{"id":7153,"date":"2025-01-01T21:20:30","date_gmt":"2025-01-01T20:20:30","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7153"},"modified":"2025-01-01T21:21:25","modified_gmt":"2025-01-01T20:21:25","slug":"jahresrueckblick-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/jahresrueckblick-2024\/","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcckblick 2024"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"562\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-1024x562.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7154\" srcset=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-1024x562.jpg 1024w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-300x165.jpg 300w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-768x422.jpg 768w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-1536x843.jpg 1536w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-2048x1125.jpg 2048w, https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/20241011_2134162-500x275.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide, Onkel Rosebud und Matthias Bosenick<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei ma\u00dfgeblichen KrautNick-Autoren beginnen damit, die im vergangenen Jahr begonnene R\u00fcckblick-Idee zu einer Tradition werden zu lassen, und befassen sich mit allelei Begebenheiten aus dem Jahr 2024.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Guido D\u00f6rheide<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Event<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Umzug von Braunschweig nach Clausthal-Zellerfeld Ende Januar. Nach \u2013 mit Unterbrechungen \u2013 25 Jahren in BS sind das zwar nur gut 70 km f\u00fcr die Menschheit, aber ein gigantischer H\u00fcpfer f\u00fcr den Rezensenten und sein kleines rotes Auto. Dank mobilem Arbeiten aber super zu bewerkstelligen und die Liebste und ich sehen uns jetzt nahezu t\u00e4glich und nicht mehr nur alle paar Wochenenden, je nachdem, wie es der Dienstplan hergibt. Und zweimal pro Woche BS mit den Augen eines Au\u00dfenstehenden ist durchaus charmant. Und was soll ich sagen? CLZ ist klasse, die Wohnung ist supergem\u00fctlich und riesengro\u00df und die Liebste und ich finden es immer noch klasse, uns gegenseitig die Frage \u201eWas machst Du denn hier?\u201c mit \u201eIch wohne hier!\u201c zu beantworten und uns dann zu freuen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Song<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Disziplin kann ich einfach nur verkacken, es sind einfach zu viele Lieder, die mir gefallen haben. Dadurch, dass ich drei Songs ausw\u00e4hle, mache ich es weder besser noch die Auswahl gerechter, aber sei\u2019s drum:<\/p>\n\n\n\n<p>Neon Nightmare \u2013 LATW2TG<\/p>\n\n\n\n<p>Laughing all the way to the Grave \u2013 hier werden fr\u00fche Sabbath mit Type O Negative verkn\u00fcpft, abwechslungsreich auf knapp 8 Minuten ausgewalzt \u2013 k\u00f6nnte ich die ganze Zeit h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Chat Pile \u2013 Camcorder<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres langes St\u00fcck \u2013 knapp sechseinhalb Minuten, genau gesagt. Chat Pile aus Oklahoma City machen Sludge Metal und haben mit \u201eCool World\u201c heuer erst ihr zweites Album ver\u00f6ffentlicht, daf\u00fcr aber haufenweise Singles, EPs und einen Film-Soundtrack. S\u00e4nger Raygun Busch singt irgendwo zwischen aggressiv und gelangweilt, hat dazu eine tolle Stimme, das Schlagzeug ist sch\u00f6n wuchtig, der Bass knarzt und bollert, die Gitarre ist eher im Noise Rock zuhause und dazu gibt es richtig lange Texte mit sch\u00f6n was zum Entdecken drin. \u201eCamcorder\u201c beispielsweise ist rein fiktional und orientiert sich an dem Film \u201eHenry, Protrait Of A Serial Killer\u201c, w\u00e4hrend andere Songs auf dem Album den realen Horror im Gaza-Streifen behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Oranssi Pazuzu \u2013 Ikik\u00e4\u00e4rme<\/p>\n\n\n\n<p>Klar, dieser Song der finnischen Psychedelic-Black-Metal-Dark-Ambient-Avantgarde-Band hat es in die Liste geschafft, weil er a) lang ist und b) finnische Lyrics hat, auf die ich daher mangels Sprachkenntnissen nicht eingehen muss. Au\u00dferdem ist der Song gro\u00dfartig: Minutenlang klimpern und knarzen sich Klavier, Synths, Bass und Schlagzeug in den Song hinein, dazu Ger\u00e4usche aus wahlweise einem Horrorfilm oder einem Schlachthaus und Leadvocalist Jun-His Vanhanen erinnert an alte Bauhaus- und Christian-Death-Zeiten, als letztere noch gut waren. Irgendwo kurz vor der 5-Minuten-Marke explodiert der Song dann, aber irgendwie so, als t\u00e4te er das innerhalb eines Betonmantels, Vanhanen kr\u00e4chzt jetzt eher Black-Metal-m\u00e4\u00dfig, Struktur und Melodie bleiben aber erhalten. So zum Beispiel k\u00f6nnten sich Imperial Triumphant anh\u00f6ren, wenn sie sich auch nur einen Schei\u00df f\u00fcr H\u00f6rbarkeit und Eing\u00e4ngigkeit interessierten. Die Stimmung ist auf jeden Fall \u00e4hnlich, sie ist komplett im Arsch, aber gro\u00dfartig.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Peinlichstes Lieblingslied<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Helloween \u2013 Dr. Stein (Live at Budokan)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, was genau hier jetzt die Peinlichkeit ausmacht \u2013 dass ich immer noch (bzw. seit einigen Jahren wieder) Helloween h\u00f6re \u2013 seinerzeit der neueste hei\u00dfe Schei\u00df unter uns 14J\u00e4hrigen, die \u201eKeeper Of The Seven Keys Part I\u201c auch dann noch f\u00fcr das Gr\u00f6\u00dfte hielten, nachdem uns Queensr\u00ffche ein Jahr sp\u00e4ter mit \u201eOperation: Mindcrime\u201c gezeigt hatten, wie sich ein wirklich perfektes Konzeptalbum anh\u00f6ren kann \u2013 mir ausgerechnet das alberne \u201eDr. Stein\u201c vom \u201eKeeper \u2013 Part II\u201c-Album immer noch so viel Spa\u00df macht oder \u2013 schlicht die vielen K\u00fcrbisse?