{"id":7050,"date":"2024-12-05T21:29:19","date_gmt":"2024-12-05T20:29:19","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7050"},"modified":"2024-12-05T21:29:19","modified_gmt":"2024-12-05T20:29:19","slug":"devin-townsend-powernerd-hevydevy-inside-out-sony-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-powernerd-hevydevy-inside-out-sony-2024\/","title":{"rendered":"Devin Townsend \u2013 PowerNerd \u2013 HevyDevy\/Inside Out\/Sony 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Devin-Townsend-PowerNerd.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"123\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Devin-Townsend-PowerNerd.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7051\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.12.2024)<br><br>Endlich wieder ein nachvollziehbares Metal-Album vom gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Helden der lebenden kanadischen Gitarristen der Welt! Und dann noch mit so einem geilen Titel: \u201ePowerNerd\u201c, passender geht\u2019s kaum f\u00fcr einen ufer- und grenzenlosen kreativen Exoten wie Devin Townsend. Hier ist alles drauf, was man an ihm liebt: wuchtige Riffs, h\u00fcbscher Pop-Metal, ordentlich Schub, fetteste Power, muss ja, Electro-Effekte, Akustik-Balladen, Ambient und bei aller schmerzverzerrten Tiefgr\u00fcndigkeit auch Bombenhumor \u2013 \u201eRuby Quaker\u201c d\u00fcrfte der Song des Jahres sein, wakey-wakey. Hier folgt Hit auf Hit, so vielseitig, und doch beh\u00e4lt Dev dieses Mal die \u00dcbersicht. Anders als gewohnt ist hier allerdings die Bonus-CD verzichtbar. Und Anneke van Giersbergen fehlt!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Ein Devin Townsend hat so viele Ideen, dass er sich selbst \u00fcberschl\u00e4gt. Seit dem exorbitant gro\u00dfartigen Viererpack mit \u201eKi\u201c, \u201eAddicted\u201c, \u201eDeconstruction\u201c und \u201eGhost\u201c zwischen 2009 und 2011 sowie dem kaum weniger fantastischen Ambient-Country-Projekt Casualties Of Cool 2014 schlug sich das auch in seiner Musik nieder: Was er auf jenen Alben noch nacheinander umsetzte, vermengte er danach auf seinen zahllosen Nachfolge-Alben reichlich un\u00fcbersichtlich. Waren seine progressiven Metal-Ideen bis dahin zwar unvorhersehbar, aber nachvollziehbar, strich er den letzteren Faktor bald und produzierte sperrige, abstrakte Brocken, bei denen es schwerfiel, einen Zugang zu finden. \u201eEmpath\u201c, \u201eLightwork\u201c, so als Beispiele, sie rauschten am Bewusstsein vorbei. Ganz anders dieser \u201ePowerNerd\u201c.<br><br>Seine vielseitigen Ideen beh\u00e4lt Dev hier zwar bei, aber es ist, als dr\u00f6selte er sie wieder in zug\u00e4ngliche Reihenfolgen auf. Auch mit \u00fcberraschenden Wendungen vergisst er nicht, kompositorisch im Sinne der Songs zu arbeiten; wenn in einem heavy St\u00fcck ein Blastbeat einsetzt, wenn eine Akustik-Ballade zum Power-Metal mutiert, wenn ein balladesker Track mit Synthies ein- und ausl\u00e4uft, dann passt das immer, man geht den emotionalen wie energetischen Wellengang mit dem Musiker mit. So richtig dolle heavy ist Dev hier indes nicht, das aktuelle Devy-Heavy ist heute etwas abgerundeter als zu Zeiten von Strapping Young Lad, aber immer noch wuchtig genug, um die H\u00f6renden immer mal wegzublasen. Vielmehr besteht der \u201ePowerNerd\u201c aus opulenten Hymnen, unter diese Kategorie fallen wohl fast alle Songs. Und Songs sind es wieder!