{"id":7104,"date":"2024-12-17T20:47:53","date_gmt":"2024-12-17T19:47:53","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7104"},"modified":"2024-12-17T20:47:53","modified_gmt":"2024-12-17T19:47:53","slug":"cryptic-brood-necrotic-flesh-bacteria-lycanthropic-chants-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/cryptic-brood-necrotic-flesh-bacteria-lycanthropic-chants-2024\/","title":{"rendered":"Cryptic Brood \u2013 Necrotic Flesh Bacteria \u2013 Lycanthropic Chants 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Cryptic-Brood-Necrotic-Flesh-Bacteria.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Cryptic-Brood-Necrotic-Flesh-Bacteria.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7105\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (17.12.2024)<br><br>Von wegen, Death Metal ist einfach nur auf die Fresse. Man m\u00f6chte das Wort nicht zwingend in diesem Kontext verwenden, aber das Wolfsburger Trio Cryptic Brood gestaltet seine Tracks durchaus progressiv, auch die neun neuen St\u00fccke auf \u201eNecrotic Flesh Bacteria\u201c sind in sich schon vielseitiger, als es manche brutalen Metal-Alben \u00fcberhaupt sind. Und dazu auch noch auf einem musikalisch so hohen Niveau! Nicht zu vergessen der Humor \u2013 die Band bleibt im Genre, das sich blutig, eklig, widerlich darstellt, aber nat\u00fcrlich stets, um ein zweites zu vermeidendes Wort zu verwenden, mit einem Augenzwinkern.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hier ist nicht nur alles drin, was man sich vom Death Metal der alten Schule w\u00fcnscht, sondern noch so einiges mehr. Die Gitarre zwischen messerscharf und bleischwer, der Bass zwischen Galopp und Groove, das Schlagzeug zwischen Most und Jazz und der Gesang zwischen Keifen und Growlen. Nix davon am St\u00fcck durch, jeder Song hat seine eigene kompositorische Narration. Ein schweres Riff l\u00e4utet etwa einen Track ein, dann schleppt sich das Schlagzeug zu einer Gitarre dahin, die auf einzelnen Sounds h\u00e4ngenbleibt, alles findet sich und br\u00fcllt dann irrsinnig schnell davon, dass den H\u00f6renden der Nacken bricht, um dann in einen entspannt thrashenden Groove einzufallen, der in einer Art Doom ausrollt.<br><br>Zwischendurch zaubern die drei auch noch kunstvolle Instrumentalexponate, die aus beinahe filigranen K\u00f6nnerschaften errichtet sind, irgendwo inmitten der Tracks in den Fluss eingebunden. In \u201eOozing Pox\u201c etwa reitet das Trio auf gestreckten Gniedelsounds herum, mit denen es Spannung erzeugt. In \u201eThe Pile Of Flesh Is Served\u201c gestalten alle drei ein kurzes fragiles Konstrukt, das sie ins Gebretter betten. Zwischendurch, wenn sich Gitarrist und Bassist austoben, zeigt der Schlagzeuger wie beil\u00e4ufig, dass er mit seinem K\u00f6nnen in einer Jazzband nicht unangenehm auffallen w\u00fcrde. Keine Angst: Es ist noch genug Material f\u00fcr den Circle Pit und das Headbangen enthalten!<br><br>Bei der \u201eNecrotic Flesh Bacteria\u201c handelt es sich \u00fcbrigens um das Streptococcus Pyogenes, von dem es hei\u00dft, es sei quasi fleischfressend. Willkommen bei Cryptic Brood: Hier kommt alles auf den Tisch, und sei es noch so eklig. Wenn es nicht gerade ein \u201eHallucinogen Poison\u201c ist, mit dem sich das Trio auseinandersetzt, dann bewegt es sich im \u201eRealm Of Rot\u201c oder ist \u201eDigging Through Skin\u201c, bedient also die Folklore des Death Metal, die man sich ohne Humor nicht vorstellen kann. So muss das, n\u00e4mlich, das Leben ist eben so, dass es keine Unversehrbarkeit garantiert, so bitter das auch ist, und bis es einen ereilt, treibt man damit eben seine Sp\u00e4\u00dfe.<br><br>Im Oktober 2013 entstand mit \u201eMorbid Rite\u201c das erste Demo von Cryptic Brood, 2017 gab\u2019s mit \u201eBraineater\u201c das Album-Deb\u00fct, fortgesetzt 2019 mit \u201eOutcome Of Obnoxious Science\u201c und nun mit dem dritten Album \u201eNecrotic Flesh Bacteria\u201c. Dazwischen gab es noch diverse Singles und Split-Ver\u00f6ffentlichungen; da hat man als Sammler einiges zu tun. Seit elf Jahren ist \u00fcberdies die Besetzung des sympathischen Trios unver\u00e4ndert: am Schlagzeug Steffen Brandes, am Bass Dennis Butzke und an der Gitarre Michael Lehner. Alle drei auch parallel und zuvor noch besch\u00e4ftigt, Steffen aktuell mit Repulsive Feast und einst unter anderem mit Dissouled, Michael einst bei Purgamentum und Dennis aktuell mit Arcane Frost und Smoke Weaver. Ach, und: Es empfiehlt sich, das Vinyl zu kaufen \u2013 es ist in allen verschiedenen Darreichungsformen bunter als das Dasein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (17.12.2024) Von wegen, Death Metal ist einfach nur auf die Fresse. 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