<\/p>\n\n\n\n<p>Drauf geschissen: Auch nach \u00fcber 25 Jahren sorgt der Song f\u00fcr gute Laune und es erf\u00fcllt die H\u00f6renden mit R\u00fchrung, zu h\u00f6ren, wie viel Spa\u00df die Band mitsamt den gl\u00fccklicherweise vor einigen Jahren in die Band zur\u00fcckgekehrten Ehrenmitgliedern Kai Hansen (sogar Gr\u00fcndungsmitglied) und Michael Kiske (genau wie Iron Maiden verf\u00fcgen Helloween seit dieser Doppelr\u00fcckkehr \u00fcber drei Gitarristen, anders als diese haben sie seitdem aber mit Hansen, Kiske und Andi Deris auch drei (3!) Lead-S\u00e4nger) bei ihrer Arbeit. Allein schon die Anmoderation ist Weltklasse: \u201eToookyyyooooooo! This one is called \u201aDoctor Steeeeiiiiiiiin\u2018!!!\u201c Man kann diesen Jungs nicht b\u00f6se sein, und beim Refrain singt die ganze Nippon-Bud\u014dkan-Halle mit. Watt sch\u00f6\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Album<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The War On Drugs \u2013 Live Drugs Again (13.09.2024 \u2013 Super High Quality Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Nennen Sie es Masochismus, nennen Sie es schlechten Geschmack, aber da ich mich seinerzeit nach \u201eThe Joshua Tree\u201c aus dem U2-Fantum verabschiedete und folglich deren Metamorphose von der hart arbeitenden Beschissene-Frisuren\/Gute-Musik\/Korrekte-Haltung-Band zu DEN gefeierten Stadion-Rockern f\u00fcr Erwachsene der 90er und 2000er komplett verschlafen habe (ich bin dann erst nach knapp 30 Jahren wieder eingestiegen, weil ich Bock hatte, mal wieder \u201eWar\u201c und \u201eThe Unforgettable Fire\u201c zu h\u00f6ren, und seitdem bin ich auch von der Stadionphase mehr als angetan), suche ich seitdem wohl unbewusst nach dem n\u00e4chsten wirklich gro\u00dfen Ding, das diesen Schritt vollzieht, und ich bin dabei. Vor Jahrenden dachte ich ernsthaft, Coldplay k\u00f6nnten das schaffen (Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, wie viele Therapiestunden es gebraucht hat, mit dieser wahrlich dunklen Phase meines Musikgeschmacks letzten Endes meinen Frieden zu machen), und als die es versemmelten, dachte ich, nicht mal Chuck Norris und der unglaubliche Hulk k\u00f6nnen das schaffen. Und nun schaffen es The War On Drugs, mich in denselben euphorischen Zustand zu versetzen, wie es U2 damals mit \u201eAchtung Baby\u201c getan h\u00e4tten, wenn ich das Album damals blo\u00df mal geh\u00f6rt h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfangs war ich allerdings skeptisch, weil hier nach \u201eLive Drugs\u201c (2020) nunmehr schon das zweite Livealbum in kurzer Folge vorgelegt wird, mit nur einem Studioalbum (\u201eI Don\u2019t Live Here Anymore\u201c, 2021) dazwischen. Also kurz \u201eWas soll das?\u201c gefragt, aufgelegt und verstanden, warum das eine gute Idee war: Die Band um Adam Granduciel (der Nachname ist eine augenzwinkernde \u00dcbersetzung seines urspr\u00fcnglichen Nachnamens Granofsky ins Franz\u00f6sische) ist mit \u201eI Don\u2019t Live Here Anymore\u201c sehr gereift, w\u00e4hrend mich TWOD auf fr\u00fcheren Ver\u00f6ffentlichungen auch gerne zwischendurch mal gelangweilt haben (was sie mit dem nach dem ersten Album ausgestiegenen Bandmitgr\u00fcnder Kurt Vile gemeinsam haben), enthielt das neueste Studioalbum f\u00fcr mich ausschlie\u00dflich begeisternde Hymnen, an denen ich mich nicht satth\u00f6ren konnte. Und so trifft es sich hervorragend, dass \u201eI Don\u2019t Live Here Anymore\u201c auf \u201eLive Drugs Again\u201c gleich mit f\u00fcnf Titeln vertreten ist. Das Album beginnt mit \u201eHarmonia\u2019s Dream\u201c von eben diesem j\u00fcngsten Studioalbum, das f\u00fcr \u201eLive Drugs Again\u201c von ohnehin schon \u00fcppigen sechseinhalb auf knapp 10 Minuten erweitert und mit einem komplett neuen, synthetisch pluckernden Intro versehen wird. Und Granduciel singt wesentlich packender als in der Studioversion: Er beginnt \u00e4hnlich, aber je mehr sich die Intensit\u00e4t des St\u00fccks nach und nach steigert, umso intensiver wird auch der Gesang. Und er klingt irgendwie getriebener und heiserer als im Studio. Die Songauswahl deckt die Jahre von 2014 bis 2021 ab und mit \u201eUnder The Pressure\u201c ist nur ein Song vertreten, der es auch schon auf \u201eLive Drugs\u201c geschafft hatte. \u201eUnder The Pressure\u201c ist auch der apselute H\u00f6hepunkt des Albums: Mit nochmals gegen\u00fcber dem 2014er Original und der 2020er Live-Version ver\u00e4ndertem Intro baut sich der 11-Minuten-Song langsam auf, bis nach \u00fcber zwei Minuten erstmals Granduciels wieder mal heisere, hohe Stimme ert\u00f6nt. Klavier, Synth und ein wenig Gitarre tragen den Song weiter und weiter, bis nach viereinhalb Minuten ein psychedelisches und leicht schrammeliges Zwischenspiel ert\u00f6nt, w\u00e4hrenddessen sich die Gitarre langsam in ein zur\u00fcckgenommenes Quietschen und Jaulen steigert, das nach knapp sechs Minuten richtig Fahrt aufnimmt und gemeinsam mit Granduciels jetzt fast schreiendem Gesang ein wahres Pand\u00e4monium entfacht, von dem man sich w\u00fcnscht, es m\u00f6ge so schnell nicht enden. Das ist hymnisch, das ist hypnotisch, das ist gro\u00dfartig. Am Ende l\u00e4sst die Band das eben geh\u00f6rte lange unter Zuhilfenahme diverser Gitarreneffektger\u00e4te eindrucksvoll ausfaden, um dann noch den mit \u201eI Don\u2019t Live Here Anymore\u201c betitelten Titelsong des 2021er Albums \u201eI Don\u2019t Live Here Anymore\u201c hintendranzuh\u00e4ngen (mit der Aufforderung \u201ePut your hands together\u201c und Bandvorstellung am Anfang, wobei man dem kr\u00e4chzenden und kreischenden Granduciel den Spa\u00df an der Veranstaltung deutlich anh\u00f6rt), einen der besten Songs des Albums und ein stimmungsvoller Abschluss eines wunderbaren Live-Albums.