{"id":7332,"date":"2025-02-13T23:00:27","date_gmt":"2025-02-13T22:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7332"},"modified":"2025-02-13T23:00:27","modified_gmt":"2025-02-13T22:00:27","slug":"grave-digger-bone-collector-rock-of-angels-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/grave-digger-bone-collector-rock-of-angels-records-2025\/","title":{"rendered":"Grave Digger \u2013 Bone Collector \u2013 Rock Of Angels Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Grave-Digger-Bone-Collector.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Grave-Digger-Bone-Collector.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7333\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.02.2025)<\/p>\n\n\n\n<p>Grave Digger sind zur\u00fcck, und mit ihrem aktuellen Album \u201eBone Collector\u201c n\u00e4hern sie sich wieder mehr ihren Wurzel an, als sie das auf ihren letzten Werken taten. Nach viel schottischer Mythologie, die auf dem vorletzten Werk \u201eFields Of Blood\u201c nochmal auftauchte. Zu eigentlich gro\u00dfartiger Musik wurden da au\u00dferdem Dinge gesungen wie \u201eWe are Lions of the Sea, we are fighting to be free!\u201c Das erinnert mich an eine Folge der gro\u00dfartigen Serie \u201eFuturama\u201c, in der eine Gruppe mechanischer Seemannsfiguren \u201eWe\u2019re whalers from the moon, we carry a harpoon\u201c sangen, in einem Vergn\u00fcgungspark, dessen Gr\u00fcnder davon \u00fcberzeugt war, dass es auf dem Mond Walfang g\u00e4be, obwohl doch hinl\u00e4nglich bekannt sein sollte, dass es dort keinen Walfang gibt, sondern auf seiner dunklen Seite Helium-3 hergestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber so isser nu mal, unser Chris Boltendahl: Immer f\u00fcr ein lyrisches Kabinettsst\u00fcckchen gut bzw. sich daf\u00fcr nicht zu schade. Der textliche Kracher auf \u201eBone Collector\u201c ist eine Zeile aus \u201eThe Devil\u2019s Serenade\u201c, in der es hei\u00dft \u201eA one way ticket from hell and back again\u201c. Eine einfache Fahrt zur H\u00f6lle inkl. R\u00fcckfahrkarte \u2013 dass Deutsche Bahn da noch nicht drauf gekommen ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber genug des wohlwollenden Gel\u00e4sters, denn mit \u201eBone Collector\u201c haben Grave Digger einen sehr ansprechenden Tontr\u00e4ger vorgelegt, wenn man einmal vom Cover absieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die stilistische R\u00fcckkehr zu lange zur\u00fcckliegenden Gro\u00dftaten wie dem Deb\u00fct-Album \u201eHeavy Metal Breakdown\u201c ist gelungen, nur dass Boltendahl heutzutage besser singt als damals. Der Sound des Albums ist roher und metallischer als alles aus den vergangenen paar Jahren, was zum einen Teil aufs Konto von Tobias Kersting, der Axel Ritt an der Gitarre 2023 abgel\u00f6st hat, geht und zum anderen Teil Boltendahls Idee zu verdanken ist, das Songwriting aus den 80ern mit dem Sound der 2020er zusammenzubringen, was wirklich gut gelungen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Standen Grave Digger am Anfang ihrer Karriere immer unter anderem im Schatten von Accept, an denen im teutonischen Heavy Metal nicht nur wegen der musikalischen Virtuosit\u00e4t und der Pr\u00e4senz Udo Dirkschneiders kein Weg vorbeif\u00fchrt, nein, sie hatten auch die ikonischsten Songs, sind sie inzwischen die weniger langweilige der beiden Bands. Accept liefern seit dem Einstieg von Mark Tornillo vor knapp 16 Jahren ein wirklich gutes Album nach dem anderen ab, haben sich aber eine Erfolgsformel angeeignet, die dazu f\u00fchrt, dass man vorher genau wei\u00df, was man kriegt, und hinterher genau das kriegt, was man vorher immer schon gewusst hat. Bei Grave Digger ist durchaus mehr Weiterentwicklung, bzw. Entwicklung \u00fcberhaupt, drin. \u201eBone Collector\u201c ist \u2013 da muss man ja nun bei Grave Digger auch immer mit rechnen \u2013 gl\u00fccklicherweise kein Konzeptalbum und macht \u00e4hnlich Laune wie alles von Mot\u00f6rhead seit den 90ern: Die Band rockt munter drauflos, wie gesagt ein wenig rauher als in den letzten Jahren, und Boltendahl l\u00e4sst seiner aufgrund des Alters rauher und tiefer geworden Stimme freien Lauf und klingt dabei gro\u00dfartig.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich das er\u00f6ffnende Titelst\u00fcck mit Stakkato-Riffs und sch\u00f6n schnellem Schlagzeug macht deutlich, dass hier Rock\u2019n\u2019Roll gespielt wird, und das folgende \u201eThe Rich, The Poor, The Dying\u201c setzt riffm\u00e4\u00dfig nochmal einen drauf: Sehr sch\u00f6n, schnell und aggressiv rattert die Gitarre, dann r\u00f6hrt Boltendahl \u00fcberzeugend wie nur was los und setzt ein primitives, aber eindringliches Statement gegen die Herrschaft der Gier und Korruption, wie es in \u00e4hnlich pr\u00e4gnanter Form nur Lemmy Kilmister hinbekommen h\u00e4tte. Nat\u00fcrlich spielt Boltendahl gesanglich nicht in Lemmys Liga (die ohnehin nur von Lemmy bespielt wurde und von sonst keinem), aber das Gef\u00fchl ist ann\u00e4hernd dasselbe, und das ist toll, das ist gro\u00dfartig, und vor allem \u2013 das h\u00e4lt bis zum Ende des Albums an.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Ende von \u201eBone Collector\u201c erlauben sich Grave Digger keine wirkliche Schwachstelle, das Album pr\u00fcgelt munter nach vorne los, Boltendahl gibt auf jedem Song alles, das Tempo ist durchweg schnell, was dem aktuellen Grave-Digger-Sound gut zu Gesicht steht und wie gesagt Laune macht. Allein der letzte Track \u201eWhispers Of The Damned\u201c ist ein wenig langsamer als der Rest, und mit Formulierungen wie \u201eThe Banality of Evil\u201c auch teilweise arg plakativ, aber dann gibt es hier wundervolle, langsame, d\u00fcstere und kreischende Gitarrensoli zu h\u00f6ren \u2013 alles gut bei Grave Digger. \u201eBone Collector\u201c ist eventuell nicht das Beste, was Grave Digger jemals rausgebracht haben, aber es ist verdammt nah dran und h\u00f6rt sich einfach gro\u00dfartig an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (13.02.2025) Grave Digger sind zur\u00fcck, und mit ihrem aktuellen Album \u201eBone Collector\u201c n\u00e4hern sie sich wieder mehr ihren Wurzel an, als sie das auf ihren letzten Werken taten. 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