeth, klingen aber eher nach Seal, und zwar dem zu Zeiten von \u201eKiss From A Rose\u201c, insbesondere mit dem mehrstimmigen Gesang zum sanften Kunstpop. Diese Musik h\u00e4lt das vierte Album \u201eThe Third Sleep\u201c 43 Minuten lang durch, bis der S\u00e4nger dann endlich mal den schwelgerisch-versunkenen Bet\u00e4ubungs-Prog durchbricht und losgrowlt, eben wie die Jungs von Opeth aus dem Land nebenan. Die sieben neuen St\u00fccke dieses Albums sind fabelhaft komponiert, es gibt einmal mehr viel zu entdecken \u2013 doch so richtig h\u00e4ngenbleiben will das alles nicht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Oak nutzen ihre Gitarren nicht, um hart zu sein. Hier bekommt man keinen Metal mit Riffs und H\u00e4rte und Groove und sowas, hier bekommt man nicht mal richtig Progrock, das ist eher Art-Pop, obschon die vier Musizierenden hier streckenweise mit ordentlich Energie zu Werke gehen. Die generieren sie indes h\u00f6rbarer mit Piano und Saxophon, gelegentlich mit Oboe und, in \u201eShimmer\u201c, offenbar mit einer Klarinette, die dem St\u00fcck etwas Klezmer verleiht. Da darf die Gitarre dann sogar mal ganz kurz bratzen, aber wirklich nur kurz!<br><br>Diese vielseitig konstruierten Songs sind lang, wie bei Oak \u00fcblich, und entsprechend vielschichtig und in den Stimmungen wechselhaft. Wo sie nicht vertr\u00e4umt-schwelgerisch vor sich hin schunkeln, generieren sie Euphorie und Pathos, beinahe wie Ausbr\u00fcche, ohne daf\u00fcr den Rock zu bem\u00fchen. Und was da nicht alles eingearbeitet ist: irische Rhythmen in \u201eRun Into The Sun\u201c etwa, Streicher und Ch\u00f6re, verspielte Frickeleien wie in \u201eShapeshifter\u201c, in dem die Gitarre zudem einmalig gniedelnd solieren darf, oder ein einmaliges Riff wie in \u201eBorders\u201c, das indes nach kurzem Anschlag wieder vergeht; daf\u00fcr hat das St\u00fcck ebenso einmalige Electro-Glitches im Angebot. In \u201eSensory Overload\u201c bekommt das Saxophon die Freiheit, wie im Free Jazz freizudrehen. Na, und in diesem St\u00fcck dann, anderthalb Minuten vor Schluss des Albums, darf die Gitarre endlich mal die Idee von Metal transportieren und die Stimme growlen, bis alles mit Saxophon verfeinert im All verhallt.<br><br>Nix gegen die Kompositionen, die sind gewiss toll, hier passiert eine Menge, und das Ergebnis ist nahezu zeitlos, man k\u00f6nnte es nur mit Schwierigkeiten einer Epoche zuordnen. Damit erinnert es etwas zu sehr an den omnipr\u00e4sent nervenden Steven Wilson, wenn man nicht mit Prog-Klassikern als Vergleichen daherkommen m\u00f6chte. Man kann indes die St\u00fccke auch nur schlecht voneinander abgrenzen und konkrete H\u00f6hepunkte hervorheben, weil sie sich in ihren Stimmungswechseln mit ihrem grunds\u00e4tzlich variablen Aufbau zu sehr \u00e4hneln. Selbst der genannte Ausbruch am Schluss kommt eher wie uninspiriert, wie unangek\u00fcndigt, beinahe unpassend, und vergr\u00f6\u00dfert lediglich die Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, dass man von Oak bereits anderes kennt.<br><br>Im Grunde war \u201eThe Quiet Rebellion Of Compromise\u201c vor drei Jahren bereits eine Art Vorstufe zu diesem Album, aber noch in sich besser abgrenzbar und mit weniger bet\u00e4ubender Gleichf\u00f6rmigkeit umgesetzt. Dennoch, besser als auf dem zweiten Album \u201eFalse Memory Archive\u201c aus dem Jahr 2018 waren Oak nie, das \u00fcbertraf selbst das Deb\u00fct \u201eLighthouse\u201c aus dem Jahr 2013 um L\u00e4ngen. M\u00f6glicherweise sind mit Watteausstopfung mehr Pokale zu gewinnen, aber f\u00fcr die, die an Ecken und Kanten mehr Freude haben als an Sto\u00dffestigkeit, ist \u201eThe Third Sleep\u201c leider keine komplett \u00fcberzeugende Erf\u00fcllung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (28.04.2025) Da w\u00e4ren Oak aus Oslo gern nahe an Opeth, klingen aber eher nach Seal, und zwar dem zu Zeiten von \u201eKiss From A Rose\u201c, insbesondere mit dem mehrstimmigen Gesang zum sanften Kunstpop. 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