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Konzer<\/strong>t<\/p>\n\n\n\n<p>Hier mache ich es mir mal sehr leicht und verweise auf zwei Veranstaltungen, die ich dereinst ausf\u00fchrlich auf www.krautnick.de besprach:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Tom Jones am 14. August auf der Gilde-Parkb\u00fchne zu Hannover, direkt neben dem Austragungsort der Heimspiele von Hannover 96, dem Niedersachsenstadion, gelegen, in der nieders\u00e4chsischen Landeshauptstadt Hannover, und<\/li>\n\n\n\n<li>The Twang \u2013 Western Wonderland am 14. Dezember in der Brunsviga in der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt (und gleichzeitig gr\u00f6\u00dften L\u00f6wenstadt) Niedersachsens, in Braunschweig.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wenn Sie, liebe Lesenden, in Erw\u00e4gung ziehen, 2025 ein Konzert zu besuchen, stellen Sie sicher, dass es am 14. eines Monats stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Kinofilm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Fotografin (Ellen Kuras, 2024)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film mit einer hervorragenden Kate Winslet in der Hauptrolle erz\u00e4hlt die Geschichte der Kriegsfotografin Lee Miller und widmet sich dabei nacheinander dem Leben einer hedonistischen Boh\u00e8me in den fr\u00fchen Drei\u00dfiger Jahren, dem idealistischen Ehrgeiz einer mutigen Frau, Kriegsfotografin zu werden, den Schrecken des zweiten Weltkriegs, der Befreiung von Konzentrationslagern und der Unf\u00e4higkeit der Hauptfigur, in den Nachkriegsjahren eine funktionierende Beziehung zu ihrem Sohn aufzubauen. Am Ende wird klar, dass das Gespr\u00e4ch zwischen Mutter und Sohn, das den Rahmen der Filmerz\u00e4hlung bildet, in Wahrheit niemals stattgefunden hat. Verst\u00f6rend, ber\u00fchrend, spannend, lehrreich und mit gro\u00dfartigen Bildern in Szene gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Serie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier muss ich knapp 30 Jahre in der Geschichte zur\u00fcckgehen, da ich 2024 keine aktuellen Serien verfolgt habe. Die Liebste und ich haben aber zahlreiche sch\u00f6ne DVD-Abende damit verbracht, uns gegenseitig unsere Lieblingsserien zu zeigen, witzigerweise beide von David E. Kelley:<\/p>\n\n\n\n<p>Picket Fences \u2013 Tatort Gartenzaun (1992 \u2013 1996)<\/p>\n\n\n\n<p>In den 90er Jahren lag ich dereinst krank im Bett und erinnerte mich an die Worte meines Freundes Thomas, wonach \u201eRaumschiff Enterprise \u2013 das n\u00e4chste Jahrhundert\u201c die beste Fernsehserie \u00fcberhaupt w\u00e4re. Passenderweise lief sie damals nachmittags auf Sat1 und ich war bis zum Wochenende ans Bett gefesselt. Enterprise TNG wurde zum H\u00f6hepunkt meines Tages. In der folgenden Woche zeichnete ich dann jede Folge auf VHS auf, sicherheitshalber immer mit 10 Minuten Vor- und Nachlauf. Vor TNG lief \u201ePicket Fences\u201c, von dem ich also vor jeder neuen Folge um Captain Picard, Lt. Commander William T. Riker, Doctor Beverly Crusher und Ship Counselor Deanna Troi die letzten zehn Minuten mitbekam. Und dann unbedingt herausfinden wollte, was vor diesen letzten zehn Minuten geschah. Einige Wochen sp\u00e4ter startete \u201ePicket Fences\u201c auf Sat1 von Neuem und ich konnte mir alle Folgen in chronologischer Folge ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Voller Angst, meine knapp 30 Jahre zur\u00fcckreichende Erinnerung k\u00f6nnte mir einen Streich gespielt haben und \u201ePicket Fences\u201c w\u00e4re der letzte Schei\u00df, bestellte ich eine umfangreiche DVD-Box mit allen vier Staffeln und sah sie mir gemeinsam mit der Liebsten an. Und wir waren begeistert: Abgesehen von einigen patriarchalischen Entgleisungen, wie sie in den 90er Jahren noch gang und g\u00e4be waren, ist die Serie verdammt gut gealtert: Alle denkbaren gesellschaftlich bedeutsamen Thematiken werden hier abgehandelt, von spontaner menschlicher Selbstentz\u00fcndung \u00fcber Kuhflatulenzen, dem Verpflanzen von Schweineherzen in den Menschen, Terrorismus, Transsexualit\u00e4t, religi\u00f6sem Wahn bis hin zu Mord mittels einer aus ungekl\u00e4rter Ursache auf dem eigenen Grundst\u00fcck abgestellten Dampfwalze. Die Serie ist angef\u00fcllt mit skurrilen Figuren wie dem angeblich nekrophilen, st\u00e4ndig nach Spermaspuren suchenden und in der Liebe ungl\u00fccklichen Chefpathologen Dr. Carter Pike, dem mit allen Wassern gewaschenen und gleichzeitig skrupellosen und liebenswert-warmherzigen j\u00fcdischen Anwalt Douglas Wambaugh, dem weisen und grantigen Richter Henry Bone und der taubstummen B\u00fcrgermeisterin Laurie Bey mit der kriminellen Vergangenheit, um nur einige zu nennen. Unser Fazit nach 88 Folgen: Die \u00c4rztin Jill Brock (die ich damals in den 90ern als moralisch okaye Vorbildfigur wahrgenommen hatte) ist eine unertr\u00e4glich selbstgerechte und scheinheilige Heuchlerin, die einzige Serienfigur, die in fast jeder Situation vorbildlich und moralisch konsistent handelt, ist deren Stieftochter Kimberley Brock (deren Darstellerin sp\u00e4ter in \u201eCharmed\u201c noch ganz gro\u00df rausgekommen ist \u2013 eine tolle Serie mit einem noch tolleren Soundtrack).