{"id":7386,"date":"2025-03-04T21:51:22","date_gmt":"2025-03-04T20:51:22","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7386"},"modified":"2025-03-04T21:51:22","modified_gmt":"2025-03-04T20:51:22","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-6\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (03.03.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Wie viel Zeit ich damit schon verschwendet habe&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtungsergebnisse m\u00f6chte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wir erinnern uns. Ende Oktober 2024. Die Tage sind schon recht kurz, die uns\u00e4glichen Halloween-Konsum- und -Kost\u00fcmorgien r\u00fccken n\u00e4her. Der Horror drau\u00dfen l\u00e4sst sich nur durch Horror drinnen ertragen. Da kam ein Film wie \u201e<strong>Talk <\/strong><strong>T<\/strong><strong>o <\/strong><strong>M<\/strong><strong>e<\/strong>\u201c (2022) gerade recht. Eine Gruppe Highschool-Kids kommt an eine balsamierte Hand (samt Unterarm). JedeR, der sie ber\u00fchrt, katapultiert sich in eine Art Parallelgeisterwelt. Der K\u00f6rper bleibt jedoch an Ort und Stelle und so k\u00f6nnen sich die anderen der Gruppe \u00fcber das Opfer be\u00f6mmeln, das da vor sich hin zuckt und schreit. Ziemlich schnell werden alle s\u00fcchtig nach dem Kick, der ihnen dieser kurze Horrortrip verschafft. Nat\u00fcrlich (Nat\u00fcrlich!!) geht\u2019s dann irgendwann richtig schief und der Spa\u00df hat ein Ende. Ja, das hatte einen gewissen Schauwert und f\u00fcr Fans des Genres und Highschool-Kids ist \u201eTalk To Me\u201c durchaus unterhaltsam.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer noch Oktober, immer noch die gleiche Stimmung, also nochmal Horror. \u201e<strong>Wahrheit oder Pflicht<\/strong>\u201c von 2018 greift die lustige Idee auf, das beliebte Partyspiel mal todernst zu nehmen. JedeR, der nicht die Wahrheit sagt oder die Mutprobe\/Pflicht verweigert, stirbt. Da denkt man doch schon zweimal dr\u00fcber nach, was man sagt. Vor allem, weil man das \u201eSpiel\u201c nicht mehr beenden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee ist ja ganz ok, die Umsetzung daf\u00fcr recht konventionell. Das hei\u00dft, da\u00df man 100 Minuten lang sieht, wie junge Leute mehr oder weniger originell ums Leben kommen. Dann doch lieber einen aus der \u201eFinal Destination\u201c-Reihe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Abwechslung mal was ganz anderes als Horror. \u201e<strong>The Bikeriders<\/strong>\u201c (2023) basiert auf einem Fotobildband, der in den sp\u00e4ten 60ern entstand. Warum auch nicht? Schlie\u00dflich diente Schiffe versenken (\u201eC 3?\u201c \u201eTreffer.\u201c \u201eC 4?\u201c \u201eTreffer, versenkt.\u201c) ja auch schon als Vorlage zu einem Film, warum also nicht ein paar \u00e4sthetische Schwarz-Wei\u00dffotos von schr\u00e4gen Typen in Jeans und Lederjacken vor schweren Harley-Davidsons? Diese \u00c4sthetik setzt der Film gekonnt um, das mu\u00df man ihm lassen. Der arschcoole T. Hardy und der noch arschcoolere, sehr gutaussehende, aber einen ziemlichen Deppen spielende A. Butler sind die Hauptfiguren eines Motorradclubs im 1965er Chikago. Der Film zeigt die Entwicklung vom Club zur Gang, von \u201enormalen\u201c Au\u00dfenseitern zu Kriminellen, von der Kleinkriminalit\u00e4t zum Mord. Kann man sich durchaus ansehen, auch wenn man in seinem Leben gar kein Motorrad oder, Gott bewahre, eine japanische Reissch\u00fcssel gefahren ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So, zur\u00fcck zum Horror. Mangels guter Alternativen sah ich \u201e<strong>Wir<\/strong>\u201c von 2019 zum zweiten Mal. Meiner Meinung nach hat J. Peele mit \u201eGet Out\u201c (2017) und eben \u201eWir\u201c (OT: Us) zwei ziemlich gute Filme gedreht, bevor er mit der Nullnummer \u201eNope\u201c 2022 um die Ecke kam. \u201eWir\u201c stellt eine US-amerikanische Familie in den Mittelpunkt, wie sie