{"id":7150,"date":"2024-12-30T16:31:04","date_gmt":"2024-12-30T15:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7150"},"modified":"2024-12-30T16:31:04","modified_gmt":"2024-12-30T15:31:04","slug":"opeth-the-last-will-and-testament-reigning-phoenix-music-nuclear-blast-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/opeth-the-last-will-and-testament-reigning-phoenix-music-nuclear-blast-2024\/","title":{"rendered":"Opeth \u2013 The Last Will And Testament \u2013 Reigning Phoenix Music\/Nuclear Blast 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Opeth-The-Last-Will-And-Testament.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Opeth-The-Last-Will-And-Testament.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7151\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (30.12.2024)<br><br>Okay, Mikael \u00c5kerfeldt growlt wieder, war vorab zu vernehmen. Die ersten neun Alben seiner Band Opeth waren davon bestimmt, dass er seine Stimme zwischen Klargesang und tiefstem Growlen schwanken lie\u00df, je nachdem, was die Komposition so erforderte, und der progressive Death Metal der Schweden erforderte dies stets passend und angemessen. Bis die Charts winkten, die Band das Orgeln lernte und feststellte, dass Deep-Purple-Fans die Ohren offener halten, wenn man das Growlen unterl\u00e4sst und die Songstrukturen mehr an Yes als an Death anpasst. Auf \u201eThe Last Will And Testament\u201c growlt er also wieder \u2013 zu den Orgeln, den Prog-Spr\u00fcngen und den anderen Parametern, die mit dem vermissten Death Metal nicht allzuviel zu tun haben. Hei\u00dft: Das Growlen allein macht noch kein Opeth.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Mag sein, dass \u201eThe Last Will And Testament\u201c irgendwie kompakter wirkt als die vier Vorg\u00e4nger ab \u201eHeritage\u201c, mit denen Opeth aufs Progdudeln umschwenkten. Die Band spielt einigerma\u00dfen tight, nur selten ist dies jedoch noch Metal. Ab und zu ein Riff, gelegentlich ein Gitarren-Solo, aber auch sehr viel Synthie und Orgel, bis hin zum Orchesterkitsch. Nix gegen die Harfe im vierten Track, der Stereoeffekt ist ganz geil, auch mal eine Fl\u00f6te oder ein Spoken-Word-Anteil sind feine Ideen, beides \u00fcbrigens beigetragen von Ian Anderson, da bleiben Opeth im Schubladenfach. Einige Melodien haben sogar den leichten Ansatz, haften zu bleiben. Nur macht ein Haufen guter Ideen noch kein gutes Album, wenn man diese Ideen nicht mit einer \u00fcbergeordneten guten Idee verbindet.<br><br>Es ist schon merkw\u00fcrdig: Softere Passagen, reduziertere Tracks gibt es bei Opeth ja schon l\u00e4nger, mit \u201eDamnation\u201c ver\u00f6ffentlichten sie bereits 2002 ein gesamtes Album im eher akustischen Gewand. Und das war ausnehmend gut, da passte alles zusammen, es fiel leicht, dieses Werk in die Discographie zu integrieren und zu wissen, dass Opeth mit \u201eGhost Reveries\u201c wieder an alte Gepflogenheiten ankn\u00fcpfen w\u00fcrden. Zum vorletzten Mal indes, der Weg in Richtung Progrock war bereits angedeutet.<br><br>Den schreiten Opeth hier nun ab, verschachteln ihre Tracks willk\u00fcrlich, packen allen m\u00f6glichen Kram hinein und geben sogar dem Kitsch eine ordentliche Suite. Aber sehr h\u00e4ufig fragt man sich, wann endlich Metal kommt, auch mit dem eingearbeiteten Growlen, und nicht selten ist man ersch\u00fcttert, wie einf\u00e4ltig manche Melodien sind, etwa zu Beginn des sechsten Tracks. Zudem meint man, den ganzen Prog-Kram seit 50 Jahren bereits bei einschl\u00e4gigen Vertretern des Genres geh\u00f6rt zu haben. Das Ganze ist dann auch noch so zusammenhanglos aneinandergeprengelt, dass man nicht mal einen einzelnen Track hervorheben kann, den man gern h\u00e4ufiger h\u00f6ren wollen w\u00fcrde. Klar, so ist das ganze Album ein einzelner, sehr langer Track \u2013 das best\u00e4tigt die Titelstruktur, denn die ersten sieben Tracks sind einfach durchnummeriert, lediglich der ABBAeske achte tr\u00e4gt einen konkreten Titel, n\u00e4mlich \u201eA Story Never Told\u201c. Das hat mit dem Konzept zu tun, denn \u2013 ganz Progrock \u2013 \u201eThe Last Will And Testament\u201c ist ein Konzeptalbum \u00fcber eine Familiengeschichte, die nach dem Tod des Erblassers die Angeh\u00f6rigen zum Erblassen bringt.<br><br>Damit ist \u201eThe Last Will And Testament\u201c das f\u00fcnfte Opeth-Album in Folge, das einem die Band abgew\u00f6hnt. Auch mit Growls. Das ist bedauerlich, aber schm\u00e4lert den Genuss der ersten neun ja nicht. Der Gastbeitrag von Joey Tempest l\u00e4sst ahnen, wohin die Reise mit Opeth geht \u2013 jedenfalls nicht mehr in die heimische Sammlung. Endg\u00fcltig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (30.12.2024) Okay, Mikael \u00c5kerfeldt growlt wieder, war vorab zu vernehmen. 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