<\/p>\n\n\n\n<p>Ally McBeal (1997 \u2013 2002)<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Kollegin Sandra damals im Wolfsburger Klinikum schw\u00e4rmte mir schon immer von ihrer Lieblingsserie \u201eAlly McBeal\u201c vor. Allein Sandras Begeisterung f\u00fcr ein dort auftretendes \u201etanzendes Baby\u201c hielten mich damals davon ab, mir die Serie mal anzuschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann er\u00f6ffnet mir die Liebste, \u201eAlly McBeal\u201c sei ihre Lieblingsserie, sie habe alle f\u00fcnf Staffeln auf DVD und w\u00fcrde sie gerne mal mit mir zusammen ansehen. Das taten wir, und ich bin begeistert. F\u00fcr das tanzende Baby kann ich mich immer noch nicht begeistern, was aber nicht weiter schlimm ist. Auch \u201eAlly McBeal\u201c (die Serie) ist ein Kind der sp\u00e4ten 90er, angef\u00fcllt mit nicht hinterfragten patriarchalischen Sexismen, aber eben auch genauso angef\u00fcllt mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen, die sich hierzulande erst Jahrzehnte sp\u00e4ter ergeben haben. In der Hauptsache geht es um sexuelle Diskriminierung, ein Themenfeld, auf das sich die Bostoner Anwaltskanzlei Cage &amp; Fish, f\u00fcr die Ally arbeitet, spezialisiert hat. Diese wird \u2013 wenn auch teilweise in haarstr\u00e4ubender Art und Weise \u2013 tats\u00e4chlich aus allen nur denkbaren Blickwinkeln gezeigt und am Ende siegt meistens eine Moral, die auch heute noch vertretbar ist. Wie schon bei \u201ePicket Fences\u201c f\u00e4hrt David E. Kelley auch hier ein Arsenal an liebenswerten Originalen auf, allen voran \u201eDas Gummib\u00e4rchen\u201c John Cage, einer der beiden Partner bei Cage &amp; Fish, ein brillanter Anwalt, der aus seinen Macken keinen Hehl macht und den man einfach die ganze Zeit nur knuddeln m\u00f6chte. Eine Beziehung zwischen ihm und Ally, die ich mir die ganze Serie \u00fcber gew\u00fcnscht habe, kommt leider nicht zustande, obwohl beide sehr \u00e4hnlich sind, allein es funkt nicht richtig zwischen ihnen. F\u00fcr ein besonderes Aha-Erlebnis sorgte der zweite Kanzlei-Partner, Richard Fish, in der deutschen Synchronisation: Er redet wie Justus Jonas von den Drei Detektiven und wird tats\u00e4chlich von Oliver Rohrbeck gesprochen. Seine \u201eFishismen\u201c strotzen nur so von machohafter D\u00fcmmlichkeit, dennoch musste ich auch Richard einfach m\u00f6gen, da er trotz aller Borniertheit ein gutes Herz hat und immer dann, wenn man es von ihm am wenigsten erwartet, etwas richtig Herzerw\u00e4rmendes sagt oder tut. \u201eAlly McBeal\u201c (die Serie) besticht neben Ally McBeal (der Hauptfigur), die ehrlich gesagt \u00fcberhaupt nichts auszustehen hat und stattdessen von Luxusproblemen und der Frage \u201eWie finde ich den Mann f\u00fcrs Leben?\u201c geplagt wird, aber dennoch unendlich liebenswert ist, durch eine wahre Armada an Neben- und Gastdarstellern wie Robert Downey jr., Lucy Liu, Courtney Thorne-Smith, Hayden Panettiere (sehr gro\u00dfartig als Allys 10j\u00e4hrige leibliche Tochter), Tracey Ullman, John Bon Jovi (unglaublich in seiner Rolle als Handwerker und Probleml\u00f6ser in alles Lebensfragen), Christina Ricci, Kathy Baker (die unm\u00f6gliche Dr. Jill Brock aus \u201ePicket Fences\u201c), Kate Jackson, Farrah Fawcett (hihi, zusammen mit Lucy Liu sind hier also tats\u00e4chlich drei Engel f\u00fcr Charlie zu sehen, quasi generationen\u00fcbergreifend), Dame Edna Everage, Anne Heche (\u201ePlatsch \u2013 Pfannekuchen!\u201c, selten wurde das Tourette-Syndrom unterhaltsamer dargestellt, pups!), Robert Picardo, Heather Locklear und viele andere mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls sehr ansprechend ist die Musik in der Serie \u2013 angefangen mit Vonda Shepards Titelsong \u201eSearchin\u2019 My Soul\u201c \u00fcber Shepards \u00fcbrige Songs, oft sehr sch\u00f6ne Coverversionen, bis hin zu den zahlreichen Gastauftritten von Barry White, Anastacia, Sir Elton John, Al Green, Randy Newman etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt die heimelige Darstellung von Boston, MA, wo anscheinend immer Weihnachten ist. Auch das machte \u201eAlly McBeal\u201c zu einer prima Untermalung der Weihnachtszeit 2024.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Buch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Freida McFadden \u2013 The Boyfriend (2024, Poisoned Pen Press)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Filiale einer gro\u00dfen, im nordrhein-westf\u00e4lischen Hagen (Sitz der bekannten und beliebten FernUniversit\u00e4t in Hagen, an der der Rezensent zehn lehrreiche Jahre seines Lebens verbracht hat) beheimateten Buchhandlungskette in G\u00f6ttingen verf\u00fcgt \u00fcber eine gut sortierte Abteilung mit englischsprachiger Literatur. Wenn wir die Stieftochter besuchen, suche ich dort immer nach Titeln mir bekannter Schriftsteller:innen, die noch nicht in deutscher \u00dcbersetzung vorliegen. Nachdem ich von Freida McFaddens \u201eThe Housemaid\u201c-Reihe \u00fcberaus begeistert war, freute ich mich umso mehr, dass die be\u00e4ngstigend produktive Schriftstellerin (mehr als 25 B\u00fccher in 11 Jahren und nebenbei noch als \u00c4rztin t\u00e4tig) mit \u201eThe Boyfriend\u201c am 1. Oktober einen weiteren Thriller ver\u00f6ffentlicht hat. Darin geht es um die sympathische New Yorkerin