{"id":7169,"date":"2025-01-07T21:18:27","date_gmt":"2025-01-07T20:18:27","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7169"},"modified":"2025-01-07T21:18:27","modified_gmt":"2025-01-07T20:18:27","slug":"yoo-doo-right-from-the-heights-of-our-pastureland-mothland-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yoo-doo-right-from-the-heights-of-our-pastureland-mothland-2024\/","title":{"rendered":"Yoo Doo Right \u2013 From The Heights Of Our Pastureland \u2013 Mothland 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Yoo-Doo-Right-From-The-Heights-Of-Our-Pastureland.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Yoo-Doo-Right-From-The-Heights-Of-Our-Pastureland.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7170\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (07.01.2025)<br><br>Die N\u00e4he zum Krautrock steckt ja schon im Bandnamen: \u201eYoo Doo Right\u201c ist der Titel eines St\u00fcckes der K\u00f6lner Can, ver\u00f6ffentlicht 1969 auf dem Deb\u00fct \u201eMonster Movie\u201c. Doch h\u00f6rt man sich das dritte Album \u201eFrom The Heights Of Our Pastureland\u201c des gleichnamigen Trios aus Montreal an, freut man sich sehr dar\u00fcber, dass der alte Krautrock hier maximal eine Inspirationsquelle ist \u2013 Yoo Doo Right sind eher im Post-Metal zu verorten, im Post-Rock, im analog gespielten Ambient, im Shoegaze, im abgedunkelten Indierock \u2013 und ja, die repetitive Monotonie mancher Passagen ordnet man gemeinhin dem Krautrock zu. Sei\u2019s drum, die Kanadier machen mehr draus, man kann das Album mit Fug und Recht unter Knaller einsortieren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Los geht\u2019s erstmal instrumental und unendlich, der Opener \u201eSpirit\u2019s Heavy, But Not Overthrown\u201c ist \u00fcber 13 Minuten lang, schleicht sich zur\u00fcckhaltend an, lullt die H\u00f6renden ein und bratzt dann m\u00e4chtig los, nachdem auch der Gesang einsetzte. Der Track endet abrupt mit minutenlangen Soundexperimenten \u2013 und der fast zehnmin\u00fctige Nachfolger \u201eEager Glacier\u201c besteht dann aus pluckernden Schlagzeug-Dingern, \u00fcber denen dronige Soundscapes liegen. Voll sch\u00f6n, dieser angedeutete L\u00e4rm. Setzte das Trio da nicht nach zwei Dritteln einen Ruhebreak, erf\u00fchre man den \u00dcbergang zum wahrhaftigen L\u00e4rm kaum als sp\u00fcrbar, so flie\u00dfend f\u00e4nde er statt.<br><br>Daf\u00fcr \u00fcberrascht \u201ePonders End\u201c, nur sieben Minuten lang, mit einem zickig-polkahaften Britpop-Rhythmus, der unter einer beinahe fr\u00f6hlichen zackigen Gitarrenmelodie liegt. Man ist fast geneigt, an Les Claypool zu denken, da bricht die Band aus und rockt im vorgegebenen Takt los. Mit unter vier Minuten ist anschlie\u00dfend \u201eLost In The Overcast\u201c das k\u00fcrzeste St\u00fcck auf diesem Album, radiotauglich wird es davon aber nicht, aber nicht etwa, weil es zu heftig w\u00e4re: Es ist ein Ambient-Track, mit synthetischen Soundscapes und vereinzeltem Klimpern. Zuletzt gibt\u2019s das fast neunmin\u00fctige Titelst\u00fcck, das sich aus dem Vorg\u00e4nger heraussch\u00e4lt und dann wieder dem Post-Rock den erforderlichen Raum gibt, mit einem dem Krautrock zugeneigtem Beat und kurzwellenartigen loopigen Sounds, die sich alsbald aufbauschen zum vortrefflichen warmen L\u00e4rmgebilde. Abermals arbeitet das Trio hier mit der Wirkung eines Breaks: Der Track wird zum weiterhin warmen Ambient-Jazz, vom spartanischen Klavier in die sp\u00e4testen Nachtstunden versetzt.<br><br>Ein wunderbares Album, das sich an die festgelegten Grenzen des selbstgew\u00e4hlten Krautrock gottlob nicht h\u00e4lt. Daf\u00fcr sind die drei Musiker viel zu modern orientiert, viel zu experimentierfreudig, viel zu grenzenlos, und diese Haltung lassen sie wundervoll in die Musik einflie\u00dfen. Die ist grunds\u00e4tzlich eher dunkel get\u00fcncht, was an der W\u00e4rme nichts \u00e4ndert, die sie abstrahlt.<br><br>Seit fast zehn Jahren sind Yoo Doo Right unterwegs, zumindest erschien 2016 das erste Tape \u201eNobody Panicked And Everybody Got On\u201c, damals noch als Quartett. Das offizielle Deb\u00fct-Album \u201eDon\u2019t Think You Can Escape Your Purpose\u201c brachte die Band als Trio 2021 heraus, dies ist also das dritte Album in nur vier Jahren. Die Band hat\u2019s mit langen Titeln, Ausnahme: \u201eEP2\u201c, die zweite Ver\u00f6ffentlichung 2017. Die Band besteht aus: Justin Cober mit Gitarren, Synthesizern und Gesang, der bei der Post-Hardcore-Band Black Love initiierte Charles Masson am Bass und John Talbot mit Schlagzeug und Percussion. F\u00fcr den ersten Track lud sich das Trio noch Instagramer Francis Leduc-B\u00e9langer als Trompeter ins Studio.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.01.2025) Die N\u00e4he zum Krautrock steckt ja schon im Bandnamen: \u201eYoo Doo Right\u201c ist der Titel eines St\u00fcckes der K\u00f6lner Can, ver\u00f6ffentlicht 1969 auf dem Deb\u00fct \u201eMonster Movie\u201c. 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