{"id":7383,"date":"2025-03-04T21:50:19","date_gmt":"2025-03-04T20:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7383"},"modified":"2025-03-04T21:50:19","modified_gmt":"2025-03-04T20:50:19","slug":"the-orphaned-bee-thinking-without-language-birds-robe-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-orphaned-bee-thinking-without-language-birds-robe-records-2025\/","title":{"rendered":"The Orphaned Bee \u2013 Thinking Without Language \u2013 Bird\u2019s Robe Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/The-Orphaned-Bee-Thinking-Without-Language.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/The-Orphaned-Bee-Thinking-Without-Language.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7384\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (04.03.2025)<br><br>Bis \u00fcber beide Ellenbogen knietief im dichtgepackten Synthiesound der Achtziger, aber dezent angeschlagene Bratzgitarren mit bei: Mit ihrer Deb\u00fct-EP \u201eThinking Without Language\u201c er\u00f6ffnen The Orphaned Bee aus Australien ihre Discographie. So richtig ohne Sprache denkt das Trio zwar nicht, aber man versteht nix, weil diese Sprache hier aus einem extrem weichgezeichneten Vocoder herausdringt. Der fette Gesamtsound pl\u00e4ttet ungemein, es bedarf einiger konzentrierter Durchl\u00e4ufe, um die Freude an den f\u00fcnf Tracks ungez\u00fcgelt lodern zu lassen. Aber dann lodert\u2019s auch.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mit einem \u201eMiami Vice\u201c-Gef\u00fchlt taucht man in die EP ein, \u201eRain\u201c versetzt die H\u00f6renden direkt in die Achtziger. Daf\u00fcr schmei\u00dfen The Orphaned Bee all ihre Synthies an, drehen sie auf Elf und lassen kombinieren energetische Akkordfolgen und mit einem angebrochenen Beat dargereichte Geschwindigkeit zu einem uplifting Uptempo. Spacige Sounds, der Vocoder auf dem Gesang und ein unerwarteter Bruch im Song kommen hier erstmals zum Einsatz und bleiben die gesamte EP \u00fcber pr\u00e4sent. In den Synthiesound bratzt gelegentlich eine dezente E-Gitarre hinein. Als n\u00e4chstes generieren die Australier mit \u201eWater\u201c einen synthetisch rockenden Glam-Rhythmus, dem sie einige Industrial-Rauheit verleihen und es mit Opulenz und Epik wundervoll \u00fcbertreiben.<br><br>Die Power-Synthie-Ballade \u201eSanctuary\u201c mit den dezidiert gesetzten Bass-Beats, so alle halbe Minute mal einer, kann man nutzen, um den Druck sacken zu lassen und in sich zu gehen. Das mit den Vocodern zu solch einem Sound erinnert leicht an Daft Punk oder Kraftwerk, obschon erstere beatlastiger und zweitere minimalitischer sind. Bevor man noch zu konkreter passenden Vergleichen kommt, heben The Orphaned Bee den Track in die n\u00e4chsth\u00f6here Besteckschublade, die mit dem vollen Satz, der aus Orchester wie aus einem Kitschfilm-Soundtrack besteht n\u00e4mlich. Und bevor der opulente Schwulst \u00fcberhandnehmen kann, verzichten die Musiker in \u201eFire\u201c darauf auch schon wieder. Es bleibt eine reduzierte Synthie-Ballade, die \u2013 abermals mit dem Vocoder als Marke \u2013 an Air denken l\u00e4sst. Auch hier bauen The Orphaned Bee einen Bruch ein, dieses Mal besteht er aus futuristischer Frickel-Elektronik. Danach darf der Track dann wieder fetter werden. Noch fetter ist die Bratzgitarre, die f\u00fcr das langsam und synthetisch bleibende \u201eAscendance\u201c zur\u00fcckkehrt und einen pluckernden Synthie begleitet. Die Band driftet abermals spacig und fl\u00e4chig aus ihrer EP heraus, l\u00e4sst den Track aber zus\u00e4tzlich in einer theatralischen Laibach-Dramatik enden.<br><br>Ein fettes Whoa also, mit dem das Trio hier aufl\u00e4uft. Zun\u00e4chst will man sich unter der dicken Decke wegducken, die sie mit ihren pl\u00e4ttenden Synthies \u00fcber einen st\u00fclpen. Doch die erneuten Durchl\u00e4ufe offenbaren, dass in den fetten Tracks sehr viel Feinmechanik und Schmiedekunst stecken, und dann mag man die pl\u00e4ttende Oberfl\u00e4che auch sehr gern.<br><br>Kopf und Hauptkomponist dieses Trios ist Brett Tollis, mit ihm musizieren Laura Boettcher und Alex O\u2018Toole. Jener war bereits bei den Ambient-Proggern Meniscus sowie bei der proggigen Mathrock-Band mit dem fabelhaften Namen Captain Kickarse And The Awesomes im Einsatz. Zus\u00e4tzliches Piano spielt hier Produzent Ron Pollard, der in seiner Hauptarbeit eine lange Liste an Ver\u00f6ffentlichungen darbietet. Beheimatet ist das Trio an der Sunshine Coast in Queensland, an der australischen Ostk\u00fcste, n\u00f6rdlich von Brisbane. Das kann man sich als Kulisse zu einem Down-Under-\u201eMiami Vice\u201c auch ganz gut vorstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.03.2025) Bis \u00fcber beide Ellenbogen knietief im dichtgepackten Synthiesound der Achtziger, aber dezent angeschlagene Bratzgitarren mit bei: Mit ihrer Deb\u00fct-EP \u201eThinking Without Language\u201c er\u00f6ffnen The Orphaned Bee aus Australien ihre Discographie. 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