Sydney, die mit Anfang 30 per Online-Dating ihren Traumpartner sucht. Nach anf\u00e4nglichen R\u00fcckschl\u00e4gen, die humorvoll und be\u00e4ngstigend geschildert werden, lernt sie mit Tom den tats\u00e4chlichen Mr. Perfect kennen. Gleichzeitig treibt aber ein Serienkiller in NYC sein Unwesen, der seine Opfer beim Online-Dating kennenlernt. Den Lesenden, die immer abwechselnd Sydneys Schilderung der Jetzt-Zeit und Toms Bericht \u00fcber seine Vergangenheit zu lesen bekommen, ist schnell klar, dass Sydney mit Tom ihren M\u00f6rder getroffen hat. So ganz falsch liegen Leserin und Leser damit nicht, aber McFadden w\u00e4re nicht McFadden, wenn es so einfach w\u00e4re. Die Aufl\u00f6sung war f\u00fcr mich ein apseluter \u201eAch Du Schei\u00dfe, das h\u00e4tte ich nicht gedacht\u201c-Moment, alle auftretenden Charaktere werden so toll beschrieben, dass man sich trotz der obwaltenden Begleitumst\u00e4nde in dem Roman immer zuhause und immer gut aufgehoben findet, und das Ende ist wieder mal ein typisches b\u00f6ses Freida-McFadden-Happy-Ending. Und die Sprache ist lebhaft und locker und auch f\u00fcr Nicht-Muttersprachler gut verst\u00e4ndlich, ohne st\u00e4ndig ein W\u00f6rterbuch neben sich liegen haben zu m\u00fcssen. Im Dezember 2025 soll \u201eThe Boyfriend\u201c unter dem Titel \u201eDer Freund\u201c in deutscher \u00dcbersetzung erscheinen, wieder mit dem von der \u201eHousemaid\u201c-Reihe bekannten wundersch\u00f6nen farbigen Gestaltung. Wer solange nicht warten kann, sollte gerne bei der Originalausgabe zugreifen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Podcast<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Quarks Science Cops \u2013 Der Fall Zara Secret: Abzocke und Verschw\u00f6rung (seit 03.08.2024 in der ARD-Audiothek)<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Podcast-Reihen, die ich gerne im Fahrzeug zwischen dem Harzgebirge und der L\u00f6wenstadt h\u00f6re, geh\u00f6ren die \u201eQuarks Science Cops\u201c. Dort kl\u00e4ren die WDR-Wissenschaftsjournalisten Jonathan Focke und Maximilian Doeckel alle zwei Wochen \u00fcber (un)wissenschaftlichen Unsinn und Sciencewashing auf und erkl\u00e4ren die zugrundeliegenden Mechanismen. Bisher habe ich noch nichts von den beiden geh\u00f6rt, das mich nicht \u00fcberzeugt h\u00e4tte, zum Beispiel die vierteilige Serie \u00fcber Anthroposophie feiere ich sehr, aber die Zara-Secret-Folge hat mich so ersch\u00fcttert, dass ich sie stellvertretend f\u00fcr alle anderen Folgen hier in den Jahresr\u00fcckblick aufnehme.<\/p>\n\n\n\n<p>Zara Secret ist eine unter anderem durch YouTube und Instagram bekannte Influencerin, die beispielsweise Glaskugeln verkauft, die dem Trinkwasser zu bis dahin ungeahnten Qualit\u00e4ten verhelfen und die mal eben knapp 400 EUR kosten (daf\u00fcr aber 30.000 Jahre halten!). Das klingt erstmal nur nach harmlosen Verkauf von \u00fcberteuerten Artikeln an gutgl\u00e4ubige Follower:innen. Wobei ich mich wunderte, wie eine Influencerin, die sich nicht einmal ansatzweise die M\u00fche macht, drei S\u00e4tze in Folge grammatikalisch geradeaus zu sprechen, sondern der es einzig und allein darauf anzukommen scheint, besonders schlau, angepisst und selbstgerecht r\u00fcberzukommen, so erfolgreich sein kann. F\u00fcr mich h\u00f6rt sich Zara Secret an, als versuche sie, ihr Publikum durch geschliffene Rhetorik zu beeindrucken. Das Ergebnis ist eine ausgewogene Mischung aus Betroffenheitsrhetorik, Marketing-Sprech und reinem Dilettantismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Zara Secret will nicht nur Sachen verkaufen, sondern auch ein Weltbild. Dabei beruft sie sich auf rechtsesoterische Verschw\u00f6rungstheoretiker, schie\u00dft gegen die gleichgeschalteten Medien, die \u201eSchei\u00dfgesetze\u201c, die angeblich verbieten, dass sie den Wirkmechanismus ihrer Glask\u00fcgelchen offenlegt (in Wirklichkeit verbieten diese Gesetze ihr nur, haltlose Heilsversprechen zu machen), und schie\u00dft gegen jeden, der ihre kruden Thesen anzweifelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie da eins zum andern kommt und am Ende w\u00e4hlt man blau und f\u00fchlt sich von gr\u00fcn unterdr\u00fcckt, dabei wollte man doch eigentlich nur sein Glas Wasser ein St\u00fcck weit aufpeppen. Und da man sich diesen Kram selber aus Zeitgr\u00fcnden gar nicht anh\u00f6ren kann, bin ich dankbar f\u00fcr jede neue Science-Cops-Folge, die nicht nur saum\u00e4\u00dfig interessant, sondern auch witzig und unterhaltsam sind, ohne sich dabei \u00fcber diejenigen lustig zu machen, die durch unwissenschaftlichen Unsinn aufs Kreuz gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gestorben und betrauert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Frank Z.<\/p>\n\n\n\n<p>Wayne Kramer.<\/p>\n\n\n\n<p>Damo Suzuki.<\/p>\n\n\n\n<p>R.P.S. Lanrue<\/p>\n\n\n\n<p>Caterina Valente.<\/p>\n\n\n\n<p>Kris Kristofferson.<\/p>\n\n\n\n<p>Paul Di\u2019Anno.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnter Fink.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Knapp.<\/p>\n\n\n\n<p>Jim Abrahams.<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Hammerschmid.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermes Phettberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Jimmy Carter.