{"id":6680,"date":"2024-09-11T13:24:20","date_gmt":"2024-09-11T11:24:20","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6680"},"modified":"2024-09-11T13:24:20","modified_gmt":"2024-09-11T11:24:20","slug":"was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumne-was-meine-freundin-gerne-hoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/was-meine-freundin-gerne-hoert-die-musikkolumne-was-meine-freundin-gerne-hoert\/","title":{"rendered":"Was meine Freundin gerne h\u00f6rt \u2013 die Musikkolumne: Was meine Freundin gerne h\u00f6rt."},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Was-meine-Freundin-gerne-Logo-111.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4578\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Onkel Rosebud<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Folge der Kolumne gehe ich auf einen besonderen Wunsch meiner Freundin ein. Sie h\u00e4lt mir regelm\u00e4\u00dfig vor, in ihrem werten Namen \u00fcber Zeugs zu schreiben, was sie oft gar nicht kennt, und fordert eine Richtigstellung: Schreib\u2018 doch mal wirklich \u00fcber das, was deine Freundin gerne h\u00f6rt, zum Beispiel \u00fcber Stereolab. Na, sehr gern.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Stereolab ist eine anglo-franz\u00f6sische Avant-Pop-Band, die 1990 von Tim Gane und L\u00e6titia Sadier in London gegr\u00fcndet wurde. Der Sound der Gruppe l\u00e4sst sich schwer kategorisieren und weist Einfl\u00fcsse aus dem Krautrock (wie Neu!, Can und Faust) und der Popmusik der 1960er Jahre auf, wobei oft ein sich wiederholender Motorik-Beat mit dem Einsatz alter elektronischer Keyboards und weiblichem Gesang in Englisch und Franz\u00f6sisch kombiniert wird. Stereolab verbinden einen dr\u00f6hnenden Rocksound mit Lounge-Instrumenten, \u00fcberlagert von weiblichem Gesang und Pop-Melodien, und verwenden auch unorthodoxe Taktarten. Die Musik von Stereolab wird allgemein als Avant-Pop, Indie-Pop, Art-Pop, Indie-Elektronik, Indie-Rock, Post-Rock, Experimental-Rock und Experimental-Pop beschrieben. Das sind alles so sch\u00f6ne Schubladen. Ihre Einfl\u00fcsse sind vor allem Beach Boys, Velvet Underground, Funk, Jazz, brasilianische Musik, Burt Bacharach, Fran\u00e7oise Hardy sowie die minimalistischen Komponisten Philip Glass und Steve Reich und Easy-Listening im Stile des mexikanischen Lounge-Musik-Gro\u00dfmeisters Esquivel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Texte haben politische und philosophische Themen, die von der surrealistischen und situationistischen Bewegung beeinflusst sind. Auf der B\u00fchne spielen sie einen eher feedback- und gitarrenorientierten Stil. L\u00e6titia singt dabei gelegentlich wortlos zur Musik mit und erinnert an die emotionale Dramatik von Nico. 2001 waren meine Freundin und ich mal auf einem sensationellen Konzert von Stereolab und wir erinnern uns gern an die G\u00e4nsehaut, die der Vortrag von Songs wie \u201eFrench Disko\u201c oder \u201eLo Boob Oscillator\u201c ausgel\u00f6st haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gane und Sadier waren vierzehn Jahre lang ein Liebespaar. Aus der Beziehung ist ein Sohn hervorgegangen. 1992 ist Mary Hansen [zu Stereolab, mbb] hinzugekommen, deren Backgroundgesang den musikalischen Stil der Band ma\u00dfgeblich pr\u00e4gte und die 2002 leider verstarb (als Fahrradfahrerin in London vom Laster umgefahren).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe ihrer Karriere hatten Stereolab einen nur m\u00e4\u00dfigen kommerziellen Erfolg. Sie wollten lieber einzigartig als beachteter Mainstream sein. Diese Obskurit\u00e4t zwischen unheimlich, hypnotisch, s\u00fc\u00df und leicht fremdartig hat halt nicht f\u00fcr Massentauglichkeit gereicht. Mister Gane hat es mal wie folgt ausgedr\u00fcckt: \u201eMaybe the area where we&#8217;re on dodgy ground, is this idea that you need great knowledge of esoteric music to understand what we&#8217;re doing.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Stereolab haben zwischen den Jahren 1992 und 2022 zehn Studioalben und zehn Kompilationsalben mit Nicht-LP-Tracks ver\u00f6ffentlicht. Meine Freundin empfiehlt als Einstiegsdroge das 1996 erschienene \u201eEmperor Tomato Ketchup\u201c (Duophonic Ultra High Frequency Disks Limited).<\/p>\n\n\n\n<p>La, La lune est libre je crois. Qui rayonne au-dessus, rayonne au-d&#8217;sus des toits. La lune est libre.<\/p>\n\n\n\n<p>Onkel Rosebud<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Onkel Rosebud In dieser Folge der Kolumne gehe ich auf einen besonderen Wunsch meiner Freundin ein. 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