<br><br>Man m\u00f6chte Dev f\u00fcr \u201ePowerNerd\u201c umarmen, f\u00fcr jeden einzelnen Song, weil es ihm gelingt, mit jenen die H\u00f6renden seinerseits zu umarmen. Selbst die h\u00e4rteren Passagen bergen immer noch die Kraft des emotionalem Umpuschelns, die reduzierteren mit Akustikgitarre oder Ambient-Unterbau sowieso. Man mag ihn auch knuddeln daf\u00fcr, dass er zwar sehr wohl die Energielevel innerhalb der Songs zu wechseln wei\u00df, er aber best\u00e4ndig darauf achtet, seine Follower nicht zu verlieren. Und was f\u00fcr gro\u00dfe Gesten er hier \u00fcber den Horizont spannt! Ist das Kitsch? Ja, devin-itiv, aber hey, es ist bald Weihnachten und \u00fcberhaupt ist \u00fcberall Krise und man braucht etwas Positives und au\u00dferdem ist Dev ja gar nicht so plakativ wie andere Kitsch-Metaler. So viel Kunst, wie er hier einbaut.<br><br>Erst mit dem Rauswerfer \u201eRuby Quaker\u201c \u00fcberschl\u00e4gt sich Dev wieder, aber da der Song eine humoreske Hommage an den Kaffee darstellt, mithin das alte \u201eZiltoid\u201c-Thema wieder aufgreift, kann man \u00fcber jede absurde Wendung lachen. Anders verh\u00e4lt es sich mit der Bonus-CD: Boten die als Demo deklarierten Bonus-Alben vorhergehender Outputs immer vollwertige Preziosensammlungen, bestehen diese drei \u00fcberlangen \u201eSongs\u201c ausschlie\u00dflich aus abrupt aneinandergeklebten Skizzen, die durchzuh\u00f6ren massiv schwer f\u00e4llt.<br><br>F\u00fcr die Umsetzung seiner Ideen verpflichtete der powernerdige Multiinstrumentalist Session-Musiker, keine feste Band wie noch das Devin Townsend Project, obschon sich einige Veteranen unter den G\u00e4sten finden. Schlagzeuger Draby Todd aus dem UK spielt ansonsten bei eher nicht so bekannten Bands wie Oblivion Protocol oder Out Of This World. Ebenfalls im Prog-Metal ist die Band Haken eingeordnet, bei der der Mexikaner Diego Tejeida wie auf \u201ePowerNerd\u201c Keyboards und Synthies spielte. Weitere Tasten dr\u00fcckte der alte Frank-Zappa-Sidekick Mike Keneally, der ohnehin schon seit einiger Zeit bei Devin mitmischt. Ebenso Marc Cimino an der Akustikgitarre, der unter anderem am Project beteiligt war \u2013 und auch schon an der ersten offiziell aufgenommenen Performance Townsends, n\u00e4mlich auf \u201eSex &amp; Religion\u201c von Steve Vai 1993. Ebenfalls beim Project dabei war Bonus-Bassist Jean Savoie. Zus\u00e4tzlichen Gesang gibt\u2019s von Aman Khosla (abermals nicht zum ersten Mal bei Dev), Fotografin Tanya Ghosh und Hatebreed-S\u00e4nger Jamey Jasta.<br><br>Gro\u00dfe Freude, dass man \u201eseinen\u201c Dev wieder zur\u00fcck hat. Unerm\u00fcdlich schiebt der Mann Album um Album unters Volk, oftmals von der breiten \u00d6ffentlichkeit unbemerkt, wie zuletzt \u201eThe Puzzle\u201c und \u201eSnuggles\u201c, und nun wieder eines mit mehr Freude am Goutieren. Als w\u00e4re er wieder aufgewacht \u2013 wakey, wakey!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.12.2024) Endlich wieder ein nachvollziehbares Metal-Album vom gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Helden der lebenden kanadischen Gitarristen der Welt! 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