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Onkel Rosebud<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Event<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Vater und mein Schwiegervater sind innerhalb von reichlich 3 Monaten mit den gleichen Symptomen von meiner Familie und mir gegangen \u2013 der Eine mit 20 Jahren Anlauf, der Andere quasi \u00fcber Nacht. Im Zuge dieser traurigen Angelegenheit habe ich zum ersten Mal an einer Seebestattung teilgenommen. Es war \u2013 wie soll ich sagen \u2013 eine tolle Erfahrung und mein Ereignis des Jahres. Dem Anlass w\u00fcrdig, emotional positiv, und dabei \u00fcber das offene Meer zu schauen l\u00e4sst die Trauer besser ertragen als in ein Loch in der Erde zu gucken.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Song<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Everthing Everthing \u201eCold Reactor\u201c(BMG)<\/p>\n\n\n\n<p>Everything Everything ist eine britische Avantgarde-Band von ehemaligen Studenten der Musikwissenschaft, die seit 2010 in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit erstaunliche Alben raushauen. In \u201eCold Reactor\u201c, der ersten Single von der diesj\u00e4hrigen Erscheinung \u201eMountainhead\u201c, geht es um das Streben nach einer fortschrittlichen Zukunft und exponentiellem Wachstum auf Kosten unserer pers\u00f6nlichen Welten und unseres geistigen Wohlbefindens. Ein relativ verkopfter Inhalt zu einer \u00fcberraschend eing\u00e4ngigen Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Dorau \u201eWas nimmst du mit\u201c vom Album \u201eIm Geb\u00fcsch\u201c (Tapete Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Presseinfo zum Erscheinen des Albums antwortet der Gro\u00dfmeister der fr\u00f6hlichen Traurigkeit auf die Frage \u201eZiehst Du bei dem St\u00fcck \u00bbWas nimmst Du mit?\u00ab Bilanz Deines Lebens?\u201c Fred vom Jupiter antwortete: \u201eNein! Da geht es nur darum, was man mitnimmt, wenn es zuhause brennt. Da ist keine Metaebene drin. \u00dcber die Frage, was ich mitnehmen, wenn meine Wohnung brennt, denke ich dagegen seit zig Jahren nach.\u201c Da ich diese Situation ohne Vorbereitung schon mal erleben musste, kann ich wahrheitsgem\u00e4\u00df antworten: meinen \u201eErwachsenen-Ordner\u201c, den i-pod (das Ereignis ist 15 Jahre her) und ein Art Gl\u00fccksbringer, den ich bei der Haushaltsaufl\u00f6sung nach dem Tod meiner Oma heimlich eingesteckt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Michael Kiwanuka \u201eFloating Parade\u201c (Interscope Records\/Polydor)<\/p>\n\n\n\n<p>Michael Kiwanuka aus London mit Wurzeln in Uganda hat die sanfteste Stimme im Pop-Biz seit Marvin Gaye. Sein Bariton strahlt eine unaufdringliche W\u00e4rme aus. Einfach zum Niederknien. Dazu dieses vertr\u00e4umte Instrumental mit 70er-Jahre-Soul-Einschlag. So landet man in der Liste.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Peinlichstes Lieblingslied<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Charli XCX feat. Billie Eilish \u201eGuess\u201d (Atlantic Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Musikvideo zu \u201eGuess\u201c erklimmen die beiden recht beliebten S\u00e4ngerinnen einen riesigen Berg aus Unterhosen, die vom Himmel regnen, und im Text geht\u2018s um Oralverkehr. Das sind schon mal vier Gr\u00fcnde in einem Satz, um den Song und das Ph\u00e4nomen v\u00f6llig zu ignorieren. W\u00e4re da nicht meine Karriere im DJ-Herbst des Lebens. Beim ersten Mal, als sich dieser Song vehement gew\u00fcnscht wurde, dachte ich noch: Uh, wasf\u00fcrnschei\u00df. Beim zweiten Mal erkannte ich den Loop aus dem Daft-Punk-Song \u201eTechnologic&#8220; und mir schwante ein doch-irgendwie-cool. Beim dritten Mal habe ich mitgetanzt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Album<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Elbow \u201eAudio Vertigo\u201d (Polydor Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Elbow aus Manchester sind mit ihrer Mischung aus der Post-Punk-Phase von Radiohead und dem Progressive Rock von Genesis ein legitimer Bestandteil der britischen Popkultur und definitiv die besseren Coldplay. \u201eAudio Vertigo\u201d ist ihr fr\u00f6hlich-feierliches, zehntes Studioalbum.<\/p>\n\n\n\n<p>Various Artists \u201eDer Text ist meine Party (die Hamburger Schule 1989-2000)\u201c (Tapete Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Zum dem gleichnamigen Buch \u00fcber diese Szene ist das die zugeh\u00f6rige musikalische Kompilation. Die Sterne, Tocotronic oder Blumfeld kennt jeder. Aber wer kann sich noch an den fantastischen Beifang erinnern? Die Trackliste liest sich wie Vergangenheitsbew\u00e4ltigung, unter anderen sind vertreten Kolossale Jugend, Cpt. Kirk, Die Braut haut ins Auge, Die F\u00fcnf Freunde, Die Regierung, Concorde, Huah!, Stella, Sport, JaK\u00f6nigJa und Ostzonensuppenw\u00fcrfelmachenkrebs.<\/p>\n\n\n\n<p>Shellac \u201eTo All Trains\u201c (Touch and Go Records)<\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00f6ffentlicht am 17. Mai 2024, 10 Tage nach dem Tod der Postpunk-Legende und des Pokerspielers Steve Albini durch Herzinfarkt. \u201eTo All Trains\u201c versammelt alles, was man an seinen Musikprojekten liebgewonnen hat. Schneidend, metallisch messerscharfe Gitarren, ein spartanisch zuckender und stotternder Drumcomputer und dazu seine absichtsvoll lethargisch, spr\u00f6de, gef\u00fchllose Gesangsstimme. Rest in peace, Motherfucker.