durchschnittlicher nicht sein k\u00f6nnte: Vater (leicht \u00fcbergewichtig), Mutter und zwei Kinder (nat\u00fcrlich boy and girl) machen Urlaub in einem Touristenort am Meer. Dort werden sie recht bald von Fremden bedroht. Laangweilig! Nein!! Diese vermeintlich Fremden sind: Genau die gleiche Familie nochmal, nur etwas verst\u00f6render im Habitus. Und wie sich bald herausstellt, sind diese vier nicht die einzigen Doppelg\u00e4nger, die mit ihren roten Overalls aus irgendwelchen unterirdischen Verstecken herausgekrochen kommen. Infolgedessen wird es recht blutig. Der Film wei\u00df durch die originelle Grundidee und seinen Spannungsaufbau zu gefallen. Bester Dialog: Original-Vater fragt die typische Horrorfilmfrage \u201eWho ARE you people?\u201c Doppelg\u00e4nger-Mutter antwortet mit creepy voice \u201eWe are Americans!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mal \u2018ne Serie. \u201e<strong>Resident Alien<\/strong>\u201c (ab 2021) stellt ein Alien in den Mittelpunkt, das mit der hehren Absicht, die Menschheit auszurotten, auf die Erde kommt, wobei sein UFO leider abst\u00fcrzt. Weil es so schnell nicht wieder wegkommt, mu\u00df es also vor\u00fcbergehend die Identit\u00e4t eines Dorfarztes annehmen (der seine medizinischen Kenntnisse immer schnell von Dr. Google lernt) und unter Menschen leben. Leider kommt es, wie es kommen mu\u00df: Er freundet sich mit einigen dieser Menschen an und will sie irgendwann gar nicht mehr wirklich ausrotten. Damit verschenkt diese Serie einiges an komischem Potential und verflacht von Folge zu Folge. Zwei weitere Staffeln habe ich mir deswegen geschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00d6sterreicher J. Hader hat einen ziemlich schwarzen Humor, darum sehe ich ganz gerne mal, was er so macht. In \u201e<strong>Andrea l\u00e4sst sich scheiden<\/strong>\u201c spielt er einen Loser aus dem Bilderbuch, der davon \u00fcberzeugt ist, einen t\u00f6dlichen Unfall mit Fahrerflucht verursacht zu haben. Dabei war nicht er es, der den Exmann-in-spe der Provinzpolizistin umgefahren hat, sondern die Polizistin (B. Minichmayr) selbst. Man muss diesen Film leider mit Untertiteln schauen, wenn man nicht flie\u00dfend \u00d6sterreichisch spricht. Und er ist streckenweise leider ziemlich z\u00e4h; etwas mehr Tempo h\u00e4tte ihm nicht geschadet. Wer Provinzpossen mit einer Prise schr\u00e4gem Humor mag, sollte hier mal reinschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>So, noch einen, gesehen Anfang November 2024. \u201e<strong>Kinds <\/strong><strong>O<\/strong><strong>f Kindness<\/strong>\u201c kam relativ schnell nach \u201ePoor Things\u201c raus und hat nicht ansatzweise die Aufmerksamkeit wie jener erhalten. Leider, mu\u00df ich sagen, denn in seiner absurden Schr\u00e4gheit, seinem boshaften Humor und den schauspielerischen Leistungen \u00fcbertrifft er \u201ePoor Things\u201c deutlich. \u201eKinds Of Kindness\u201c vereint drei Filme in einem, die aber nichts miteinander zu tun haben. Bis auf die Hauptdarsteller! Es sind jeweils E. Stone, W. Dafoe und J. Plemons, die hier in ganz (ganz!) unterschiedliche Rollen schl\u00fcpfen und die drei Geschichten tragen, in die man im wirklichen Leben auf keinen Fall verwickelt sein m\u00f6chte. Dark Comedy trifft auf Trag\u00f6die trifft auf Drama trifft auf Horror. Regisseur J. (oder Y.) Lanthimos beweist hiermit (und mit \u201ePoor Things\u201c ja eigentlich auch), da\u00df er in seinem Schaffen unberechenbar bleibt und wir wohl noch einiges Gutes von ihm zu sehen kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>So, schon November in meiner Chronik und noch immer nichts von \u201eHalloween Ends\u201c und was ich \u00fcber diese ganze Sache denke? Haha, Cliffhanger! Und jetzt raus aus dem Internet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (03.03.2025) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. 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