{"id":6848,"date":"2024-10-21T21:01:42","date_gmt":"2024-10-21T19:01:42","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6848"},"modified":"2024-10-21T21:01:42","modified_gmt":"2024-10-21T19:01:42","slug":"we-fog-sequence-we-fog-peyote-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/we-fog-sequence-we-fog-peyote-2024\/","title":{"rendered":"We Fog \u2013 Sequence \u2013 We Fog\/Peyote 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/We-Fog-Sequence.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/We-Fog-Sequence.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6849\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (21.10.2024)<br><br>Das geht zur\u00fcck in eine andere Art von Neunziger: Noiserock, Stop-And-Go-Riffs, vereinzelt sch\u00f6ne Melodien in L\u00e4rm eingebettet, Bock auf geordneten Krawall, \u00fcbersteuerte Saiteninstrumente, saftiges Schlagzeug, beil\u00e4ufiger Gesang, unkonventionelle Songstrukturen, alles, wie man es sich w\u00fcnscht, wenn man auf Sonic Youth, 13th Dye und andere energetische Noiserocker steht. Wer zus\u00e4tzlich etwas au\u00dferhalb dieser Schublade haben m\u00f6chte, bekommt zuletzt zwei Songs mit Amaury Cambuzat, der das Veroneser Trio We Fog in andere Bahnen lenkt, strukturell und die Atmosph\u00e4re betreffend. \u201eSequence\u201c ist erst das zweite Album von We Fog, mit 21 Minuten zwar kurz, aber intensiv geraten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Spr\u00f6de, sperrig beginnt \u201eSequence\u201c mit \u201eA Father\u2019s Love\u201c, und man liebt es sofort. Das Trio rotzt den Song heraus, energetisch n\u00f6lend, riffrockend, man begibt sich aus dem Stand auf eine Zeitreise in den experimentellen Noiserock der Neunziger. Bei dem We Fog nicht stehenbleiben, im folgenden \u201eRise To The Sky\u201c exerziert es das Stop-And-Go, wie man es von Helmet kennt, also abermals Neunziger, aber andere Schublade, indes kombiniert mit der ersten. Und einem unerwarteten Akustikgitarren-Klampf f\u00fcr wenige Sekunden. \u201eKind Warrior\u201c \u00fcberrascht daf\u00fcr mit einer wohligwarmen Melodie, mit sch\u00f6nen Akkorden zu gem\u00e4\u00dfigter Rockmusik und gesprochenen Texten. Das St\u00fcck lehnt mehr am Post Punk, am Wave Rock beinahe, bis die Band beschlie\u00dft, es in den Noiserocksound zu integrieren und beide Seelen abwechselnd zu vertiefen. Und dann noch die in den rotzigen L\u00e4rm eingebetteten Aah-Ch\u00f6re!<br><br>Leicht angeschr\u00e4gt und dreckig rockend bleiben auch \u201eMeat Without Feet\u201c und \u201eTrees\u201c, bis We Fog entscheiden, einen alten Rockhelden ins Boot zu holen: Amaury Cambouzat verfeinert \u201eNo Land For Hope\u201c und \u201eTimex\u201c. Da ver\u00e4ndert sich pl\u00f6tzlich die Atmosph\u00e4re: Ersterer Song fadet langsam ein, f\u00fchrt sich wie ein balladesker Indierocksong mit gefl\u00fcsterten Vocals und fetten Drums auf, bis f\u00fcr den Refrain die Gitarre hereinbricht, ohne dass der Track an Tempo zulegen w\u00fcrde. Chorartige Soundscapes kn\u00fcpfen einen weiteren unkonventionellen Teppich in solche Musik. Der letzte Song galoppiert rhythmisch wie ein stures Pferd, und eine Kapelle und ein kleiner Chor versuchen, die aus dem Ruder gelaufene Zirkusnummer zu retten. Gelingt ihnen nicht, und das ist gut so.<br><br>\u201eFloat\u201c, das erste Album von We Fog, hat bereits sieben Jahre auf dem Buckel und ist bei gleicher Anzahl Songs \u2013 n\u00e4mlich sieben \u2013 gerade mal 15 Minuten lang. Das Trio besteht aus Donato Fusco (Gitarre und Lead-Gesang), Giulio Corradi (Schlagzeug und Gesang) und Victor Bittencourt (Bass und Gesang). So richtig viel ist \u00fcber die Musiker nicht herauszufinden, lediglich, dass Fusco und Corradi We Fog vor exakt neun Jahren als Duo gr\u00fcndeten und erst im Folgejahr, vor dem Gang ins Studio, Bittencourt hinzuholten, um dem Sound von Steve Albini auf \u201eFloat\u201c und eben nun auch auf \u201eSequence\u201c nachzusp\u00fcren. F\u00fcr dieses zweite Album verpflichtete das Trio zudem mit Cambuzat einen altgedienten Experten, der 1993 in Paris die Rockband Ulan Bator gr\u00fcndete, seit den Nullern bei einer der viele Post-Inkarnationen der Krautrocker Faust mitmacht, n\u00e4mlich dem FaUSt-Arm mit Jean-Herv\u00e9 Peron und Werner \u201eZappi\u201c Diermaier, nicht der Faust mit Joachim Irmler, sowie mit weiteren Bands assoziiert ist. Bei dem wunderbaren Ergebnis ist die K\u00fcrze des Albums beinahe ein Kritikpunkt, aber andererseits \u2013 h\u00f6rt man\u2019s halt \u00f6fter!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.10.2024) Das geht zur\u00fcck in eine andere Art von Neunziger: Noiserock, Stop-And-Go-Riffs, vereinzelt sch\u00f6ne Melodien in L\u00e4rm eingebettet, Bock auf geordneten Krawall, \u00fcbersteuerte Saiteninstrumente, saftiges Schlagzeug, beil\u00e4ufiger Gesang, unkonventionelle Songstrukturen, alles, wie man es sich w\u00fcnscht, wenn &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/we-fog-sequence-we-fog-peyote-2024\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-6848","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6848"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6850,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848\/revisions\/6850"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}