{"id":6974,"date":"2024-11-18T22:41:24","date_gmt":"2024-11-18T21:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6974"},"modified":"2024-11-18T22:41:24","modified_gmt":"2024-11-18T21:41:24","slug":"davide-pansolin-kiss-the-sun-tsunami-edizioni-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/davide-pansolin-kiss-the-sun-tsunami-edizioni-2024\/","title":{"rendered":"Davide Pansolin \u2013 Kiss The Sun \u2013 Tsunami Edizioni 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Davide-Pansolin-Kiss-The-Sun.-Il-lungo-viaggio-dellheavy-psych-Le-tempeste.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"160\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Davide-Pansolin-Kiss-The-Sun.-Il-lungo-viaggio-dellheavy-psych-Le-tempeste.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6975\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><a><\/a><a><\/a> Von Matthias Bosenick (18.11.2024)<br><br>\u201eDie lange Reise des Heavy Psych 1980-2000\u201c ist das im Untertitel aufgedr\u00f6selte Thema von \u201eKiss The Sun. Il lungo viaggio dell&#8217;heavy psych (Le tempeste)\u201c, einem gigantischen Kompendium, zusammengetragen von einem, der sich auskennt: Davide Pansolin betrieb in Savona Plattenladen, Label und Magazin jeweils mit dem Namen Vincebus Eruptum, f\u00f6rderte zahlreiche lokale bis internationale Bands aus der psychedelischen Rockmusik und b\u00fcndelt sein Fachwissen nun in diesem Buch. Das man bedauerlicherweise ausschlie\u00dflich auf Italienisch bekommt, aber Google Translate kann helfen, und au\u00dferdem schm\u00fcckt es den Raum ungemein, und man holt sich eben \u00fcberhaupt das Fachwissen das sympathischen Auskenners nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a><a><\/a> \u201eKein Stoner\u201c, warnt Pansolin vorab, der Begriff sei zu modern, er treffe den Kern des Heavy Psych nicht mehr, und den anderen Begriff h\u00e4lt er einfach f\u00fcr passender. \u00dcber Musikvideos und Radio entdeckte seine Generation Musik, schreibt er einleitend, und tobt sich danach auf \u00fcber 300 Seiten zum Thema aus, klar strukturiert in einer geographisch-chronologischen Betrachtung: Los geht es f\u00fcr ihn zu Beginn der Achtziger in den USA, genauer: in Kalifornien, in der W\u00fcste, mit Bands wie Across The River und Dead Issue. Schon hier geht es los, dass man sich als den Heavy Psych nur marginal Kennender dazu ermuntert sieht, sich umzuh\u00f6ren. Viele Bands hat man als Nicht-Fachmensch noch nie wahrgenommen, umso mehr freut man sich \u00fcber die Vertrauten, die Pansolin auflistet. Klar: Kyuss folgen bald, und an denen hat er ganz offensichtlich einen Narren gefressen, denn die nehmen einen gro\u00dfen Teil der kalifornischen Historie ein, mit allen Seitenarmen und Folgeprojekten, umringt von etwa Masters Of Reality, Fu Manchu oder Nebula.<br><br>Ein Drittel des Buches verbringt Pansolin in Kalifornien, erst auf Seite 115 springt er nach Texas, danach nach New Jersey mit den prominenten Vertretern Monster Magnet. Erst ein weiteres Drittel sp\u00e4ter verl\u00e4sst er die USA in Richtung Europa und beginnt dort nicht mit seinem Heimatland, sondern mit Gro\u00dfbritannien und Irland, hier: Cathedral und Orange Goblin. Direkt danach folgt Deutschland, ausgehend vom Krautrock etwa mit Vibravoid und sp\u00e4ter Sula Bassana, beide j\u00fcngst erst auf dieser Plattform besprochen. Colour Haze ist eine weitere au\u00dferhalb der Szene bekannte Band. Weitere Stationen sind die Niederlande (35007, 7 Zuma 7) und Skandinavien (Spiritual Beggars, Grand Magus), dann erst widmet er sich Italien. Start ist hier die Band That\u2019s All Folks und deren Projekt Colt.38, an denen Claudio Colaianni beteiligt war, der heute Anuseye betreibt, die Pansolin auf seinem Label ver\u00f6ffentlichte, aber hier nicht auff\u00fchrt, da deren Deb\u00fct erst 2011 erschien. Aber Ufomammut und Paul Chain erw\u00e4hnt er, beides Bands, die der Rezensent in Pansolins Laden mit ihm h\u00f6ren durfte. Das waren Zeiten!<br><br>Erst kurz vor Schluss wendet Pansolin sich dem Rest der Welt zu, etwa den Sons Of Otis aus Kanada oder Church Of Misery aus Tokyo. Es folgt der Appendix, in dem der Autor beispielhafte Compilations mit Tracklisten empfiehlt, die Pr\u00e4-Zeit des Heavy Psych ausleuchtet, also die Sechziger und Siebziger, selbstredend mit Blue Cheer, nach deren 1968er-Album \u201eVincebus Eruptum\u201c er all seine Plattformen benannte, sowie eine Liste s\u00e4mtlicher Kyuss-Auftritte zwischen Februar 1989 und September 1995 und der alphabetische Index.<br><br>Nicht allein die Geschichten der Bands erz\u00e4hlt Pansolin nach, er kennt deren Einfl\u00fcsse \u2013 Black Sabbath und Hawkwind etwa \u2013, die Chartplatzierungen der Alben, die Nebenprojekte, die Randerscheinungen und haufenweise Off-Topic-Geschichten weit \u00fcber den Tellerrand hinaus. Zudem plaudert er als Teil dieser Szene auch aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen, und da w\u00fcnscht man sich umso mehr eine \u00fcbersetzte Ausgabe. Viel zu viel muss man erahnen, sofern man nicht wirklich alle 322 Seiten mit Google Translate lesen m\u00f6chte. Die vielen Schwarzwei\u00dffotos zumindest sind eine sch\u00f6ne Entsch\u00e4digung f\u00fcr fehlendes Verst\u00e4ndnis.<br><br>Pansolin benannte sein zweites Buch nach \u201eVeleno sottile. La storia degli Screaming Trees (Gli uragani)\u201c aus dem Jahr 2022, der ersten Biografie der Screaming Trees und Mark Lanegans \u00fcberhaupt, nach dem Song \u201eKiss The Sun\u201c der Band Core, erschienen 1996 auf deren Album \u201eRevival\u201c. Da geht\u2019s schon los mit der Recherche. Das Buch liefert noch unz\u00e4hlige weitere Anl\u00e4sse daf\u00fcr! Und einen Anlass, Material f\u00fcr die Zeit nach dem Jahr 2000 zusammenzutragen: Russland fehlt hier zum Beispiel noch, zum seit 2002 aktiven addicted label hat Pansolin engen Kontakt \u2013 schlie\u00dflich brachte er \u201eThe Mighty Few\u201c von dessen Band The Grand Astoria exklusiv auf Vinyl heraus, nachzulesen ebenfalls auf krautnick.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (18.11.2024) \u201eDie lange Reise des Heavy Psych 1980-2000\u201c ist das im Untertitel aufgedr\u00f6selte Thema von \u201eKiss The Sun. 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