{"id":6873,"date":"2024-10-29T21:33:48","date_gmt":"2024-10-29T20:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6873"},"modified":"2024-10-29T21:33:48","modified_gmt":"2024-10-29T20:33:48","slug":"the-19th-dream-of-dr-sardonicus-festival-live-fruits-de-mer-records-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-19th-dream-of-dr-sardonicus-festival-live-fruits-de-mer-records-2024\/","title":{"rendered":"The 19th Dream Of Dr. Sardonicus Festival Live \u2013 Fruits de Mer Records 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/The-19th-Dream-Of-Dr.-Sardonicus-Festival-Live.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"112\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/The-19th-Dream-Of-Dr.-Sardonicus-Festival-Live.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6874\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (29.10.2024)<br><br>Wer au\u00dferhalb Londons hat schon mal vom Dream Of Dr. Sardonicus Festival geh\u00f6rt, das allj\u00e4hrlich seit 2015 in The Cellar Bar im Stadtteil Cardigan vor kleiner Runde, n\u00e4mlich nur ca. 150 G\u00e4sten, stattfindet? Man kann sich Ausschnitte dieses Festivals aus dem vergangenen Jahr jetzt \u2013 zus\u00e4tzlich zu Komplett-Mitschnitten fast aller Beteiligten, siehe Text zu London Underground auf dieser Plattform \u2013 als Doppel-LP ins Haus holen, herausgebracht vom mitveranstaltenden Label Fruits de Mer Records. Zehn Bands, zwei aus Italien, der Rest aus dem Lande, zehn Genres, von Sechziger-Psychedelik bis Trance-Disco, ein herrliches Spektrum. Die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Festival im Jahre 2026 laufen schon jetzt!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Den Opener \u201eTropic Of Capricorn\u201c kennt man bereits vom kompletten Mitschnitt von London Underground, der ersten italienischen Band des 2023er-Lineups. Zehn Minuten Orgel-Funk-Blues-Prog, herrlich oldschool und mitrei\u00dfend, ein perfekter Auftakt. Das Projekt Spectral Streams besteht ausschlie\u00dflich aus Derek Cook, dessen Track \u201eDust Storms On Mars\u201c schl\u00e4gt in Sachen Stimmung und Herangehensweise den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Haken zum Vorg\u00e4nger: Der Track \u2013 mit zw\u00f6lf Minuten abermals unendlich lang \u2013 besteht aus spacigem Ambient, Chill-Out und Musik der klassischen Berliner Schule. Es folgt die instrumentale Prog-Band Sendelica aus Wales, die ebenfalls zu den Veranstaltern des Festivals geh\u00f6rt und auf ihrer Bandcamp-Seite die Mitschnitte komplett zum Download anbietet. Deren Mix aus \u201eMaggot Brain\u201c und \u201eMasters Of The Universe\u201c erreicht ebenfalls die zehn Minuten, geht nach der H\u00e4lfte von einem spacigen Blues mit ewigem introvertiertem Solo in ein amtliches Gebratze \u00fcber und begibt sich mit entsprechenden Synthies in die Silbermaschine.<br><br>Abermals zehn Minuten dauert die Reise im \u201eSpace Tractor\u201c, die Hanford Flyover hernach antreten. Das St\u00fcck stellt den n\u00e4chsten Ausrei\u00dfer aus dem Erwartungshorizont dar: ein Uptempo-Dance-Track, die Musik ist handgespielt und elektronisch gemischt, hat einen sch\u00f6nen Bassgroove, mit Gitarren und Synthies gleichwertig dr\u00fcber. Ein tanzbarer L\u00e4rm, extrem energetisch. Lediglich gut neun Minuten lang ist \u201eSepia\u201c, das folgende St\u00fcck von Consterdine, einem ewig improvisiertes Ambient-Gniedeln mit unterschwelligen Jazzanst\u00f6\u00dfen, experimentell, eckig, fast ohne Rhythmen und wenn, dann sind sie irgendwie spukig; der n\u00e4chste \u00fcberraschende Ausrei\u00dfer also aus der Vorstellung von einem Festival mit psychedelischer Rockmusik.<br><br>Mit Pinhdar folgen die zweiten Italiener des Lineups, \u00fcber die auf dieser Plattform ebenfalls bereits berichtet wurde. Deren \u201eAtoms &amp; Dust\u201c kombiniert in lediglich sieben Minuten, was in dieser Runde ja beinahe kurz ist, analoge und elektronische Bestandteile zu einem Uptempo-Surf-St\u00fcck mit Orgel. Das wahrhaftig k\u00fcrzeste St\u00fcck liefern McDowell &amp; Westaway mit \u201eBlack Tar Acid\u201c: In unter f\u00fcnf Minuten kehren sie ihre Garage aus, zu Tage kommen versponnenes Gniedeln, Rock\u2019n\u2019Roll und Space Rock. \u201eIce Locks Up The Stones\u201c vom Dark Zen Kollective musste auf sieben Minuten gek\u00fcrzt werden, schlie\u00dflich bestand der gesamte mehr als einst\u00fcndige Gig aus lediglich diesem Acid-Drone-Track.<br><br>Die Cary Grace Band, als einzige ohne komplettem Gig auf der Sendelica-Seite, widmet sich neun Minuten lang \u201eVenus In Furs\u201c von The Velvet Underground in einer w\u00fcrdigen experimentellen Weise: Mit Drones und einem unterschwelligen Beat n\u00e4hert sich die Band dem Song nur z\u00f6gerlich, er sch\u00e4lt sich erst allm\u00e4hlich aus den Soundscapes heraus und beh\u00e4lt dann den psychedelischen Rock des Originals bei, gesungen indes sehr passend mit weiblicher Stimme, eben von der Bandnamensgeberin. Zuletzt gibt es mit \u201eCaf\u00e9 Emery Hill\u201c einen angeschr\u00e4gten Sixties-Freakpop von Spygenius, mit unter f\u00fcnf Minuten das zweitk\u00fcrzeste St\u00fcck hier.<br><br>Ein sehr abwechslungsreicher Reigen also, nicht nur ausgehend von der Idee eines Festivals mit psychedelischer Rockmusik. Das mit der 19. Ausgabe vermutlich zum siebten Mal stattfand, weil 2015 als The 13th Dream Of Dr. Sardonicus gestartet, n\u00e4mlich als Quasi-Fortsetzung des Albums \u201eTwelve Dreams Of Dr. Sardonicus\u201c der US-Band Spirit aus dem Jahr 1970, das sich wiederum auf den Film \u201eDer unheimliche Mr. Sardonicus\u201c aus dem Jahr 1961 bezieht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (29.10.2024) Wer au\u00dferhalb Londons hat schon mal vom Dream Of Dr. Sardonicus Festival geh\u00f6rt, das allj\u00e4hrlich seit 2015 in The Cellar Bar im Stadtteil Cardigan vor kleiner Runde, n\u00e4mlich nur ca. 150 G\u00e4sten, stattfindet? 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