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Konzert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>11.10. Lysistrata @Cassiopeia Berlin. Einen Tag vor dem superben KrautNick-Geburtstag auf Radio Okerwelle hatten meine Berliner-Ausgehgruppe und ich eine Rendez-vous mit der Post-Hardcore-Band aus Frankreich in einem piefigen Konzertclub. Nach meinem letztj\u00e4hrigen Ausflug zu Depeche Mode hatte ich mir vorgenommen, so schnell nicht wieder an einer Massenveranstaltung in einem Stadion teilzunehmen. Deshalb kam dieser Gig gerade recht. Am Ende des Konzertes tropfte der Schwei\u00df von der Decke des 200 Leute fassenden, unbel\u00fcfteten Betonschlauches. F\u00fcr \u20ac 13,60 Eintritt kann man nicht mehr Portion Gl\u00fcckseligkeit verlangen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Kinofilm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJohatsu \u2013 Die sich in Luft aufl\u00f6sen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In Japan verschwinden jedes Jahr Tausende Menschen f\u00fcr immer, viele absichtlich mithilfe sogenannter Nachtumzugsfirmen. Andreas Hartmann und Arata Mori haben eine Doku \u00fcber sechs Schicksale gemacht, \u201eJohatsu\u201c. Was \u201edie zu Wasserdampf Gewordenen\u201c auf Japanisch hei\u00dft, erscheint als Kehrseite des Gemeinschaftssinns, als R\u00fcckzug in die Vereinzelung. Ich wurde sehr gut unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Serie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eYellowstone\u201c (Paramount)<\/p>\n\n\n\n<p>In \u201eYellowstone\u201c geht es um das Schicksal einer riesigen Ranch in Montana. Dort lebt die dysfunktionale Sippe unter der Herrschaft eines schwierigen Patriarchen. Zur Familie geh\u00f6ren neben dem Vater zwei S\u00f6hne, einer davon hat eine indianische Frau, eine Tochter und ein zugelaufener Vorarbeiter. In Laufe der Handlung des Neo-Westerns werden Meinungsverschiedenheiten immer irgendwann mit Faust, Messer, Colt oder Sturmgewehr ausgetragen. Der Kniff dabei ist, dass sich die Protagonisten in der Rolle der indigenen Einwohner des 19. Jahrhunderts wiederfinden, Uramerikaner, die von den Vorfahren des Patriarchen aus dem Tal vertrieben worden sind. Dazu kommen die grandiosen Landschaftsaufnahmen aus Montana: die Ranch, das Vieh, die Berge. Herdenweise Rinder, Mustangs und B\u00fcffel sausen st\u00e4ndig durch das Bild. Und vor dieser Kulisse machen Cowgirls und Boys das, was sie eben den Tag \u00fcber so machen. Das hat Suchtpotential.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Buch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fernando Pessoa \u201eDas Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares&#8220; (Fischer Verlag, \u00fcbersetzt von In\u00e9s Koebel, 2003)<\/p>\n\n\n\n<p>Seit einem gef\u00fchlten Vierteljahrhundert nehme ich mir vor, diesen Uluru der Weltliteratur zu erklimmen. 2024 melde ich Vollzug. Diese \u201eSoziologie der Tr\u00e4ume\u201c ist das anstrengendste Buch, was jemals den Weg auf mein Nachtschr\u00e4nkchen gefunden hat. Trotzdem \u00fcben diese ausufernden Satzketten, die naive Ironie und die Mischung aus Sehnsucht, Melancholie und verletztem Stolz eine eigenartige Anziehungskraft aus. Aber noch einmal lese ich das nicht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Podcast<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas bisher geschah\u201c (Wondery)<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn wir wissen, was bisher geschah, nehmen wir intensiver wahr, was heute passiert, und verstehen, was morgen kommen kann.\u201c (Aus dem Beipackzettel, der ausnahmsweise mal einl\u00f6st, was er verspricht.) In \u201eWas bisher geschah\u201c sprechen Geschichtsjournalist Joachim Telgenb\u00fcscher und Historiker Nils Minkmar \u00fcber die Dramen, Triumphe, Ereignisse und Pers\u00f6nlichkeiten der Geschichte, die unsere Welt gepr\u00e4gt haben und bis heute besch\u00e4ftigen und setzen diese in den kulturpolitischen Kontext von heute.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Gestorben und betrauert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hans-Georg Reinicke, * 11.07.1951, \u2020 12.07.2024<\/p>\n\n\n\n<p>Rolf Hiecke, * 08.02.1941, \u2020 03.10.2024<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Matthias Bosenick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Event<\/strong><br><br>20 Jahre KrautNick: Dass es die Plattform \u00fcberhaupt so lang geben w\u00fcrde, h\u00e4tte ich 2004 nicht zu tr\u00e4umen gewagt. Dass sie so wachsen w\u00fcrde, auch nicht. Dass ich dar\u00fcber so viele Kontakte aus aller Welt kn\u00fcpfen w\u00fcrde, noch weniger. Und dass ich bald mit Guido D\u00f6rheide und Onkel Rosebud ein festes Team hatte, ist das Kr\u00f6nchen von allem. Wir feierten auf Radio Okerwelle drei Stunden lang KrautNick-Geburtstag. Und danach gesellte sich noch Bassist Chrisz Meier als neuer Kolumnist hinzu.<br><br>Weitere H\u00f6hepunkte waren die Aktivit\u00e4ten mit meinem DJ-Team Rille Elf: Wir bespielten Lieblingsorte wie das Caf\u00e9 MokkaB\u00e4r, Harrys Bierhaus und das Kufa-Haus, legten aber auch zu Sonder-Aktionen auf wie den WRG-Kulturtagen, dem Lichtparcours und dem zehnten Geburtstag vom Kr\u00fcgerglantzquartett. N\u00e4chstes Jahr werden wir selbst zehn Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Song<\/strong><br><br>Devin Townsend \u2013 Ruby Quaker (von \u201ePowerNerd\u201c)<br><br>Kurz vor Jahresabschluss kredenzt mir Dev sein bestes Album seit rund zehn Jahren und darauf den Kracher schlechthin: eine Metal-Ode an den Kaffee, ein wilder Ritt durch Genres, die mit Metal nicht zwingend etwas zu tun haben. Wakey-wakey!