{"id":7604,"date":"2025-04-25T22:19:10","date_gmt":"2025-04-25T20:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7604"},"modified":"2025-04-25T22:19:10","modified_gmt":"2025-04-25T20:19:10","slug":"death-machine-dawning-eyes-celebration-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/death-machine-dawning-eyes-celebration-records-2025\/","title":{"rendered":"Death Machine \u2013 Dawning Eyes \u2013 Celebration Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Death-Machine-Dawning-Eyes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Death-Machine-Dawning-Eyes.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7605\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (25.04.2025)<br><br>Der Bandname Death Machine generiert so ganz andere Erwartungen, als sie die Musik auf \u201eDawning Eyes\u201c, dem vierten Album des Quartetts, erf\u00fcllt. Die meisten der 19 Songs sind im unteren Tempo gehalten, auch die Auspr\u00e4gung der Intensit\u00e4t ist eher von Zur\u00fcckhaltung gekennzeichnet, und dann packen die Kopenhagener da vereinzelte Songs dazwischen, die mit elektronischen Mitteln dem Akustik-Folk den Groove beibringen. Es ist genau diese Kombi, die das Zuh\u00f6ren zum Abenteuer macht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Da beginnt die Band das Album mit \u201eOpium Wound\u201c wie eine Art aufgehelltem Doom, mit entr\u00fccktem Gesang zu getragenem Drone. Eine fette Wucht, die den Bandnamen durchaus widerspiegelt. Als einziger Song dieses Albums indes. Denn \u201eBeat The Drum\u201c tut genau das, auf einem Uptempo-Dancebeat mit Akustikgitarre, Piano und mehrstimmigem Gesang. Ein flotter Popsong, der so gar nichts vom Doom hat, vom Dance-Club indes eher auch nicht. Wo also sind wir hier gelandet? Denn ab \u201eVending Machine\u201c beginnt der erste Strecke an entr\u00fcckten, sph\u00e4rischen, zur\u00fcckgenommenen, introvertierten, folkigen Balladen, alle wundersch\u00f6n, alle mit attraktiven Gimmicks versetzt, nicht selten synthetischen Klangerzeugern entnommen, auch mal Gitarren, und doch so beil\u00e4ufig eingesetzt, dass man schon Konzentration aufbringen muss, um sie wahrzunehmen, und dann zu begreifen, dass man diese Konzentration auch bitte aufbringen sollte.<br><br>\u201eFound A House\u201c an Position sechs ist erst die n\u00e4chste Uptempo-Nummer, naja: eigentlich ist es eher gehobenes Midtempo, kommt einem aber wegen der stillen Songs davor weit schneller vor. Auch dieser Song atmet den Pop tief ein und aus. So komischen Groove bringen die D\u00e4nen dann immer wieder mal unter, selbst dann, wenn man gedanklich von der Musik in ganz andere Richtungen gesteuert wird. Ist etwa \u201eModern Man\u201c eine Achtziger-Reminiszenz mit Blick auf \u201eEverybody Wants To Rule The World\u201c von Tears For Fears? Oder ist es daf\u00fcr einfach viel zu zeitlos, besser: zu sehr in der ohnehin nicht einzuordnenden Gegenwart angesiedelt? \u201eFree Soloing\u201c an neunter Stelle kommt dann mit einem komplett unerwarteten Breakbeat daher, den die Band indes so d\u00e4mpft, dass man ihn als solchen gar nicht sofort wahrnimmt. Groovenden Bass und IDM-Anmutungen im Wechsel mit Synthiepop probiert die Band dann an 13. Stelle mit \u201eMorning Light\u201c aus und verleiht zwei St\u00fccke weiter \u201eOld Circuits\u201c zum Ende hin einen treibenden Pop-Pomp-Bombast.<br><br>An manchen Stellen erinnert die zur\u00fcckgenommene Art, Musik zu machen, an die von Air, die Electro-Balladen salonf\u00e4hig machten. An anderer Stelle hat man es schlicht mit einer Folkband zu tun, die sich nicht verausgaben mag. Und wenn selbst die Rhythmusfraktion mal keinen Bock mehr hat und nur noch der S\u00e4nger zur Klampfe ert\u00f6nt wie in \u201eThe Sun\u201c, f\u00fchlt man sich an Nick Drake erinnert. Lustig: \u201eThe Disco Song\u201c an vorletzter Stelle ist keiner, sondern eine weitere Ballade, die alsbald an Kraft gewinnt und mit Knarz-Sounds begeistert.<br><br>Seit fast zehn Jahren hat sich dieses Quartett personell nicht ver\u00e4ndert, bereits \u201eCocoon\u201c erschien 2017 eingespielt von S\u00e4nger und Gitarrist Jesper Mogensen, Schlagzeuger Sven Busck Andersen, Bassist Morten Vinther \u00d8rberg und Keyboarder Simon Christensen. Zur besseren Verwirrung erschien das selbstbetitelte Deb\u00fctalbum \u00fcbrigens erst ein Jahr sp\u00e4ter zum Record Store Day. Nach \u201eOrbit\u201c aus dem Jahr 2019 ist \u201eDawning Eyes\u201c somit das vierte Album der Band. Solche mit dem Namen Death Machine gibt es einige mehr, da muss man schon genauer gucken. Und sich vielleicht die 12\u201c von Beats In The Wood holen, einer Vorl\u00e4uferband von Death Machine; die andere hie\u00df Mother Empire.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (25.04.2025) Der Bandname Death Machine generiert so ganz andere Erwartungen, als sie die Musik auf \u201eDawning Eyes\u201c, dem vierten Album des Quartetts, erf\u00fcllt. 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