{"id":7012,"date":"2024-11-26T13:03:57","date_gmt":"2024-11-26T12:03:57","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=7012"},"modified":"2024-11-26T13:03:57","modified_gmt":"2024-11-26T12:03:57","slug":"julius-lind-lights-kapitaen-platte-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/julius-lind-lights-kapitaen-platte-2024\/","title":{"rendered":"Julius Lind \u2013 Lights \u2013 Kapit\u00e4n Platte 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Julius-Lind-Lights.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Julius-Lind-Lights.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7013\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (26.11.2024)<br><br>Da mag einer die Neunziger, die von den Sechzigern inspiriert waren: \u201eLights\u201c, das Solo-Deb\u00fct des norwegischen Bassisten Julius Lind, klingt wie die tanzbaren Indiebands aus England oder Schottland, die zu tief am Plattenregal ihrer psychedelischen Eltern geschn\u00fcffelt hatten. Mit seinem zwei Mitstreitenden erzeugt Lind ein Gef\u00fchl f\u00fcr Madchester und Fu\u00dfspitzengucken, an dem man w\u00e4hrend des ausgelassenen Herumtanzens seine Freude hat, herauszuh\u00f6ren, wovon genau er sich wohl gerade inspirieren lie\u00df. Der Vorteil des Trios: Dabei bleibt es nicht, die acht Songs entwickeln einen eigenen Vollrausch.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gitarre, Bass, Schlagzeug, alles ist komplett auf Groove getrimmt, keines der Instrumente kommt hier lediglich als Tapete zum Einsatz, und wenn, dann als eine mit aufmerksamkeitsbindendem Muster. Hier wechselt gerade irgendwo in Gro\u00dfbritannien das Jahrzehnt von Achtziger auf Neunziger, stark beeinflusst von den Sechzigern, von der Psychedelik der mit Gitarren und Chemikalien ausgestatteten Blumenkinder, deren musikalische Versponnenheit durch die nachfolgende Generation einen tanzbaren Rahmen erhielt. 1992, plusminus ein paar Zerquetschte: Die Gitarren meist klar, mal mit Fuzz gespielt, zur Rhythmussteigerung mal die Bongos herausgeholt, der Bass achtelt nie einfach nur, benebelt herumlungern ist so Sechziger, hier wird gezappelt.<br><br>Man mag die noch gitarrendominierte Ravekultur ganz besonders heraush\u00f6ren, die war ja derbst psychedelisch grundiert. Shoegaze hallt in den fl\u00e4chigen Passagen nach. Den leicht angekippt noisigen Indie-Schrammelrock von The Jesus And Mary Chain erkennt man, die konnten schlie\u00dflich ebenfalls tanzbar. Ride schimmern durch, die Stone Roses ma\u00dfgeblich, dazu viele weitere Vertreter jener Epoche. Das Trio Julius Lind verr\u00fchrt alles zu einer eigenen Pastiche, die zu h\u00f6ren eine beeindruckende Zeitreise darstellt.<br><br>Interessanterweise spielt der ansonsten, etwa bei dem Lofi-Trio Action &amp; Tension &amp; Space, als Bassist in Erscheinung tretende Lind hier die Gitarre. Den Bass reicht er weiter an Richard Myklebust, der ansonsten bei The Megaphonic Thrift oder Stereo 21 zuhause ist. Das Schlagzeug spielt Eikir Kirkemyr, unter anderem ausgeborgt bei der Emo-Band Flight Mode. Viele artfremde Einfl\u00fcsse f\u00fcr diese drogeninduzierte Zeitreise!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (26.11.2024) Da mag einer die Neunziger, die von den Sechzigern inspiriert waren: \u201eLights\u201c, das Solo-Deb\u00fct des norwegischen Bassisten Julius Lind, klingt wie die tanzbaren Indiebands aus England oder Schottland, die zu tief am Plattenregal ihrer psychedelischen Eltern &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/julius-lind-lights-kapitaen-platte-2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-7012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7012"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7014,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7012\/revisions\/7014"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}