<br><br>Evgeny Bardyuzha \u2013 Love Drunk<br><br>In der besseren Instrumentalversion untermalte dieser fiebrig kriechende Electro-Disco-Knaller den Trailer zum diesj\u00e4hrigen Filmfest. Das St\u00fcck war mir noch wichtiger, weil meine Freundin seit diesem Jahr f\u00fcrs Filmfest arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Peinlichstes Lieblingslied<\/strong><br><br>Snollebollekes \u2013 Links rechts (2015)<br><br>Der EM-Fu\u00dfball selbst war gar nicht so interessant, daf\u00fcr aber die Fanaktionen in den Spielst\u00e4dten: Auf Twitter verfolgten meine Freundin und ich beispielsweise, was die Fans aus Schottland so trieben, und h\u00fcpften mit den Niederl\u00e4ndern \u201elinks rechts\u201c. Ja, ich hab mir von dem Baller-Song die 7\u201c gekauft.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Album<\/strong><br><br>Solbrud \u2013 IIII<br><br>Leider der Schwanengesang, auf den wir auch noch lang warten mussten: S\u00e4nger Ole war inzwischen zugunsten seiner Projekte Afsky und Heltekvad ausgestiegen, ein neuer S\u00e4nger l\u00e4ngst gefunden und die bereits vollzogenen Aufnahmen technisch zum Abschluss gebracht. Dennoch stellte das Rest-Trio fest, dass es ohne Ole nicht weitergeht. \u201eIIII\u201c ist die K\u00f6rnung des modernen Black Metal: Jedes der vier Bandmitglieder komponierte eine der LP-Seiten, so vielseitig waren selbst Solbrud nie zuvor, und die waren schon immer vielseitig.<br><br>Fly Cat Fly \u2013 Freaks<br><br>Ein weiteres Album, auf das wir lang zu warten hatten \u2013 viele Songs kannte man schon live, die LP in den H\u00e4nden zu halten kam einer Erl\u00f6sung gleich. Wie nur zwei Leute so geilen Indierock, der auch noch weit mehr ist als das, zusammengetragen und zudem noch live so wegblasend transferiert bekommen! Vom ersten bis zum letzten Ton der Hammer.<br><br>Beth Gibbons \u2013 Lives Outgrown<br><br>Diese Stimme! Diese Art zu singen, gleichzeitig zerbrechlich und kraftvoll! Anders als mit ihrer Hauptband Portishead, ist diese Musik hier komplett analog. Und wie beim Vorg\u00e4nger, ihrem Solo-Deb\u00fct \u201eOut Of Season\u201c, ist hier jemand von Talk Talk beteiligt. Eine mehr als \u00fcberzeugende Kombination!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Konzert<\/strong><br><br>Chronologisch r\u00fcckw\u00e4rts, weil ohne Wertung: Grass Harp im Planetarium Wolfsburg am 16. November, Das Vollplaybacktheater mit \u201eJohn\u201c im Theater am Aegi Hannover am 8. November, The Notwist im WestAnd Braunschweig am 11. Oktober, Fly Cat Fly im Kufa-Haus Braunschweig am 21. September, Das Vollplaybacktheater mit \u201eDie drei ??? und der heimliche Hehler\u201c in der Lindenhalle Wolfenb\u00fcttel am 10. Februar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Kinofilm<\/strong><br><br>Das Kinojahr 2024 hatte f\u00fcr mich so viele positive \u00dcberraschungen in petto, dass ich den besten gar nicht herauspicken kann. Los ging es schon im Januar mit \u201eDer Junge und der Reiher\u201c, dem wohl letzten Film von Hayao Miyazaki. Weitere Perlen: \u201eAndrea l\u00e4sst sich scheiden\u201c von Josef Hader, \u201eZwei zu Eins\u201c von Natja Brunckhorst, \u201eIn Liebe, Eure Hilde\u201c von Andreas Dresen, \u201eThe Room Next Door\u201c von Pedro Almod\u00f3var, \u201eUniversal Language\u201c von Matthew Rankin und zuletzt \u201eKonklave\u201c von Edward Berger. Dazu einige gefeierte Wiederauff\u00fchrungen \u2013 und auch einiger Schrott, aber der sei hier missachtet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Serie<\/strong><br><br>Lars von Trier \u2013 Geister: Exodus (Riget: Exodus)<br><br>Bereits 2022 fertiggestellt, aber erst 2024 auch bei uns zu haben: der Abschluss der Krankenhaus-Horror-Kom\u00f6die des seinerseits erkrankten Lars von Trier. Erreicht das sehr hohe Niveau der Ur-Serie von vor 30 Jahren nicht ganz, ist aber dennoch empfehlenswert. Zumal die einzige andere Serie, die ich in diesem Jahr sah, komplette Schei\u00dfe war.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Buch<\/strong><br><br>Sibylle Schreiber \u2013 Das 3&#215;8 der Liebe<br><br>Eigentlich h\u00e4tte dieses Buch bereits zum Weihnachtsgesch\u00e4ft ver\u00f6ffentlicht worden sein sollen, aber auch im April und \u00fcberhaupt sowieso ist es die Lekt\u00fcre wert. Nochmals eigentlich hatte Sibylle diese 24 Liebesgeschichten aus aller Welt und rund um lokale Br\u00e4uche und Mythologien lediglich als Adventskalender f\u00fcr ihren Gatten-in-spe konzipiert, lie\u00df sich aber gottlob davon \u00fcberzeugen, daf\u00fcr einen Verlag zu suchen. Wie gut, dass das geklappt hat!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Podcast<\/strong><br><br>H\u00f6re ich nicht, ich bleibe bei H\u00f6rspielen, und da \u2013 abseits von meinen Immer-Favoriten, den klassischen \u201eDie drei ???\u201c und \u201ePoint Whitmark\u201c \u2013 bei den Serien aus dem Hause Contendo Media. Spotify sei Dank.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Gestorben und betrauert<\/strong><br><br>Caf\u00e9 MokkaB\u00e4r, 21. April 2018 \u2013 19. Dezember 2024<br><br>Da f\u00fchle ich mich wie um ein Wohnzimmer amputiert.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide, Onkel Rosebud und Matthias Bosenick Die drei ma\u00dfgeblichen KrautNick-Autoren beginnen damit, die im vergangenen Jahr begonnene R\u00fcckblick-Idee zu einer Tradition werden zu lassen, und befassen sich mit allelei Begebenheiten aus dem Jahr 2024.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-7153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besonderes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7153"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7156,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7153\/revisions\/7156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}