{"id":7279,"date":"2025-02-03T20:50:55","date_gmt":"2025-02-03T19:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7279"},"modified":"2025-02-03T20:50:55","modified_gmt":"2025-02-03T19:50:55","slug":"d-a-d-speed-of-darkness-afm-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/d-a-d-speed-of-darkness-afm-records-2024\/","title":{"rendered":"D-A-D \u2013 Speed Of Darkness \u2013 AFM Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/D-A-D-Speed-Of-Darkness.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/D-A-D-Speed-Of-Darkness.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7280\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (03.02.2025)<br><br>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, es ist ein D-A-D-Album! Zum 40. Geburtstag g\u00f6nnen die d\u00e4nischen Riffrocker sich und uns mit \u201eSpeed Of Darkness\u201c ein weiteres Album in gewohnter Manier: keine Experimente, Rock\u2019n\u2019Roll-Boogie im Mid- bis Uptempo plus \u2018n paar Balladen, sch\u00f6n zum Mitnicken und Biertrinken, man k\u00f6nnte fast von Classic Rock sprechen. Sie spielen alle Tr\u00fcmpfe aus, die sie haben, und gewinnen mit einem soliden Blatt. Der st\u00fcrmische Applaus bleibt vielleicht aus, aber meckern kann man nicht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eGod Prays To Man\u201c, behauptet der Opener, und leitet den Reigen der satten 14 Songs \u2013 in Japan sogar 15 \u2013 mit einer Midtempo-Nummer nach Art von AC\/DC trifft Status Quo ein. F\u00fcr das folgende \u201e1st, 2nd &amp; 3rd\u201c erh\u00f6hen D-A-D das Tempo und fahren es f\u00fcr \u201eThe Ghost\u201c wieder zur\u00fcck. So wie in jenem Song k\u00f6nnten U2 klingen, w\u00e4ren jene nicht an noch gr\u00f6\u00dferen Stadien interessiert: nette Gitarrenfiguren dudeln zu freundlichen Riffs und Chorgesang, sch\u00f6ner Radiopoprock f\u00fcr die ganze Familie. Dann kommt mit dem Titellied der erste als Hardrock-Ballade durchgehende Song, gefolgt von der ersten Jammer-Ballade \u201eHard Over Heels\u201c. Damit sind die Pfosten abgesteckt, die auf die n\u00e4chsten neun Songs ungef\u00e4hr genau so erneut verteilt werden. Und in \u201eCrazy Wings\u201c gibt\u2019s dann auch mal wieder ein Solo, das nach Country klingt, also an die Anfangstage der Band erinnert.<br><br>Ansonsten: solide. D-A-D rocken amtlich, da sitzt jedes Riff, jedes Lick und auch jeder Dreck unter den Fingern\u00e4geln, die alten Herren haben sich eigens einiges davon aufbewahrt f\u00fcr die Aufnahmen. Das h\u00e4tten sie sich definitiv einfacher machen k\u00f6nnen, aber man sp\u00fcrt immer noch, dass die vier Musiker beseelt sind und Bock haben, zu rocken. Das tun sie 50 Minuten lang, in Japan wegen \u201eLet Myself Out Of Love\u201c noch fast vier Minuten l\u00e4nger, und das tun sie auf eine ansteckende Weise.<br><br>Nur nicht mehr so innovativ. Ausgehend von der Cowpunk-Vergangenheit in den Achtzigern, fanden D-A-D rund zehn Jahre sp\u00e4ter ihre jetzige Form und behielten sie bei, legten aber trotz Twin-Guitar-Einsatzes weitgehend die Schn\u00f6rkel ab. Insbesondere \u201eHelpyourselfish\u201c aus dem Jahre 1995 hatte einiges an Spielereien im Sound, die zwar in die Zeit passten, als n\u00e4mlich der Indierock den herk\u00f6mmlichen Rock\u2019n\u2019Roll mit Experimenten auch bis in den Mainstream hinein aufwertete, was auch D:A:D, wie sie sich damals schrieben, beherzigten, aber fortan wieder ablegten und sich ganz auf die Bringschuld als Stadionrocker verlegten. Gute Songs indes kamen dabei immer heraus, die zusammengenommen gute Alben ergaben, so wie eben auch dieses, das erste seit f\u00fcnf Jahren und nach gleich zwei Best-Ofs, die \u201eSpeed Of Darkness\u201c im selben Jahr anteasten. Die gr\u00f6\u00dften Experimente in den zur\u00fcckliegenden 30 Jahren waren das seinem Titel entsprechende \u201eSoft Dogs\u201c, das n\u00e4mlich ohne den Rock\u2019n\u2019Roll auskam, und \u201eDic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark\u201c, dessen Titel lautmalerisch an den kurioserweise von einem gro\u00dfen US-Konzern untersagten urspr\u00fcnglichen Bandnamen Disneyland After Dark anspielt.<br><br>\u201eI\u2019m Still Here\u201c beschlie\u00dft au\u00dferhalb Japans das Album, und man ist geneigt, den Titel als trotziges Statement aufzufassen, obschon der Song musikalisch alles andere als trotzig ist, n\u00e4mlich eine dieser Balladen. Trotzig, weil S\u00e4nger und Gitarrist Jesper Binzer dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, sein ebenfalls Gitarre spielender Bruder Jacob den 59., und sie beide immer noch gewillt sind, gro\u00dfe Arenen zu rocken. Ebenfalls 60 Jahre alt wird Bassist Stig Pedersen, ber\u00fchmt f\u00fcr die bekloppten Instrumente, die er auf die B\u00fchne schleppt. Das j\u00fcngste Mitglied Last Sonne am Schlagzeug ist dies aus zwei Gr\u00fcnden: erst 50 Jahre alt und erst seit 1999 Teil der Band.<br><br>\u201eSpeed Of Darkness\u201c ist das 13. Studioalbum der Band, die Live- und Best-Of-Alben sind unz\u00e4hlbar. Einen unguten Beigeschmack hat die Unterst\u00fctzung, die die Band seit 20 Jahren von den B\u00f6hsen Onkelz erf\u00e4hrt, f\u00fcr die D-A-D als Support mitreisten oder \u00fcber deren Label die Alben in Deutschland vertrieben wurden. Auf das neue Album trifft dies gottlob nicht mehr zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.02.2025) Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, es ist ein D-A-D-Album! Zum 40. 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