{"id":7180,"date":"2025-01-09T20:23:13","date_gmt":"2025-01-09T19:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7180"},"modified":"2025-01-09T20:23:13","modified_gmt":"2025-01-09T19:23:13","slug":"red-lorry-yellow-lorry-driving-black-cop-international-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/red-lorry-yellow-lorry-driving-black-cop-international-2024\/","title":{"rendered":"Red Lorry Yellow Lorry \u2013 Driving Black \u2013 Cop International 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Red-Lorry-Yellow-Lorry-Driving-Black.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Red-Lorry-Yellow-Lorry-Driving-Black.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7181\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (09.01.2025)<br><br>Satte 32 Jahre nach der letzten Tontr\u00e4gerver\u00f6ffentlichung \u2013 au\u00dfer Compilations \u2013 kommen Red Lorry Yellow Lorry aus Leeds pl\u00f6tzlich mit der Splatter-Vinyl-12\u201c \u201eDriving Black\u201c um die Ecke, und das auch noch als Vorboten zu einem neuen Album, \u201eStrange Kind Of Paradise\u201c, dem finalen sechsten der Post-Punk-Waverocker. Final, weil Bandmitglieder durchsickern lie\u00dfen, dass Chef Chris Reed gesundheitliche Probleme habe, die eine Fortf\u00fchrung seiner musikalischen Aktivit\u00e4ten unterbinden. Daher freut man sich \u00fcber diese teilweise auch schon 20 Jahre alten neuen Songs, auch wenn diese R\u00fcckkehr k\u00fcnstlerisch insgesamt eher lediglich so okay ist.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Man kann die sechs St\u00fccke \u2013 eigentlich f\u00fcnf, weil das Titellied in zwei verschiedenen Remixen enthalten ist \u2013 kaum so richtig auseinanderhalten: Sofern nicht durchgehend, dann wenigstens im Mittelteil geht die Snare bei fast allen auf die Eins, die Produktion ist angenehm fett, die Gitarren gniedeln prachtvoll, es shaket, es rockt, daf\u00fcr wavet es nicht ganz so sehr, an mancher Stelle h\u00f6rt man sogar den alten Chris Reed am Mikro heraus und man f\u00fchlt sich ganz selten sogar mal in die Achtziger zur\u00fcckversetzt. Aber das ist gar nicht das Anliegen der Lorries.<br><br>Schlie\u00dflich ist Zeit vergangen, und das h\u00f6rt man. So halbwegs. Weil eben der Sound fetter ist als damals, als die Lorries noch minimalistischer waren, und weil hier echte Drums zu h\u00f6ren sind und kein Drumcomputer. Und damals, das ist ewig her, da waren die Produktionsmittel noch anders und die Erwartungen einer Gothic-Szene sowieso, die ist ja mitgealtert und offener als die nachgewachsene, da kann man auch solche Songs wie diese bringen und seine Gefolgschaft trotzdem begeistern. Weil man noch da ist, wenigstens. Damals, au\u00dferdem, waren die Lorries nur gut zehn Jahre lang \u00fcberhaupt aktiv.<br><br>Nun also: Der Titeltrack, auf der A-Seite im \u201eDing\u2019s Mix\u201c, also von Bassist Simon Archer angefertigt, der sich Ding nennt, ist ein energetischer Auf-die-Eins-Rocker. \u201eSafe As Houses\u201c beginnt mit der RLYL-Akustikgitarre, rockt dann auch los, dazu gniedelt eine geile E-Gitarre und das Schlagzeug drischt lebendig drauflos. Zudem h\u00f6rt man hier Chris Reed wie gewohnt tief grummeln, anders als auf den anderen Songs, auf denen man ihn kaum wiedererkennt. \u201eLiving With Spiders\u201c hat ebenfalls Gniedelgitarren, l\u00e4uft streckenweise ebenfalls auf der Eins und ist richtig fett ausgestaltet.