{"id":7553,"date":"2025-04-14T21:37:21","date_gmt":"2025-04-14T19:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7553"},"modified":"2025-04-14T21:37:21","modified_gmt":"2025-04-14T19:37:21","slug":"rulaman-death-whistle-tonzonen-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/rulaman-death-whistle-tonzonen-records-2025\/","title":{"rendered":"Rulaman \u2013 Death Whistle \u2013 Tonzonen Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Rulaman-Death-Whistle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Rulaman-Death-Whistle.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7554\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (14.04.2025)<br><br>Rulaman aus Reutlingen machen sich einfach mal einen Spa\u00df daraus, dass es \u00fcberhaupt so etwas wie Genreschubladen gibt. Deshalb bringen sie auf ihrem zweiten Album \u201eDeath Whistle\u201c weit mehr unter, als es die grob aufgebrachten Etiketten zulie\u00dfen: L\u00e4sst sich die Musik zwar in weiten Strecken irgendwo bei Doom oder Stoner Rock einordnen, passt es im Detail kein Bisschen mehr. Daf\u00fcr sind die drei Musiker einfach zu verspielt, zu einfallsreich und zu offen. Orgel, Saxophon, Northern-Soul-Rhythmen und ein Hauch von Disco finden ihren Platz neben Black Sabbath, und zwar einen passenden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Ja, Doom, mit Doom in metalschwerer Darreichungsform startet das Album, und schon zu Beginn reibt man sich verwundert die Ohren, dass die Band da im achtmin\u00fctigen Titeltrack gleich mal die Orgel auspackt. Dann ist man \u00fcberrascht, dass der Gesang sich nicht an die Dunkelheit der Musik anpasst, sondern unerwartet hoch und mit klarer Stimme vorgetragen daherkommt, als sei genau dies die Absicht, n\u00e4mlich, einen Kontrast zu setzen zur musikalischen D\u00fcsternis. Dann f\u00e4llt einem wiederum ein, dass Ozzy bei Black Sabbath ja auch nicht eben tief sang. Sp\u00e4ter folgen Passagen auf diesem Album, in denen der Gesang mehrstimmig erfolgt, und dann erinnert die Tonlage an Layne Staley. Und noch etwas bindet bereits im Opener die Aufmerksamkeit: Rulaman kombinieren scharfe Riffs und federleichte Melodien, sie musizieren verspielt m\u00f6rtelnd, quasi kontemplativ-energetisch.<br><br>Was auch immer Rulaman so alles durchziehen m\u00f6gen, das mit dem Doom und dem Stoner-Rock geh\u00f6rt nicht dazu. Jedenfalls nicht durchgehend. In \u201eSimple Offerings\u201c etwa bauen sie einen kurzen Disco-Moment ein, der die Ahnung von Kiss aufkommen l\u00e4sst, und lassen den Song als zerbrechlichen Indierock nach Art von Yo La Tengo auslaufen. \u201eValley Part II\u201c, die Fortsetzung einer 2021 ver\u00f6ffentlichten Digital-Single, beginnt mit einem Orgel-Intro wie ein St\u00fcck aus dem Classic Rock und bekommt auch noch ein warmes Saxophon spendiert. F\u00fcr \u201eWe Can\u2019t Be\u201c brechen Rulaman mit noch mehr Regeln: Ein mehrstimmiger Harmoniegesang begleitet die Ballade zus\u00e4tzlich zur Orgel, und was kommt da rein, ist das ein Mellotron? Der Song hat zudem in weiten Strecken einen Northern-Soul-Rhythmus.<br><br>In welcher Form auch immer man \u201eDeath Whistle\u201c goutiert, es l\u00e4uft ohne die anf\u00e4ngliche Stoner-Doom-Ausrichtung aus. Das ausnehmend attraktiv marmorierte Vinyl endet n\u00e4mlich bereits mit \u201eRun Your River Dry\u201c, im Stream folgt noch \u201eBelow The Light\u201c, und beide St\u00fccke behalten das Balladeske, Ruhige des f\u00fcnften Songs bei. Bedauerlich, dass es die Physik nicht zul\u00e4sst, auf Schallplatte den Bonus-Track zu ber\u00fccksichtigen, denn der schlie\u00dft mit einem kontemplativ verfuzzten Bass.<br><br>Wieder so eine Band, die damit beeindruckt, aus lediglich drei Leuten zu bestehen: Felix Berns mit Stimme und Gitarre, Joel B\u00fcttner mit Bass und Keyboards sowie Nils Kunze am Schlagzeug. Zus\u00e4tzlichen Gesang gibt\u2019s von Mareike Riegert und das Saxophon spielt Annika Wolf. Bei diesem Rulaman handelt es sich \u00fcberdies um die Hauptfigur des gleichnamigen Jugendromans von David Friedrich Weinland aus dem Jahr 1878, in dem der Autor den Alltag von Neandertalern nachzeichnet. Die Handlung spielt in der N\u00e4he von Urach, heute V\u00f6hrenbach, und die Legende besagt, dass die Band dereinst dort wandernd unterwegs war und sich davon inspiriert f\u00fchlte. Also nicht nur musikalisch vielseitig, die drei.<br><br>Drei \u00fcberdies erst seit 2020, davor musizierten sie f\u00fcnf Jahre lang zu viert und als The Hace. Die 2019 erschienene \u201ePeacemaker\u201c-EP ist kurioserweise bereits unter dem Namen Rulaman zu haben. Mit dem Deb\u00fct-Album \u201eTo Serve The Dune\u201c legte das Trio 2023 den Grundstein f\u00fcr den neuen Weg, den \u201eDeath Whistle\u201c nun fortsetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (14.04.2025) Rulaman aus Reutlingen machen sich einfach mal einen Spa\u00df daraus, dass es \u00fcberhaupt so etwas wie Genreschubladen gibt. 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