{"id":6638,"date":"2024-08-20T21:24:58","date_gmt":"2024-08-20T19:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=6638"},"modified":"2024-08-20T21:24:58","modified_gmt":"2024-08-20T19:24:58","slug":"phillip-boa-and-the-voodooclub-copperfield-re-edition-2024-vertigo-universal-1988-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/phillip-boa-and-the-voodooclub-copperfield-re-edition-2024-vertigo-universal-1988-2024\/","title":{"rendered":"Phillip Boa And The Voodooclub \u2013 Copperfield (Re-Edition 2024) \u2013 Vertigo\/Universal 1988\/2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Phillip-Boa-And-The-Voodooclub-Copperfield-2024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"113\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Phillip-Boa-And-The-Voodooclub-Copperfield-2024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6639\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (20.08.2024)<br><br>Es gibt f\u00fcnf neue Songs von Ernst Ulrich Figgen und seinem Voodooclub. Nicht als eigenen Tontr\u00e4ger, sondern wie zuvor im Rahmen der wiederholten Wiederver\u00f6ffentlichung eines alten Albums als Bonus. Es bleibt dabei, dass Phillip Boa die Unsitte fortsetzt, von seinen loyalen Fans mehr Kohle abzuverlangen, als diese ihm ohnehin zukommen lassen, indem er seinen Indierockpop teurer verkauft als n\u00f6tig und diesen Fans auch noch Altlasten aufb\u00fcrdet, die sie bereits vielfach im Regal haben. In diesem Falle wirbelt Boa die Tracklist seines dritten Albums \u201eCopperfield\u201c durcheinander und packt f\u00fcnf neue Songs dahinter, die er, wie bei \u201eBoaphenia\u201c, im Geiste der alten Songs aufgenommen haben will. Interessanter noch sind zwei, drei Songs auf der Bonus-CD, die nat\u00fcrlich L\u00fccken l\u00e4sst zu fr\u00fcheren Rerelease-Bonus-Tracks. So kennt man ihn. Kill Your Ideals!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> Die f\u00fcnf neuen Songs sind okay, allen voran die Vorab-Single \u201eRain Poets\u201c. Netter Indie-Pop, h\u00fcbsche Melodie, eing\u00e4ngig, ein in die Jahre gekommener, typischer Boa, die anderen vier ungef\u00e4hr ebenso, nett zum Mitschunkeln. Was sie nicht mitbringen, ist ein h\u00f6rbar direkter Bezug zu \u201eCopperfield\u201c. Diese Br\u00fccke war schon bei den neuen Songs im Stile von \u201eBoaphenia\u201c vor einem Jahr kaum mehr als Koketterie. Boa komponiert heute einfach anders als damals, und praktisch fu\u00dft doch alles, was er heute komponiert, auf irgendwas, was er fr\u00fcher mal komponiert hat, so etwas nennt man Stil und Weiterentwicklung, normal. Hei\u00dft: Nichts von den f\u00fcnf neuen Sachen klingt wirklich nach \u201eCopperfield\u201c, jedenfalls nicht mehr als die Songs von Boas letztem offiziellen Studioalbum \u201eEarthly Powers\u201c aus dem Jahr 2018 oder eben die Songs der \u201eBoaphenia\u201c-Bonus-CD \u201eThe Porcelain Files\u201c. 1988 zu \u201eCopperfield\u201c und 1993 zu \u201eBoaphenia\u201c war Boa eben noch vergleichsweise jugendlich, der Geist und das Feuer haben sich zwangsweise ver\u00e4ndert, und es w\u00e4re zudem auch furchtbar, wenn nicht. Also soll er uns nicht so einen Quatsch als glaubw\u00fcrdig verkaufen. Sondern neue Songs als eigene Ver\u00f6ffentlichung, wie 2005 die \u201e20 Years Of Indie Cult EP\u201c, da waren auch nur f\u00fcnf St\u00fccke drauf und das war in Ordnung so.<br><br>Zumal Boa die zehn Haupt-Songs von \u201eCopperfield\u201c in der neuen Edition auch noch durcheinanderw\u00fcrfelt, also die Dramaturgie komplett ver\u00e4ndert. Statt mit \u201eMonochrome Monday\u201c er\u00f6ffnet er dieses Mal mit \u201eAndy W.\u201c, danach beh\u00e4lt kein einziges Lied seinen originalen Platz. Immerhin sind alle drauf. Daf\u00fcr auf der Bonus-CD nicht alles, was man auf der 2006er-Ausgabe als Bonus erhielt, sondern nur drei Songs. \u201eFire\u201c fehlt sowie diverse Remixe, daf\u00fcr gibt es hier eben einige andere alternative Versionen, einen Eroc-Mix von \u201eKill Your Ideals\u201c etwa, mit \u201eAll I Hate Is You\u201c den Eroc-Boa-Mix eines Songs, der zwar 1987 bereits auf einer 12\u201c zu finden war, aber erst 1989 auf \u201eHair\u201c gelangte, sowie Studio-Versionen und neun Live-Tracks aus der Zeit, darunter auch \u201eDiana\u201c, das der Erst-Ausgabe der LP 1988 in der \u201eOriginal Version Of 1984\u201c als Bonus-12\u201c beilag, als B-Seite von \u201eRevolution Of The Moon\u201c, das hier immerhin zu den drei ber\u00fccksichtigten Bonus-St\u00fccken der 2006er-Version z\u00e4hlt. Je nun.<br><br>Was den neuen Songs fehlt, ist \u2013 Pia, nat\u00fcrlich. Und das durchgeknallte Percussionspiel, das dem Indie-Pop des Jahres 1988 noch so viel Nervosit\u00e4t verlieh. \u201eCopperfield\u201c war noch bestimmt von einer Spannung, die sich aus der Mischung aus Naivit\u00e4t und Nachdruck ergab, und daf\u00fcr ist der Boa von 2024 viel zu abgekl\u00e4rt. Soll er ja sein, aber siehe oben. Mehr noch als das Haupt-Album belegen dies die Bonus-Tracks der zweiten CD \u2013 besonders live entfaltet der damalige Voodooclub eine r\u00fcttelnde Energie, die der heutige in der Form gar nicht reproduzieren kann. Da nun aber auch die meisten Fans wie der Meister in die Jahre gekommen sind, 61 sind es bei ihm inzwischen, ist das auch gar nicht so schlimm, aber er soll halt nicht so auf die Kacke hauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (20.08.2024) Es gibt f\u00fcnf neue Songs von Ernst Ulrich Figgen und seinem Voodooclub. 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