<br><br>Die B-Seite beginnt mit einer Variante des Titeltracks, dieses Mal geremixt von John Fryer, dem bew\u00e4hrten Produzenten. Seine Version hat mehr Fuzz. Elektronische Dance-Strukturen hat hier indes keiner der Remixe, darauf sind die Lorries nicht aus. \u201ePiece Of Mind\u201c startet mit einer gedrosselten Strophe, geht \u00fcber in einen normaltemperierten Refrain mit fuzzy Gniedelgitarre und landet abermals auf er Eins. Die Stimme klingt hier gar nicht so recht nach Chris Reed. \u201eChickenfeed\u201c im Remix von The Halo Trees ist etwas langsamer, hat einen shaky Beat, dezidiert eingearbeitete Electro-Effekte und ein Classic-Rock-Gewand, das die Idee von \u201eBorn To Be Wild\u201c zul\u00e4sst.<br><br>Man h\u00f6rt die EP durch und durch und durch und es bleibt dennoch nur schwer ein Song wirklich h\u00e4ngen. Musikalisch ist das alles tadellos, da gibt\u2019s nix. So richtig Red Lorry Yellow Lorry indes mag es nicht wirklich sein, auch die damalige Verwandtschaft zu den Sisters Of Mercy ist verweht. Au\u00dfer den Genannten, also Gitarrist und S\u00e4nger Chris Reed \u2013 das einzige Gr\u00fcndungsmitglied, nebenbei, und ganz ganz damals noch gar nicht singend \u2013 sowie Bassist Simon \u201eDing\u201c (oder auch \u201eDingo\u201c) Archer \u2013 der seine Meriten auch bei 1919 und The Fall holte \u2013, sind Gitarrist David \u201eWolfie\u201c Wolfenden \u2013 seit Anfang der Achtziger Bandmitglied \u2013 und Schlagzeuger Martin Henderson \u2013 unter anderem Ex-Skeletal Family, Ex-The Quireboys \u2013 an den Songs beteiligt.<br><br>Die sind \u00fcberdies teilweise auch schon wieder 20 Jahre alt: 2004 ver\u00f6ffentlichten die Lorries rein digital die \u201eBlack Tracks\u201c, vier Songs, deren letzter eben \u201eDriving Black\u201c war. F\u00fcr die anderen drei muss man auf die Suche gehen, \u201eWorlds Collide\u201c, \u201eI Need Time\u201c und \u201eThe Only Language\u201c sind schwer zu bekommen, sofern sie nicht Teil des kommenden Albums werden. Nur elf Jahre sp\u00e4ter erschien eine weitere digitale EP, einfach \u201eRed Lorry Yellow Lorry\u201c betitelt, auf der \u201eSafe As Houses\u201c und \u201ePiece Of Mind\u201c bereits zu haben waren. Die anderen beiden Songs waren Neuversionen von \u201eCut Down\u201c und \u201eCrawling Mantra\u201c. Drei der Songs dieser \u201eDriving Black\u201c-EP seien exklusiv, sagt die Band, und drei als Variante der jeweiligen LP-Songs aufzufassen, die da im Februar zu erwarten sind.<br><br>Nachdem die Lorries nach 1992 und dem bisher finalen Album \u201eBlasting Off\u201c die Aktivit\u00e4ten einstellten, setzte Chris Reed seinen Weg 1994 mit Chris Reed\u2018s Woof und den Ver\u00f6ffentlichungen \u201eWoof! EP\u201c und \u201eBirthday Skin\u201c fort, lie\u00df sie wieder ruhen und schob erst 2005 als Chris Reed Unit das Album \u201eMinimal Animal\u201c nach. Beides vortreffliche Projekte, in sich relevanter als die \u201eDrving Black\u201c-EP \u2013 au\u00dfer, dass damals eben nicht Red Lorry Yellow Lorry draufstand. Das Vinyl ist aber ansehnlich, sch\u00f6n schwarzwei\u00df gesplattert. Was auch immer Chris Reed beeintr\u00e4chtigt, m\u00f6ge es ihm f\u00fcrderhin gutgehen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (09.01.2025) Satte 32 Jahre nach der letzten Tontr\u00e4gerver\u00f6ffentlichung \u2013 au\u00dfer Compilations \u2013 kommen Red Lorry Yellow Lorry aus Leeds pl\u00f6tzlich mit der Splatter-Vinyl-12\u201c \u201eDriving Black\u201c um die Ecke, und das auch noch als Vorboten zu einem neuen &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/red-lorry-yellow-lorry-driving-black-cop-international-2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9,16],"tags":[],"class_list":["post-7180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-9","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7180"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7182,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7180\/revisions\/7182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}