{"id":7285,"date":"2025-02-05T21:13:22","date_gmt":"2025-02-05T20:13:22","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7285"},"modified":"2025-02-05T21:13:22","modified_gmt":"2025-02-05T20:13:22","slug":"membrane-deathly-silence-blind-prod-p-o-g-o-records-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/membrane-deathly-silence-blind-prod-p-o-g-o-records-2025\/","title":{"rendered":"Membrane \u2013 Deathly Silence \u2013 Blind Prod\/P.O.G.O. Records 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Membrane-Deathly-Silence.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Membrane-Deathly-Silence.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7286\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.02.2025)<br><br>An der Schnittstelle von Noise Rock, Post Hardcore und Doom sitzen Neurosis fest. Die franz\u00f6sische Band Membrane versucht sich auf \u201eDeathly Silence\u201c zum siebten Mal daran, an genau dieser Schnittstelle etwas Eigenes zu generieren \u2013 sechs Songs, alle um die sieben Minuten lang, langsames Tempo, Gebr\u00fcll, L\u00e4rmgitarren: Neurosis lassen sich einfach nicht absch\u00fctteln, aber Membrane f\u00fcgen dem Bild haufenweise eigene Pinselstriche hinzu. Dunkelheit und Verzweiflung bestimmen den Grundton, und, so merkw\u00fcrdig das auch klingen mag: Es macht Spa\u00df, das Album zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Bereits der Opener \u201eRaise\u201c erinnert frappierend an Neurosis, mit den verschleppten Gitarren und mit dem Gebr\u00fcll, mit der Art, wie dennoch Harmonien aus dem L\u00e4rm herausdringen. Heavy Musik wie rabenschwarze Fl\u00fcgel, die einen durch die Dunkelheit tragen, so leben es die Vorbilder vor, so gelingt es auch Membrane. Doch mit dem zweiten Song \u201eFire And Fear\u201c setzen die Franzosen eigene Akzente: Die Stop-And-Go-Breaks lassen aufhorchen, die sich zum Gebr\u00fcll gesellende h\u00f6here Gesangsstimme ebenso. Die Band entwickelt einen Strom aus D\u00fcsternis und Verzweiflung, dem man sich dennoch gern hingibt.<br><br>\u201eToo Late\u201c er\u00f6ffnen Membrane mit einem auf Franz\u00f6sisch verfassten Spoken-Word-Intro, das St\u00fcck entwickelt sich schleppend, aber druckvoll, und bricht abrupt ab in eine gravitationsfreie Leere, getragen von loopartiger langsamer Musik und einem Rufer in der Einsamkeit. Aus dieser Stille heraus manifestiert sich das Titellied, das ein Post-Rock-Gitarrenflirren mitbringt und erstmals ein erh\u00f6htes Tempo zul\u00e4sst, sobald sich der Schlagzeuger auf die Eins konzentriert und unterstreicht, warum der Hardcore aus dem Punk kam. Eine schwankende Intensit\u00e4t wie hier l\u00e4uft den H\u00f6renden auf dem Album h\u00e4ufiger \u00fcber den Weg, das macht es lebendig. \u201eThe Soft Whispers\u201c und \u201eEarth\u201c f\u00fchren das Konzept fort, Details sind hier das tempor\u00e4r eingebaute Rim Shot in ersterem und der kurz knarzende Fuzzbass in letzterem.<br><br>Mit \u201eA Story Of Blood And Violence\u201c traten Membrane aus Vesoul im Burgund 2007 auf den Plan, \u201eDeathly Silence\u201c ist das siebte Studioalbum, sagt die Info und verschweigt, ob sie das Live- oder das eine Split-Album mitz\u00e4hlt. Zur aktuellen Besetzung geh\u00f6ren S\u00e4nger und Gitarrist Nicolas Fr\u00e8re, Bassist und zweite Stimme Nicolas Cagnoni, Schlagzeuger Maxime Weingand sowie der zweite Gitarrist Hugo Perestrelo. Auf dem Deb\u00fct waren Membrane noch zu dritt, geblieben ist vom Ur-Trio nur der S\u00e4nger. Schon damals coverten sie \u00fcberdies Unsane, die man gern als weitere Sound-Referenz anbringen darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.02.2025) An der Schnittstelle von Noise Rock, Post Hardcore und Doom sitzen Neurosis fest. 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