{"id":7221,"date":"2025-01-22T20:46:21","date_gmt":"2025-01-22T19:46:21","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7221"},"modified":"2025-01-22T20:46:21","modified_gmt":"2025-01-22T19:46:21","slug":"disinter-laments-of-the-unborn-pest-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/disinter-laments-of-the-unborn-pest-records-2024\/","title":{"rendered":"Disinter \u2013 Laments Of The Unborn \u2013 Pest Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Disinter-Laments-Of-The-Unborn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Disinter-Laments-Of-The-Unborn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7222\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (22.01.2025)<br><br>Death Metal ist erst dann trve, wenn die Produktion nicht so richtig aalglatt ist, oder? Dann ist \u201eLaments Of The Unborn\u201c doppelt oldschool, stellt es doch die Zusammenstellung zweier Demos aus den Neunzigern dar, die die peruanische Band Disinter nun wiederholt zug\u00e4nglich macht. Geht gut ins Ohr, trotz des Demo-Status\u2018: so gut wie keine hohen T\u00f6ne in Gitarre und Gegrowl, variantenreiches Tempo, amtliches Gebolze und gelegentliche Soli \u2013 alles, was den Death Metal ausmacht. Mit entsprechenden Inhalten: Auch in Lima wei\u00df man Verg\u00e4nglichkeit und Dunkelheit zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Man h\u00f6rt deutlich heraus, dass Disinter zum Zeitpuntk der Demo-Aufnahmen keine neue Band mehr waren: Seit 1993 spielten sie zusammen, als sie 1996 \u201eLaments From The Castle Of Sorrow\u201c und 1997 \u201eUnborn\u201c aufnahmen und beide als Kassetten ver\u00f6ffentlichten. Die Tracks sind nur oberfl\u00e4chlich das Gebolze, das sie sein m\u00fcssen, denn um so zu sein, wie es muss, muss man bereits wissen, wie das geht. Hier ist alles drin, dem Punk entlehnter Beat, dem speedige Kn\u00fcppelpassagen innewohnen, teifsch\u00fcrfende Riffs, die der Bass noch untermauert, und dazu das Growlen der Stimme, die diese Ausdrucksform durchgehend beibeh\u00e4lt. Keiner der Tracks l\u00e4uft straight einfach nur durch, die Peruaner wechseln Tempo und Intensit\u00e4t, bauen Breaks und Soli ein und wissen, wie man auch mit tief m\u00f6rtelnden Saiten Grooves generieren kann.<br><br>Auch nimmt man den Unterschied zwischen den beiden Demos nicht wahr, sie ergeben in dieser Reihe ein schl\u00fcssiges Album. Die ersten f\u00fcnf Tracks, bis zum epischen, mehr als sechsmin\u00fctigen \u201eIn Cathalepsya I Dwell\u201c, sind den \u201eLaments\u201c entnommen, die zweiten sechs geh\u00f6ren zu \u201eUnborn\u201c. Eine genretypische Titelgebung belegt \u00fcberdies den Humor, den Disinter haben m\u00fcssen: \u201eNecrophiliac Pleasure\u201c, \u201eTrapped In The Eternal Dark\u201c, \u201eRotten Human Scraps\u201c oder \u201eInto My Brain\u201c bedienen die Erwartungen.<br><br>Diese Compilation erschien bereits 2001, damals bei dem peruanischen Label Yawar Inti Productions und mit einem anderen Cover als diese rum\u00e4nische Neuausgabe. Auch sind beide Tapes Bestandteil der auf dem peruanischen Label Vermis Mysteriis herausgegebenen Compilation \u201eWar Pest\u201c, die zus\u00e4tzlich vier weitere Songs ber\u00fccksichtigt, darunter mit \u201eBlasphemer\u201c ein Sodom-Cover. Merkw\u00fcrdig genug, dass Pest Records f\u00fcr ihr Rerelease nicht die komplette \u201eWar Pest\u201c zugrundelegen.<br><br>Richtig weiter ging es mit Disinter tats\u00e4chlich erst 2005, als das offizielle Deb\u00fct \u201eHell Gate\u201c erschien. Dann war wieder f\u00fcr einige Jahre Pause, erst 2016 kam es zur EP \u201eInfiero de arena \/ Impale The Enemy\u201c und 2019 zum zweiten Album \u201eDisinter\u201c. Daf\u00fcr ging\u2019s seitdem Schlag auf Schlag: 2020 das dritte Album \u201eRevelations From The Dark Past\u201c und 2022 zwei Split-Ver\u00f6ffentlichungen sowie das bisher letzte Album \u201eGuerra eterna\u201c.<br><br>Von Anfang an dabei ist nur noch einer: Schlagzeuger Roberto Leonardi hat die Z\u00fcgel seit 1993 in der Hand (und spielt nebenbei noch bei Supplicium sowie fr\u00fcher bei Gore). Immerhin auf den beiden Demos bereits zu h\u00f6ren war S\u00e4nger und Bassist Leonardo Navarrete, trotz sechsj\u00e4hriger Auszeit zwischendurch das zweittreueste Mitglied, wenn auch nicht monogam, da er noch Bands wie Black Angel, Eternal Exhumation, Rotten Evisceration und Ritual im Lebenslauf stehen hat. Neu dabei sind die beiden Gitarristen: Katiuzca Guerrero seit 2022 (au\u00dferdem bei Lament Christ, Necrofagore und Tunjum) sowie seit 2023 Jos\u00e9 Delion (auch bei Flagelum, Metal Crucifier und Konrac). Ein gutes Dutzend fr\u00fchere Mitstreiter lie\u00dfen Disinter in den \u00fcber 30 Jahren bereits hinter sich. Ein wichtiger Hinweis noch: In Chicago ist ebenfalls eine Band namens Disinter ans\u00e4ssig, zudem listet Discogs noch ein halbes Dutzend weiterer Namenstr\u00e4ger auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (22.01.2025) Death Metal ist erst dann trve, wenn die Produktion nicht so richtig aalglatt ist, oder? 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