{"id":6882,"date":"2024-10-30T20:49:15","date_gmt":"2024-10-30T19:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6882"},"modified":"2024-10-30T20:49:15","modified_gmt":"2024-10-30T19:49:15","slug":"the-black-dahlia-murder-servitude-metal-blade-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-black-dahlia-murder-servitude-metal-blade-records-2024\/","title":{"rendered":"The Black Dahlia Murder \u2013 Servitude \u2013 Metal Blade Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/The-Black-Dahlia-Murder-Servitude.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/The-Black-Dahlia-Murder-Servitude.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6883\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (29.10.2024) <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der begabte, beliebte und sympathische Trevor Strnad im Jahr 2022 verstarb, vermutlich durch Selbstmord, war zun\u00e4chst nicht klar, ob seine wunderbare Band Black Dahlia Murder (benannt nach einem ungel\u00f6sten Mordfall aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, der einem alle Nase mal \u00fcber den Weg l\u00e4uft, so zum Beispiel in der Serie \u201eAmerican Nightmares\u201c, f\u00fcr deren Empfehlung ich der Liebsten ausgiebig dankbar bin, aber ich schweife ab und bitte daf\u00fcr um Entschuldigung) ohne ihren \u2013 und das schreibe ich jetzt bar jeglicher abgeschmackten Ironie \u2013 charismatischen Frontmann weitermachen w\u00fcrde. Die Entscheidung, die Arbeit der Band in Trevors Sinne fortzusetzen, fiel gl\u00fccklicherweise schnell und nun gibt es also auch ein neues Album. Daf\u00fcr wechselte der bisherige Rhythmusgitarrist (und neben Trevor auch Gr\u00fcndungsmitglied) Brian Eschbach ans Mikrofon und wurde an der Gitarre durch Ryan Knight ersetzt, der auf den Alben \u201eDeflorate\u201c (2009), \u201eRitual\u201c (2011), \u201eEverblack\u201c (2013) und \u201eAbysmal\u201c (2015) die Leadgitarre bediente.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Eschbach tritt Strnads Nachfolge echt gut und \u00fcberzeugend an, eigentlich h\u00f6rt er sich an wie sein Vorg\u00e4nger, dessen musikalisches Verm\u00e4chtnis hier also in echt guten H\u00e4nden ist. Musikalisch gibt es ebenfalls keinen Bruch, sondern eher eine behutsame Weiterentwicklung des bisherigen Sounds. Das bedeutet: Ratterndes Schlagzeug (Alan Cassidy, dabei seit \u201eEverblack\u201c), schnelle Gitarrenriffs (bei denen Brandon Ellis und Ryan Knight sich prima erg\u00e4nzen), sch\u00f6ne songdienliche Soli (Brandon Ellis ist nicht nur f\u00fcr diese, sondern auch f\u00fcr die ganz hervorragende und wie sagt man immer? knochentrockene Produktion, das Toningenieurwesen und die Abmischung zust\u00e4ndig), Gesang irgendwo zwischen keifendem Kreischen und gem\u00fctlichen Growlen und ein Bass, der alles zusammenh\u00e4lt (Danke, Max Lavelle!). Und das Ganze wie immer komprimiert in weit unter 40 Minuten. Langweilt nicht, geht nach vorne los und klingt trotz aller H\u00e4rte auch immer irgendwie positiv und macht beim H\u00f6ren einen Heidenspa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Das trifft eigentlich auf alle Titel zu, dennoch an dieser Stelle noch einige Anmerkungen zu meinen pers\u00f6nlichen Highlights des Albums:<\/p>\n\n\n\n<p>Und die beginnen gleich am Anfang: Das Intro zum ersten Song (\u201eEvening Ephemeral\u201c) mit Windrauschen und einer behutsam gezupften Akustikgitarre, die dann vom hektischen Schlagzeug und allen elektrisch verst\u00e4rkten Instrumenten sowie einem energisch keifenden Gesang abgel\u00f6st wird, stimmt prima auf alles ein, was danach noch so kommt. \u201ePanic Hysteric\u201c beispielsweise, das irgendwie das erste St\u00fcck einfach fortsetzt, was passig ist, weil es sich gut anh\u00f6rt und sch\u00f6n klingt. Auf \u201eAftermath\u201c wird das Tempo einigerma\u00dfen angezogen und Alan Cassidy trommelt sich die Seele aus dem Leib, dennoch wird nicht auf Melodien verzichtet. Klasse. \u201eCursed Creator\u201c ist weniger schnell, daf\u00fcr aber saum\u00e4\u00dfig groovig und wartet mit tollen Twin-Guitar-Riffs auf. \u201eAsserting Dominion\u201c rattert schnell vor sich hin und wieder duellieren sich die beiden Gitarren auf das Vortrefflichste. Das anschlie\u00dfende Titelst\u00fcck \u201eServitude\u201c klingt barsch, aggressiv und gut, au\u00dferdem wird hier schon mitten in der Strophe soliert, was den Eindruck eines gepflegten Durcheinanderredens der einzelnen Akteure erzeugt und dennoch nicht st\u00f6rt. Im Gegenteil. \u201eMammoth\u2019s Hand\u201c beginnt ruhiger und ist melodietechnisch ein ziemlich gro\u00dfer Wurf, liefert gegen Ende sch\u00f6n langsame Soli und Eschbach keift sch\u00f6n aggressiv und wird dabei vom d\u00fcster growlenden Backgroundgesang aufgefangen. Auf \u201eTranscosmic Blueprint\u201c wird es dann nochmal schneller, h\u00e4rter und weniger melodi\u00f6s, und mit \u201eUtopia Black\u201c beschlie\u00dft ein grooviges St\u00fcck das Album, bei dem sich vorw\u00e4rtstreibender, rhythmusbetonter Gesang und beinahe schon kitschige Soli die Klinke in die Hand geben. Und an diesen Riffs w\u00e4hrend der Strophen mit diesem bollernden Bass im Hintergrund, die den S\u00e4nger anscheinend recht erfolgreich vor sich hertreiben, um dann in diese tollen Soli zu m\u00fcnden, kann ich mich gerade nicht so recht satth\u00f6ren. Ganz am Ende kommt dann nochmal die Akustikgitarre zum Einsatz und beendet das Album ebenso stimmungsvoll, wie es begonnen hat. The Black Dahlia Murder ist eine meiner allerallerliebsten Melodic-Death-Metal-Bands, die mir zu \u00fcberh\u00f6ren ich kaum in der Lage bin; bei diesem Genre mag ich den Sound aus Detroit, MI irgendwie noch lieber als den aus G\u00f6teborg, SWE, und ich freue mich total, dass die Band so \u00fcberzeugend weitermacht und Trevors Erbe in respektvoller und latent innovativer Manier so derma\u00dfen hochh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (29.10.2024) Nachdem der begabte, beliebte und sympathische Trevor Strnad im Jahr 2022 verstarb, vermutlich durch Selbstmord, war zun\u00e4chst nicht klar, ob seine wunderbare Band Black Dahlia Murder (benannt nach einem ungel\u00f6sten Mordfall aus den 40er Jahren des &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-black-dahlia-murder-servitude-metal-blade-records-2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-6882","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6882"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6882\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6884,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6882\/revisions\/6884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}