{"id":718,"date":"2013-11-25T23:10:30","date_gmt":"2013-11-25T22:10:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=718"},"modified":"2013-11-25T23:10:30","modified_gmt":"2013-11-25T22:10:30","slug":"yo-la-tengo-live-im-lille-vega-kobenhavn-am-19-november-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yo-la-tengo-live-im-lille-vega-kobenhavn-am-19-november-2013\/","title":{"rendered":"Yo La Tengo, Live im Lille Vega, K\u00f8benhavn, am 19. November 2013"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/IMAG0678.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-719\" title=\"Yo La Tengo in K\u00f8benhavn\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/IMAG0678-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (25.11.2013)<\/p>\n<p>Je mehr man von ihnen h\u00f6rt, desto unfassbarer ist es, dass Yo La Tengo es in den fast 30 Jahren ihres Bestehens nicht in den allgemeinen Avantgarde-Noise-Indierock-Pantheon geschafft haben. Auch live beweisen sie immer wieder, dass es daf\u00fcr allen Grund gibt: Im stark erhitzten Lille Vega zeigten die drei Musiker die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Stil-Bandbreite, zu der sie in der Lage sind, und das auch noch in gut drei Stunden, inklusive Pause. Sie waren sich selbst die besinnliche Vorband und gossen dann den Saal in Schwei\u00df.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die gem\u00fctliche Stadtparkkulisse auf der B\u00fchne passte bestens zu der stillen und vornehmlich ruhigen Indierockmusik, mit der Yo La Tengo ihr Set er\u00f6ffneten. Schon im entspannten Zustand breiteten sie ihre Stilpalette weit gef\u00e4chert aus. Ihre Songs waren ebenso hypnotisch-einlullend wie 60&#8217;s-inspiriert wie punktgenau harmonisch-poppig. Besonders die teilweise flirrenden Gitarren lie\u00dfen das Gehirn aussetzen und sich ganz dem Sound hingeben. So h\u00e4tte es sogar das gesamte Konzert \u00fcber bleiben d\u00fcrfen, das tat gut, war ein angenehmer Kontrast zum Alltag und w\u00e4rmte die Seele.<\/p>\n<p>Doch nach einer halbst\u00fcndigen Pause st\u00f6pselten die drei aus Hoboken, New Jersey, ihre Instrumente ein und bratzten los. Viel mehr erweiterten sie ihren bis dato gezeigten Stil-Horinzont eigentlich gar nicht, aber ihr Instrumentarium und die Intensit\u00e4t, in der sie es benutzten. Zu Gitarre-Bass-Schlagzeug gesellten sich Tasten- und Percussion-Instrumente. Sie spielten sich durch den Gro\u00dfteil ihrer Alben ab 1993, nat\u00fcrlich mit Schwerpunkt auf dem aktuellen \u201eFade\u201c (dessen \u201eOhm\u201c spielten sie in zwei Versionen in beiden Sets), inklusive der neuen Single \u201eSuper Kiwi\u201c, die es nur auf dem Rerelease von \u201eFade\u201c gibt. Vor der Zugabe lie\u00dfen sie das ohnehin schon ewig lange \u201ePass The Hatchet, I Think I&#8217;m Goodkind\u201c in einer mehr als doppelt so langen Version auf die Menge niedergehen: drei sich unabl\u00e4ssig wiederholende T\u00f6ne auf dem Bass, ein stoischer Beat und dazu beinahe physisch greifbares Gitarrengewitter. Insbesondere die Mischung aus akkurater Struktur und Fuzz zeichnet seit jeher den Indierock des Trios aus, abgesehen von den vielen anderen Bl\u00fcten, die er so treibt. So lie\u00dfen sich etwa die Cover-Songs kaum von eigenen St\u00fccken unterscheiden. Zuletzt mischten Yo La Tengo eine Chill-Out-Version ihres wohl einzigen Hits zwischen die Fremdst\u00fccke: \u201eAutumn Sweater\u201c l\u00e4utete den abwechslungsreichen, hyperaktiven, krachigen, eruptiven, lauten, tanzbaren, besinnlichen und mit den diversen Wortbeitr\u00e4gen der drei Musiker (\u201eIch m\u00f6chte sicherstellen, dass euch klar ist, dass dieses Lied nicht autobiografisch ist und ich die folgenden Inhalte nicht zur Nachahmung empfehle\u201c, sagte James McNew, bevor er im St\u00fcck \u201ePeriodically Double Or Triple\u201c die Zeile sang: \u201eNever wear a helmet when I&#8217;m riding a bike\u201c) auch ausgesprochen witzigen Gig aus.<\/p>\n<p>Wer dann noch mochte, ging auf eine der vielen auf die Stadt verteilten Wahlpartys \u2013 in ganz D\u00e4nemark fanden Kommunalwahlen statt, an einem Dienstag, ja. Die einen hatten mehr zu feiern, andere weniger, wie es bei Wahlen eben so ist. Die Enhedslisten beispielsweise feierten im S\u00f8pavillonen und verwandelten das Geb\u00e4ude kurzerhand per roter Beleuchtung in eine Kremlkopie. Dort ging es mindestens so hei\u00df her wie bei den sicherlich alt, aber nicht leise gewordenen Yo la Tengo.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Setliste:<\/p>\n<p>Akustisch:<br \/>\n01. Ohm (Fade, 2013)<br \/>\n02. Two Trains (Fade)<br \/>\n03. Periodically Double Or Triple (Popular Songs, 2009)<br \/>\n04. Season Of The Shark (Summer Sun, 2003)<br \/>\n05. Pablo And Andrea (Electr-O-Pura, 1995)<br \/>\n06. The Point Of It (Fade)<br \/>\n07. Cornelia And Jane (Fade)<br \/>\n08. I&#8217;ll Be Around (Fade)<br \/>\n09. Tom Courtenay (Eklectr-O-Pura)<\/p>\n<p>Elektrifiziert:<br \/>\n10. Stupid Things (Fade)<br \/>\n11. Super Kiwi (Fade Rerelease)<br \/>\n12. Stockholm Syndrome (I Can Hear The Heart Beating As One, 1997)<br \/>\n13. Styles Of The Times (Today Is The Day EP, 2003)<br \/>\n14. If It&#8217;s True (Popular Songs)<br \/>\n15. Before We Run (Fade)<br \/>\n16. Double Dare (Painful, 1993)<br \/>\n17. Sugarcube (I Can Hear The Heart Beating As One)<br \/>\n18. Ohm (Fade)<br \/>\n19. Pass The Hatchet, I Think I&#8217;m Goodkind (I&#8217;m Not Afraid Of You And I Will Beat Your Ass, 2006)<\/p>\n<p>Zugabe:<br \/>\n20. I Heard Her Call My Name (The Velvet Underground)<br \/>\n21. Emulsified (Rex Garvin)<br \/>\n22. Autumn Sweater (I Can Hear The Heart Beating As One)<br \/>\n23. My Little Corner Of The World (Anita Bryant)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (25.11.2013) Je mehr man von ihnen h\u00f6rt, desto unfassbarer ist es, dass Yo La Tengo es in den fast 30 Jahren ihres Bestehens nicht in den allgemeinen Avantgarde-Noise-Indierock-Pantheon geschafft haben. Auch live beweisen sie immer wieder, dass &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yo-la-tengo-live-im-lille-vega-kobenhavn-am-19-november-2013\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-718","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=718"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":720,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/718\/revisions\/720"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}