{"id":7018,"date":"2024-11-27T12:34:23","date_gmt":"2024-11-27T11:34:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7018"},"modified":"2024-11-28T12:00:29","modified_gmt":"2024-11-28T11:00:29","slug":"dzuszand-ft-redink-disintegrating-brutality-dzuszan-bad-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/dzuszand-ft-redink-disintegrating-brutality-dzuszan-bad-2024\/","title":{"rendered":"DzuszanD ft. Redink \u2013 Disintegrating Brutality \u2013 Dzuszan Bad 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/DzuszanD-ft.-Redink-Disintegrating-Brutality.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/DzuszanD-ft.-Redink-Disintegrating-Brutality.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7019\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (27.11.2024)<br><br>Was beginnt wie eine formlose Industrial-Variante, schwingt sofort in eine improvisierte, freie Rockmusik \u00fcber. Dabei beh\u00e4lt das Krakauer Trio durchaus vertraute Strukturen bei, etwa einen nachvollziehbaren Rhythmus und fragmentarische Melodien, formt drumherum aber eindeutig eigensinnige Sounds und Varianten dessen, was man \u00fcblicherweise unter Rockmusik versteht. Die 40 Minuten von \u201eDisintegrating Brutality\u201c erscheinen unter dem Projektnamen DzuszanD ft. Redink, die Besetzung der bisher sechs Ver\u00f6ffentlichungen auf Bandcamp unterscheidet sich je nach Bandbenennung. Einen Zugang zu finden zu dieser Art dekonstruktivistischer Musik ist gar nicht so schwer, wie es den Anschein hat.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Titeltrack startet eben mit unstrukturierten Electro-Sounds, in die sich schnell ein vertrautes Band-Instrumentarium einf\u00fcgt. Sobald man sich an dieses freie Soundkonstrukt gew\u00f6hnt hat, ist es auch schon vorbei \u2013 nach dem radiotauglichen dreieinhalb Minuten, die man gar nicht als so lang empfunden hat. Danach beginnt die Band, mit geraden Rhythmen und wiederkehrenden Bassriffs zu arbeiten, die es mit obskursten Sounds hinterlegt. Im kurzen \u201eSiedem g\u0142\u00f3w\u201c ist sogar eine Stimme zu h\u00f6ren, die auf Polnisch etwas zum Rhythmus passend skandiert.<br><br>Das fast zehnmin\u00fctige \u201eg7\u201c ist eine Art Impro-Jam, zu einem schnellen Schlagzeug-Bass-Ritt erklingen spacige Sounds, die f\u00fcr das letzte Drittel das Ruder komplett \u00fcbernehmen. Diese Sounds laufen direkt \u00fcber in \u201eZapowied\u017a\u201c, das mit einem blubbernden Synthie den Anschein erweckt, in den Electro-Pop \u00fcbergleiten zu wollen, doch die jazzy Drumexperimente konterkarieren dies. Erstaunlicherweise sch\u00e4lt sich daraus gegen Schluss dennoch kurzzeitig ein Discobeat hervor. Die letzten 13 Minuten geh\u00f6ren \u201eZmiany klimatu\u201c, einem Jam, in dem die Band alles auslebt, worauf sie Bock hat: S\u00e4mtliche Instrumente wild durcheinander, von Strukturen weitgehend befreit, alles improvisiert und der Enge von Konventionen befreit. Das Unzug\u00e4nglichste zum Schluss, denn wer es bis hierhin geschafft hat, dem ist auch Freude an dieser Art von Gefangenheitsberaubung zuzutrauen.<br><br>Das hier so genannte Projekt DzuszanD besteht aus: Bassist Jan Niedziela, Schlagzeuger Jakub Rutkowski und Tomasz \u201eRedink\u201c Przewrocki, der Modular-Synthies spielt. Hei\u00dft also, DzuszanD sind hier ein Duo mit Gast. Das Album davor, \u201eNoisowe Lasy\u201c aus dem Jahr 2022, erschien als Duszan Duo &amp; Redink, aber mit dem Gitarristen Krystian Kniaziowski anstelle des Schlagzeugers. Auf den drei Alben davor hie\u00df das Projekt noch Duszan B, offenbar als Quartett angelegt, neben Projektkopf Jan Niedziela und Krystian Kniaziowski mit Schlagzeuger \u0141ukasz Miko\u0142ajczyk und Trompeter Pawe\u0142 Gawry\u0142owicz sowie als zus\u00e4tzlichen G\u00e4sten S\u00e4ngerin Aleksandra Zaw\u0142ocka und Saxophonist Tomasz Przetacznik \u2013 plus Redink, der mal als Musiker, mal als Coverfotograf involviert war. \u201eDisintegrating Brutality\u201c tr\u00e4gt den Untertitel \u201eSpring Session 1\u201c, deren zweiter Teil \u201eLive@Supernova\u201c inzwischen ebenfalls vorliegt, abermals als DzuszanD ft. Redink.<\/p>\n\n\n\n<p>[Edit 28.11.2024] Jan erz\u00e4hlt, dass es von Duszan B. als erstes die &#8222;Przyszli\u015bmy Wypi\u0107 Wasz\u0105 Krew EP&#8220; gab, aus dem Jahr 2018 &#8211; das klingt mehr nach Stoner oder Hardcore.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (27.11.2024) Was beginnt wie eine formlose Industrial-Variante, schwingt sofort in eine improvisierte, freie Rockmusik \u00fcber. 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